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06.05.2009 | 09:49
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Eröffnung der ersten SuperEthanol E85 Tankstelle im Herzen Wiens
Wien - Bundesminister Nikolaus Berlakovich, DI Arthur Kratochwil, Geschäftsführer AWI Diskont Tankstellen und AGRANA Generaldirektor DI Johann Marihart haben am Dienstag (05.05.2009) in der Löwelstraße 12, die erste SuperEthanol E85-Tankstelle im Herzen Wiens eröffnet.

 

Eröffnung der ersten SuperEthanol E85 Tankstelle im Herzen Wiens
Der Umweltminister, dessen Dienstfahrzeug mit Bioethanol betrieben wird nahm die erste Tankfüllung der neuen Tankstelle persönlich vor. Minister Berlakovich begrüßt Umweltengagement, wie jenes von den Tankstellenbetreibern AWI und Genol: „Besonders im Verkehrsbereich bedarf es noch einer großen, gemeinsamen Anstrengung, um die Klimaziele zu erreichen. Der Umstieg auf alternative Antriebe spielt da eine ganz zentrale Rolle. Um den zu beschleunigen fördern wir einerseits die Flottenumstellung und seit kurzem auch die Neuerrichtung oder Umrüstung von Tankstellen für alternative Treibstoffe.“

AWI Geschäftsführer Arthur Kratochwil dazu: „AWI ist von der Zukunft von Bioethanol als umweltschonendem Kraftstoff überzeugt. Schließlich spart jeder Liter heimisches Bioethanol, der statt einem Liter Benzin verbraucht wird, rund 50 % CO2 Emissionen. Wir haben daher, in Kooperation mit AGRANA, unseren zentralsten Referenzstandort hinter dem Burgtheater im Bundesland Wien für die Betankung mit SuperEthanol E85 umgerüstet und werden im Laufe des Jahres 2009 drei weitere Standorte in der Prager Straße, Tivoligasse und Simmeringer Hauptstraße folgen lassen“. 

AGRANA, einziger österreichischer industrieller Hersteller von Bioethanol, hat bereits vor dem Inkrafttreten der neuen Bundes-Umweltförderung die Tankstellenumrüstung für SuperEthanol E85 Zapfsäulen unterstützt und wird auch weiterhin die dafür bereitgestellten Mittel zum Ausbau des SuperEthanolvertriebes einsetzen. AGRANA hat zu dem gemeinsam mit dem gesamten Raiffeisen-Konzern die Umstellung der Dienstwagenflotte auf SuperEthanol beschlossen.

„Neben dem Ausbau des SuperEthanol E85-Tankstellennetzes und der Forcierung von SuperEthanol tauglichen Fahrzeugen in der öffentlichen Beschaffung sollte Österreich aus Umweltgründen auch die Erhöhung der Beimischungsziele von Bioethanol zu Benzin nicht aus den Augen verlieren“, sagte AGRANA-Vorstandsvorsitzender Johann Marihart anläßlich der Eröffnung. Er erinnerte daran, dass Frankreich jüngst die Förderung von biogenen Treibstoffen mit der Einführung der zusätzlichen Benzinsorte E10 (Superbenzin mit 10% Bioethanol) unterstützt und sich die französische Mineralölindustrie freiwillig dieser Maßnahme anschließt. „Die Vorteile von Bioethanol sind nicht nur in der Reduktion der CO2 Emissionen zu sehen. Bioethanol ermöglicht auch die sinnvolle Nutzung von qualitativ minderwertigen und daher für die Nahrungsmittelindustrie ungeeigneten Getreideüberschüssen“, so Marihart. 


Wissenswertes über SuperEthanol E85

SuperEthanol E85 besteht aus bis zu 85 % Bioethanol und zum Rest aus Superbenzin. Der Bioethanolanteil wird im AGRANA Bioethanolwerk im niederösterreichischen Pischelsdorf aus den nachwachsenden heimischen Rohstoffen Weizen und Mais erzeugt. Flexible Fuel Vehicles, FFV-Fahrzeuge, können sowohl mit SuperEthanol als auch mit Superbenzin betankt werden, da sie über einen Sensor verfügen, der das jeweilige Mischungsverhältnis Bioethanol-Superbenzin misst und die Fahrzeugelektronik entsprechend darauf einstellt. 

Gemäß einer 2008 veröffentlichten Lebenszyklusanalyse der Joanneum Research Forschungsgesellschaft mbH spart jeder Liter Bioethanol aus dem Werk Pischelsdorf, der statt einem Liter Benzin eingesetzt wird, der Umwelt rund 50 % an CO2 Emissionen. Diese Analyse erfolgte unter Berücksichtigung des gesamten Lebenszyklus vom Anbau der Rohstoffe, deren Düngung, Transport und Verarbeitung zu Bioethanol bis zur Verbrennung im Motor.


Quelle: Lebensministerium Österreich
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