Wegen der zunehmenden Industrialisierung der Landwirtschaft gehe die Zahl der Bienen kontinuierlich zurück. Wenn der Trend sich fortsetze, würden Honigbienen in Zukunft möglicherweise nicht mehr flächendeckend in ganz Deutschland vorkommen, warnte Walter Haefeker, Chef des Europäischen Berufsimkerverbands, am Montag in München. Gefährdet seien die Bienen durch neuartige Insektengifte, das Verschwinden von Brachflächen, die abnehmende Zahl der Wildblumen und anderer Blütenpflanzen sowie die Gentechnik.
Derzeit gebe es in Deutschland noch 81.000 Imker mit etwa einer Million Völkern, sagte Sepp Daxenberger, Fraktionschef der Grünen im bayerischen Landtag. Das sei ein Viertel weniger als vor zehn Jahren. Wenn es keinen flächendeckenden Bienenbestand mehr in Deutschland gebe, müssten die Bauern vermutlich für die Bestäubung ihrer Felder und Obstwiesen durch die Bienenvölker von Wanderimkern bezahlen, sagte Haefeker. (dpa)