Dresden - Die sächsischen Landwirte bearbeiten 2010 rund 717.600 Hektar Ackerland und damit knapp 3.600 Hektar oder 0,5 Prozent weniger als im Vorjahr.
Das ist ein erstes vorläufiges Ergebnis der durch das Statistische Landesamt gegenwärtig durchgeführten Landwirtschaftszählung 2010. Für Getreide einschließlich Körnermais wurde eine Anbaufläche von 401.800 Hektar ermittelt. Damit ist ein Rückgang von 15.000 Hektar oder 3,6 Prozent zu verzeichnen. Getreide bleibt aber die wichtigste Feldfrucht und wächst in diesem Jahr auf 57 Prozent des Ackerlandes heran. Die Anbaufläche von Weizen erhöhte sich um 7.400 Hektar oder 3,9 Prozent auf nunmehr 198.100 Hektar. Somit bleibt Weizen die am häufigsten angebaute Getreideart und beansprucht 49 Prozent der Getreideanbaufläche. Gerste nimmt mit 124.300 Hektar und damit einem Flächenanteil von 31 Prozent die zweite Stelle ein. Die sächsischen Landwirte drillten weiterhin 23.400 Hektar Triticale und 9.700 Hektar Hafer.
Der Anbau von Ölfrüchten nahm um 3.500 Hektar oder 2,6 Prozent zu und erfolgte auf 140.300 Hektar. Die Anbaufläche für Pflanzen zur Grünernte erreichte mit 122.800 Hektar erstmals wieder seit 1998 eine Fläche von über 120.000 Hektar. Sie erhöhte sich um 8.900 Hektar oder 7,8 Prozent und beanspruchte damit 17 Prozent des Ackerlandes. Auf 71.700 Hektar oder 58 Prozent dieser Fläche wurde Silomais angebaut. Auf 19.800 Hektar wachsen Hackfrüchte heran. Das sind 1.800 Hektar oder 8,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Dabei entfallen 12.400 Hektar auf Zuckerrüben und 7.100 Hektar auf Kartoffeln. Die Anbaufläche für Hülsenfrüchte liegt bei 9.400 Hektar und die für Gartenbauerzeugnisse bei 4.800 Hektar. (StaLa)