Profi-Wetter
Freitag, 03.09.2010 | 11:32:40






 

Pflanze

Nachrichten rund um das Thema Pflanzenproduktion.

<< zurück
Proplanta ®  |  10.06.2010

  |  Pflanze:   Gentechnik



Pioneer muss vom Genmais-Skandal betroffene Landwirte unverzüglich entschädigen
Berlin/Hannover - Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat die für den Genmais-Skandal verantwortliche Firma Pioneer aus Buxtehude in Niedersachsen aufgefordert, die betroffenen Landwirte in Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein unverzüglich und unbürokratisch zu entschädigen.




Genmais-Skandal„Für nicht zugelassene Gensaaten gilt in der gesamten Europäischen Union ein absolutes Anbauverbot. Bauern müssen sich darauf verlassen können, dass gentechnikfreies Saatgut garantiert gentechnikfrei ist. Es ist ein Skandal, dass dies offensichtlich weder das Unternehmen Pioneer noch die zuständigen Ministerien in Niedersachsen garantieren können“, sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger.
 
Um weitere Kontaminationen zu verhindern müsse Pioneer dafür sorgen, dass alle betroffenen Ackerflächen öffentlich gemacht werden. Maispflanzen, die aus verunreinigtem Saatgut hervorgegangen sind, müssten noch vor der Blüte verbrannt werden. „Sobald der Pollenflug einsetzt, wird die Kontamination nahezu unkontrollierbar. Die konventionelle und biologische Landwirtschaft, aber auch Betroffene wie die Imker müssen dringend geschützt werden“, sagte die BUND-Gentechnikexpertin Heike Moldenhauer.
 
Der Skandal zeige, dass die Bundesländer ihre Kontrollen verschärfen müssten. Lediglich ein Zehntel des Mais-Saatgutes werde auf nicht zugelassene Gentechnikspuren untersucht, von denen rund sieben Prozent kontaminiert gewesen seien. Die Verunreinigungen des Saatmaises seien offenbar durch Pollenflug bei Freisetzungsversuchen in Ungarn zustande gekommen. „Es kann nicht sein, dass Gentechnik-Konzerne schlampen und die Bauern auf dem Schaden sitzen bleiben. Wenn die Gentechnikfirmen und Behörden nicht in der Lage sind, Freisetzungsversuche von Gentech-Pflanzen zu kontrollieren, dann müssen diese Versuche verboten werden“, sagte Weiger. (bund)
Ihre Meinung ist gefragtArtikel kommentieren
Weitere Nachrichten zum Thema
03.09.2010  Körnermais: Weltweites Wachstum trotz Rückgang in Europa
02.09.2010  Greenpeace präsentiert neuen Einkaufsratgeber
31.08.2010  Grüne protestieren gegen Genkartoffel-Ernte
31.08.2010  Fauler Kuhhandel mit Gentechnik-Konzern? Mit uns nicht!
27.08.2010  Minister fordert Genkartoffel-Anbauverbot
25.08.2010  Weitere gentechnisch veränderte Sojabohne in Brasilien zugelassen
23.08.2010  Genmais: Betroffene Felder veröffentlicht
23.08.2010  Beprobtes Rapssaatgut frei von gentechnischen Verunreinigungen
23.08.2010  Gentech-Pflanzen verseuchen Milch und Tiere
23.08.2010  Erfinder des „Golden Rice“ sprach im Schaugarten Üplingen über Gentechnik
weitere [1117] »
Schlagworte
Mais Genmais Pioneer gv-Pflanzen Gentechnik GVO Gensaatgut
© Proplanta 2006-2010
Diese Seite drucken
Diese Seite weiter empfehlen Diese Seite zu den Favoriten hinzufügen Diese Seite als Startseite festlegen An den Anfang der Seite springen

 

 

 

X
Status
Name / Pseudonym
Kommentar
Status
Website
Senden an
E-Mail-Adresse des Empfängers:
Kommentar:
Ihre eigene E-Mail-Adresse: