Die Versuche wurden vom Bundesamt für Umwelt genehmigt und werden in Übereinstimmung mit dem schweizerischen
Gentechnikgesetz durchgeführt, welches erlaubt, Feldexperimente mit gentechnisch veränderten Pflanzen durchzuführen, um die wissenschaftlichen Erkenntnisse über diese Technologie zu erweitern. In dem Feldexperiment in Pully und einem parallelen Feldexperiment an der
Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon in Zürich erforschen Wissenschaftler des konsortium-weizen.ch verschiedene Fragen über die Auswirkungen dieser Pflanzen auf ihre Umwelt. Unter anderem wird untersucht, ob sich eine erhöhte Resistenz des Weizens gegen die Pilzkrankheit
Mehltau, die bereits im Gewächshaus nachgewiesen werden konnte, im Feldexperiment unter natürlichen Umweltbedingungen bestätigt.
Am 23. Juni um 15.30 Uhr hat ein Team von Wissenschaftlern bei dem Feldexperiment in Pully festgestellt, dass Behälter mit einer unbekannten Flüssigkeit von Unbekannten in das Feld geworfen wurden. Der Vorfall wurde von Agroscope Changins-Wädenswil ACW der Polizei gemeldet, die ihre Ermittlungen und Suche nach den verantwortlichen Tätern aufgenommen hat. Der Inhalt der Behälter wird zur Zeit von einem amtlichen Labor untersucht. Die Auswertung eventueller Schäden kann, je nach Art der Flüssigkeit, mehrere Tage oder Wochen in Anspruch nehmen. Bisher zeigen die Weizenpflanzen keine Symptome.
Schon im 2008 wurde das erste Feldexperiment des konsortium-weizen.ch an der Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon ART in Zürich von Vandalen teilweise zerstört, was die Auswertung von wichtigen wissenschaftlichen Daten in starke Mitleidenschaft gezogen hat.
ACW und das konsortium-weizen.ch bedauern diese Aktionen. (ACW)