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27.08.2010 | 14:45
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Minister fordert Genkartoffel-Anbauverbot
Zepkow - Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) hat Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) erneut aufgefordert, den Anbau für die gentechnisch veränderte Stärkekartoffel Amflora zu verbieten.

Minister fordert Genkartoffel-Anbauverbot

«Man kann Vermischungen oder Verunreinigungen nicht verhindern und deshalb gibt es keine Koexistenz zwischen konventioneller Landwirtschaft, Bioanbau und Gen-Pflanzen-Anbau», sagte Backhaus am Freitag bei einer Protestveranstaltung in Zepkow. Gentechnik-Gegner aus mehreren EU- Ländern protestierten gegen den bundesweit einzigen Anbau der Genkartoffel Amflora in der Nähe des Dorfes. Eine geplante Feldbesetzung scheiterte.

Die zur Stärkegewinnung bestimmte Amflora wurde nach jahrelanger Prüfung im Frühjahr 2010 von der EU zum kommerziellen Anbau zugelassen. Sie wird vom Chemiekonzern BASF über eine Tochterfirma in Tschechien und Schweden angebaut, in Deutschland nur auf 15 Hektar bei Zepkow. Dagegen gab es bereits mehrfach Protestaktionen, zuletzt versuchten «Feldbefreier» Ende Juli trotz Feldbewachung Pflanzen herauszureißen, wurden aber nach kurzer Zeit gestoppt.

Backhaus sagte, das Land habe keine direkten Einflussmöglichkeiten auf den Anbau, hier müsse Aigner so handeln, wie beim Anbauverbot für den Gen-Mais. Er rechne damit, dass die von Viren befallenen Amflora- Kartoffeln von BASF beseitigt würden. Einen Antrag auf Wiederzulassung als Saatkartoffel - das ursprüngliche Ziel des Anbaus - habe das Unternehmen beim Land bisher nicht gestellt. (dpa)

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Schlagworte
Gen-Kartoffelanbau Aigner Gentechnik BASF Genkartoffel-Anbauverbot Amflora Backhaus

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NRW-Landwirt schrieb am 02.09.2010 08:27 Uhrzustimmen(2) widersprechen(1)
@Opa Koja: Sie meiern Leser Ralf von Mecklenburg letztlich genauso ab, nur wortgewaltiger. Es hat eben nicht jeder soviel freie Zeit wie Sie.
Opa Kolja schrieb am 31.08.2010 09:27 Uhrzustimmen(2) widersprechen(2)
@NRW-Landwirt: Im Gegensatz zu Ihrer Ein-Satz-Abmeierei,befasste ich mich mit dem Thema.Der Vorwurf fällt also eindeutig auf Sie zurück.
Opa Kolja schrieb am 30.08.2010 09:23 Uhrzustimmen(2) widersprechen(2)
@NRW-Landwirt
Im Vergleich zu Ihrem "besonders differenzierten" Ein-Satz-Beitrag,befasst sich mein von Ihnen kritisierter Leserbrief mit dem Thema und versucht nicht den Andersdenkenden nur billig abzumeiern.
NRW-Landwirt schrieb am 29.08.2010 16:41 Uhrzustimmen(2) widersprechen(1)
@Opa Kolja: Sie fallen auf dieser Plattform aber auch nicht unbedingt durch besonders differenzierte Leserbriefe auf.
Opa Kolja schrieb am 28.08.2010 21:26 Uhrzustimmen(3) widersprechen(2)
@ Ralf von Mecklenburg
"Vielleicht ist die Gentechnik ja doch eine Alternative und Amflora der Anfang".
Dieses veraltete Horrorgeschöpf mit der vorgestrigen Antibiotika-Markergentechnik,die von der WHO geächtet und in der EU eigentlich verboten ist,noch als Fortschritt zu bezeichnen ist wohl ein schlechter Witz-oder enormer Ahnungslosigkeit geschuldet.
Keiner will die "Wunderknolle".Weder die Stärkeindustrie, noch Landwirte und Verbraucher.
Da die BASF der Schwarz-Gelben Regierung aber enorme Parteispenden zukommen ließ und weitere in Aussicht stellte,darf sie in Deutschland (noch) angebaut werden.So funktioniert es eben in einer Lobbykratie.Oder wie der Schreiber R.v.M. meinte, "clevere Nutzung". Eine unheilvolle Zukunft-aber ohne uns.Wenn uns die Politik schon nicht vor diesem Desaster schützt und wider besseres Wissen die Profitgier der Agrogentechkonzerne unterstützt,werden wir uns wohl selbst dagegen wehren müssen.Deshalb:Respekt den Feldbefreiern.
Ulla H. schrieb am 28.08.2010 18:57 Uhrzustimmen(3) widersprechen(1)
Kommentar überflüssig!
Herr Ralf aus Mecklenburg kann einem einfach nur leid tun in seiner gnadenlosen Dummheit und in seiner durchsichtigen Anbiederung an die Macht der Agro-Konzerne.
Ralf von Mecklenburg schrieb am 28.08.2010 12:23 Uhrzustimmen(3) widersprechen(1)
Eine triste Veranstaltung

So trist wie das Wetter waren auch die jahrzehntealten Platitüden der Amflora-Gegner in Zepkow. Mit einer Handvoll offensichtlich übermüdeter Neinsager aus Frankreich und England versuchte man zwar den Anspruch auf Internationalität und Großartigkeit aufrecht zu erhalten, doch hätten die wenigen lokalen Journalisten wohl kaum eine Notiz in der Presse hinterlassen, wäre da nicht ein Landesminister namens Backhaus erschienen, um ein wenig von seinem matten Glanz auf die Veranstaltung abzufärben.
Wie tief muss man aber als Minister gesunken sein, um eine Veranstaltung von selbsternannten Feldzerstörern, Gesetzesbrechern und Weltrettern als „Platt-Form“ für seine politischen Nachrichten nutzen zu müssen. Diese Leute, die dem Land Mecklenburg-Vorpommern jährlich viele tausende Euro an Polizeieinsatzkosten aufbürden, weil Ihre Köpfe mit einer Betonmischung aus Rückwärtsgewandheit, Ressentiments, Selbstherrlichkeit und Nichtbegreifen gefüllt sind und damit keine Bewegung im Geiste mehr möglich machen.
So spielten sie wieder einmal Räuber und Gendarm mit der Polizei, um am Ende vielleicht doch noch ein paar Amflora-Pflanzen aus dem Boden reißen zu können. Wir gegen alle ist ihr Credo und so feiern sie sich und die guten alten Zeiten in denen alles prima war, weil sie ja bereits vergangen sind.
Politik aber hat Zukunft zu gestalten Herr Backhaus, und das tuen sie nicht indem sie tote Pferde wie Angst und Hass reiten, um kurzfristig politischen Profit zu erlangen. Nicht jeder, der mit dem Wolf tanzt, wird ein Indianer! Wundern sie sich also nicht, wenn die Mehrheit der Bürger sich angeekelt von der Politik bzw. den Politikern abwendet, um in die Arme von Extremisten zu laufen. Unsere gemeinsame Zukunft braucht die effiziente, clevere Nutzung natürlicher Ressourcen. Vielleicht ist die Gentechnik ja doch eine Alternative und Amflora der Anfang.
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