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Proplanta ®  |  30.07.2010

  |  Agrarwirtschaft:   Deutschland



Über die Hälfte im Nebenerwerb
Bonn - Nur auf knapp 47 % der Bauernhöfe in Nordrhein-Westfalen ist die Landwirtschaft die Haupteinkommensquelle.




Über die Hälfte im Nebenerwerb Mehr als die Hälfte der Bauernhöfe wird im Nebenerwerb bewirtschaftet und die Betriebsleiter gehen zum Beispiel einem anderen Beruf nach. Darauf weist der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) in Bonn hin und beruft sich dabei auf Zahlen der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen.

Wie der RLV weiter mitteilt, würden im Rheinland von 13.210 Betrieben 59 % und in Westfalen-Lippe von 34.430 Betrieben nur 41,4 % hauptberuflich geführt. Insgesamt bewirtschafteten die 21.220 Haupterwerbsbetriebe bei einer Durchschnittsgröße von 50 ha mit 1,068 Mio. ha etwa 71 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche in NRW. 24.415 Nebenerwerbsbauernhöfe dagegen seien im Durchschnitt 13,1 ha groß und bewirtschafteten immerhin noch knapp 320.000 ha.

Während die klassischen Ackerbaugebiete Düren, Rhein-Erftkreis, Rhein-Kreis Neuss, Heinsberg sowie Viersen und Kleve nach RLV-Angaben einen Anteil von mehr als zwei Drittel Haupterwerb aufweisen, sind die Grünlandregionen Siegen-Wittgenstein, Olpe, Euskirchen, aber auch Minden-Lübbecke, Paderborn und Herford durch einen Nebenerwerbsanteil zwischen 65 bis 80 % geprägt.

Im Bergischen Land, in den Mittelgebirgslagen Ostwestfalens und teilweise auch in der Münsterländischen Tiefebene liege der Anteil Haupterwerb knapp unter 50 %, betont der RLV. In den Kreisen Aachen, Mettmann, Wesel, Borken, Recklinghausen und Unna werde jeder zweite Betrieb hauptberuflich geführt. Im Haupterwerbsbetrieb stammt das Einkommen hauptsächlich aus dem landwirtschaftlichen Unternehmen. Im Nebenerwerb werden weniger als 50 % des Betriebseinkommens auf dem Hof erwirtschaftet. (RLV)
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