Minister Peter Hauk MdL: "Haltungsbedingungen von Kaninchen müssen verbessert werden"
Stuttgart - Minister Peter Hauk fordert höhere Standards für die erwerbsmäßige Haltung von Kaninchen.
"Die Landesregierung von Baden-Württemberg setzt sich für europaweite Verbesserungen bei der Haltung von Mast- und Wollkaninchen zu Erwerbszwecken ein. Die bisherigen Standards sind nicht ausreichend. Die Haltungsbedingungen sind teilweise nicht hinnehmbar", sagte der Minister für Ernährung und Ländlichen Raum, Peter Hauk MdL, am Freitag (6. Februar) in Stuttgart.
Trotz freiwilliger Initiativen des Handels im Jahr 2007 ist es bisher nicht gelungen, europaweit in allen Betrieben deutliche Verbesserungen der Haltungsbedingungen von Kaninchen zu erzielen. "Leider existieren auf europäischer Ebene keine konkreten Vorgaben zur tiergerechten Haltung von Kaninchen zu Erwerbszwecken. Der Verbraucher muss sich darauf verlassen können, dass Kaninchenfleisch oder Wolle aus einer artgerechten Haltung stammt und die Tiere schonend transportiert und ohne unnötige Schmerzen geschlachtet werden", betonte Hauk.
Baden-Württemberg wird daher im Bundesrat eine Initiative einbringen, mit der auf europäischer Ebene konkrete Vorgaben für eine tiergerechte Haltung von Mast- und Wollkaninchen eingefordert werden. Damit soll eine rasche Verabschiedung der Europaratsempfehlung für das Halten von Kaninchen erreicht werden und europaweit eine tiergerechte Kaninchenhaltung sicher gestellt werden. Durch diese Maßgaben erhalten die Tierhalter und Überwachungsbehörden die notwendigen Vorgaben, um die Stallungen entsprechend beurteilen zu können. Sofern eine europaweite Regelung nicht umsetzbar ist, soll die Bundesregierung entsprechende Regelungen auf nationaler Ebene erlassen.
Hinweise für eine tiergerechte Haltung von Kaninchen in Privathaushalten wurden durch den Landestierschutzbeirat entwickelt. Ein entsprechendes Merkblatt kann im Internet >hier abgerufen werden. (PD)