Ein buntes Ferienprogramm für Groß und Klein bietet die Anbietergemeinschaft „Urlaub auf dem Bauernhof“ gemeinsam mit dem Tourismusverband Pfaffenwinkel an. Gastfamilien können ins bäuerliche Umfeld eintauchen und fast überall selbst Hand anlegen. Auch Tagesausflügler sind herzlich willkommen.
Der Spruch „Mama, mir ist langweilig“ wird im Pfaffenwinkel und in der Region Ammersee-Lech in diesem Jahr kaum zu hören sein. Denn die Anbietergemeinschaft „Urlaub auf dem Bauernhof“ und der Tourismusverband Pfaffenwinkel haben sich speziell für ihre kleinen Sommergäste ein buntes Ferienprogramm ausgedacht. „Die Bauernhof-Erlebniswelt Pfaffenwinkel ist ein neues Angebot, mit dem wir die hiesige Region besonders für Kinder und ihre Eltern attraktiv machen möchten“, verrät Gerda Walser, Vorsitzende der Anbietergemeinschaft „Urlaub auf dem Bauernhof Oberbayern“ und Initiatorin des Programms. Außerdem sei es Ziel gewesen, weitere landwirtschaftliche Betriebe ins Tourismusgeschäft einzubeziehen, sodass diese ein zweites Standbein aufbauen können. Die Idee der Bäuerinnen stieß sofort auf große Resonanz: 58 Betriebe aus dem Pfaffenwinkel und der Region Ammersee- Lech schlossen sich auf Anhieb der Initiative an.
Nach Angeboten für Kinder fragen
Von den acht Themenwelten richten sich vor allem die Themenwelten „Spiel & Spaß“, „Ross & Reiter“ sowie „Landwirtschaft hautnah“ an Familien. Ein „tierisch-eselig-abenteuerliches Ferienprogramm“ bietet beispiels-weise die Asinella Eselfarm in Pähl. Kinder können mit den Graubeinern über Feld und Wiesen wandern oder auf dem hofeigenen Übungsplatz kleine Zirkusstücke einstudieren. Auf dem Scholz-Hof in Burggen wartet das brave Pony Flocke auf die nächste Streicheleinheit. Kleine Pferdefreunde können es selbst striegeln, satteln und reiten.
Im Oberdinger
Maislabyrinth locken täglich Stempelsuchspiele und Quizfragen die spiel- und ratelustigen Kids. Der eher sportlich orientierte Nachwuchs stellt seine Kletterkünste im Kinderparcours des Hochseilgartens Ammersee unter Beweis und Bauernhofgolf kann im Prinzip jeder spielen, der einen Besenstiel festhalten kann. Verzaubern lassen sich schon die Jüngsten von Bauer Sepps Märchenbühne. Hier fiebern sie mit den Abenteuern von Rehlein Mucki und dem Wichtelmännchen mit und helfen, die bösen Pferdediebe zu jagen. Jeden Mittwochabend liest Bauer Sepp außerdem noch spannende Geschichten am Lagerfeuer. „Die meisten Angebote finden regelmäßig einmal die Woche statt oder zumindest mehrmals im Sommer“, sagt Gerda Walser. Und wenn den Kleinen nach all den Abenteuern der Magen knurrt, dann gibt es meist noch eine zünftige Brotzeit.
Bauernhof hautnah erleben
Auf vielen Höfen können die Familien in den bäuerlichen Alltag eintauchen und Wissenswertes über Tiere und Feldarbeit erfahren. Der Ammertaler Biohof zum Beispiel hat Kennenlerntage für Familien organisiert. Hier erfahren die Heranwachsenden, wie auf einem Biohof gearbeitet wird, welche Apfelsorten es dort gibt und warum die Äpfel ausgerechnet hier Bioäpfel sind. Auf dem Böbinger Hof NeiHausMo dürfen Kinder im Stall mitarbeiten oder einfach nur die vielen Kleintiere streicheln. So oder so, jeder Besucher erhält sein Stalldiplom. Die Bio-Imkerei Nagl in Tauting/Eglfing gewährt Einblick in die Welt der regen
Bienen und bei Silvia Schlögel in Peiting können Kinder sich ihre Lieblingsspeise Spaghetti selbst kochen.
Gerade solche Angebote machen den Urlaub auf dem Bauernhof heute zu einem echten Ferienerlebnis. „Früher war Urlaub auf dem Bauernhof einfach eine günstige Art, Urlaub zu machen. Heute sind die Gäste anspruchsvoller. Sie erwarten Serviceleistungen und Freizeitangebote, sind aber auch bereit, dafür zu bezahlen“, berichtet Gerda Walser. Fast 90 Prozent der oberbayerischen Betriebe arbeiten heute nach Richtlinien des Deutschen Tourismusverbandes. An diesen kann sich der Gast orientieren und auch der Gastgeber weiß, wo er steht. (bbv)