Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung (
16/13817) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (
16/13734) hervor, in der die Lage landwirtschaftlicher Betriebe in den vergangenen Jahren thematisiert wird. Nachdem EU-Gelder in der Milchwirtschaft durchschnittlich zwei Drittel des Gewinns ausgemacht hatten, waren es 2008 nur noch 44 Prozent. Auch beim Acker- und Futterbau hatten die Zahlungen bis 2007 einen bedeutend größeren Teil ausgemacht.
Die Preisentwicklungen am Markt für Agrarprodukte könnten laut Regierung zu Schwierigkeiten für landwirtschaftliche Betriebe führen. Deren Gewinne seien zunächst bis zum Jahr 2008 gestiegen. Es sei aber in diesem Jahr wegen sinkender Erzeugerpreise mit Einkommenseinbußen zu rechnen. Insbesondere in der Milchwirtschaft deuteten die besonders niedrigen Erzeugerpreise und die gestiegenen Betriebsmittelkosten darauf hin, dass sich viele Milchbetriebe in einer ”schwierigen Lage“ befänden. Im Jahr 2009 habe sich die Zahl der Milchkuhhalter bis jetzt zwar verringert, jedoch nicht in einem größeren Maß als in den Vorjahren. Die Regierung bestätigt auch, dass 2008 etwa 80.000 Kühe mehr als 2007 geschlachtet worden sind. Allerdings gäbe es keine Informationen darüber, wie viele der Kühe wegen der Aufgabe von Milchbetrieben geschlachtet wurden. (hib/FRA/HIL)