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Proplanta ®  |  06.12.2008

  |  Verbraucher:   Konsum & Lebenshaltung



Studie: Deutsche trinken mehr Alkohol als andere Europäer
Nürnberg - Die Deutschen greifen Marktforschern zufolge wesentlich häufiger zu Alkohol als andere Europäer.




Studie: Deutsche trinken mehr Alkohol als andere EuropäerLediglich für 18 Prozent der Bundesbürger sind alkoholische Getränke tabu, berichtete das Nürnberger Marktforschungsunternehmen GfK am Freitag. Weniger Anti-Alkoholiker als in Deutschland gebe es nur in den Niederlanden (15 Prozent) sowie in Griechenland und Schweden (je 14 Prozent). Im europäischen Durchschnitt lebt ein Drittel der Bevölkerung abstinent.

Neun Prozent der Deutschen gaben der GfK-Studie zufolge sogar an, täglich ein- oder mehrmals zu alkoholischen Getränken zu greifen. Bei der Getränkewahl der Deutschen steht Bier ganz oben auf der Beliebtheitsskala. Während im übrigen Westeuropa allgemein Wein und Schaumweine bevorzugt werden, trinken 48 Prozent der Bundesbürger am liebsten Bier. Diese Vorliebe wird in Westeuropa nur von den Spaniern übertroffen, die sich der Studie zufolge sogar zu 49 Prozent für den Gerstensaft als Lieblingsgetränk aussprachen. Die als bierliebend geltenden Briten liegen mit 27 Prozent lediglich im Mittelfeld.

41 Prozent der befragten Bundesbürger gaben an, Alkohol hebe ihre Stimmung; sie fühlten sich dadurch «lustiger», berichtete die GfK. In anderen Europäern teilen diese Einschätzung nur wenige. Insgesamt hatte die GfK 17 343 Menschen in 17 Ländern nach ihrem Umgang mit Alkohol befragt. Die Interviewten waren mindestens 14 Jahre alt.

Ein Spitzenplatz bei der Alkoholabstinenz nimmt erwartungsgemäß die islamisch geprägte Türkei ein; dort gaben 80 Prozent an, grundsätzlich keinen Alkohol zu trinken. Bei den Italienern und Portugiesen verzichten der Studie zufolge rund die Hälfte auf Alkohol. Ganz unterschiedlich schätzen Europäer die negativen Wirkungen von Alkohol ein. So glauben drei von zehn Europäern, dass es ihnen erst nach fünf Gläsern Bier, Schnaps oder Wein schlechter gehe. Andere fühlten sich dagegen schon nach zwei Gläsern unwohl. (dpa)
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