Für die Studie habe sie Namenslisten der Abgänger von Sonderschulen, Hauptschulen und Gymnasien verglichen, kündigte sie in einem Gespräch mit der «Neuen Osnabrücker Zeitung» («NOZ» - Freitagausgabe) an. Die Ergebnisse sollen Ende August vorliegen.
Die Wissenschaftlerin glaube, dass die negative Besetzung von Vornamen möglicherweise auch an der Benachteiligung von Migrantenkindern im deutschen Bildungssystem beteiligt sei, berichtet die Zeitung. Der Koordinator der PISA-Studie bei der
OECD, Andreas Schleicher, bekräftigte in der «NOZ« die These. S
chüler mit Migrationshintergrund landeten auch dann oft in der Hauptschule, wenn sich ihre Leistungen mit denen von Schülern in anderen Schulformen messen lassen könnten. Das deutet darauf hin, dass fehlerhafte Einschätzungen eine Rolle spielten. Für die Vorgängerstudie hatte Kaiser dem Bericht zufolge 24 Modevornamen wie Kevin und Mandy ausgewählt und in einer Online-Umfrage ihre Wirkung auf Grundschullehrer getestet.
Die meisten ordneten die Träger solcher Namen einem bildungsfernen Unterschichtmilieu zu. Kevin führte dabei die Rangliste der unbeliebten Namen an. Positiv bewertet wurden Jungen mit den Namen Lukas und Jakob. (dpa)