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Proplanta ®  |  09.03.2010

  |  Umwelt:   Naturschutz


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Artenschutz: Mandat für CITES-Konferenz erteilt
Bern - Das Eidgenössische Volkswirtschaftsdepartement EVD hat am Montag das Mandat für die 15. Vertragsstaatenkonferenz des Artenschutzübereinkommens CITES verabschiedet.

Artenschutz: Mandat für CITES-Konferenz erteiltDie Schweiz wird einem besseren Schutz des Blauflossenthunfisches und der gefährdeten Baumarten Rosenholz und Palo-Santo Holz zustimmen. Die Konferenz findet vom 13. bis 25. März 2010 in Doha (Katar) statt.

Verschiedene Staaten wollen kommerziell wichtige Meerfischarten besser schützen. Entsprechende Anträge liegen für drei Arten von Hammerhaien, drei Arten von Requiemhaien, den Dornhai, den Heringshai und den Blauflossenthun vor. Die Schweiz unterstützt diese Anträge. Gerade die Bestände des Blauflossenthun, ein beliebter Sushi-Fisch, sind in den vergangenen Jahren massiv zurückgegangen: laut Schätzungen gab es im Ostatlantik und Mittelmeer 1997 noch über 200.000 Tonnen Biomasse, 2007 waren es weniger als 80.000 Tonnen.

Auch kommerziell bedeutende Baumarten werden zunehmend CITES unterstellt. Brasilien und Argentinien wollen nun den internationalen Handel mit Rosenholz und Palo-Santo Holz regulieren. Aus beiden Holzarten werden vor allem Essenzen international gehandelt. Da die Hölzer durch den Handel gefährdet sind, unterstützt die Schweiz die Anträge.

Zum Afrikanischen Elefanten liegen zwei gegensätzliche Anträge vor. Die Populationen im südlichen Afrika haben sich weitgehend erholt, die Herden in Zentralafrika sind jedoch weiterhin unter Druck. Namibia, Botswana und Zimbabwe durften in einer streng kontrollierten, einmaligen Aktion einen Teil des eingelagerten Elfenbeins von natürlich verstorbenen Tieren und aus so genannten Hegeabschüssen verkaufen. Tansania und Sambia möchten nun ebenfalls einen Teil des eingelagerten Elfenbeins verkaufen und den Erlös für den Unterhalt der Nationalparks - der größte Teil der Elefanten des südlichen Afrika lebt in Parks - verwenden. Für den Antrag spricht, dass die Populationen in beiden Ländern markant größer geworden sind. Die Schweiz wird sich aber vor einer Zustimmung zu diesen Anträgen vergewissern, dass ein Verkauf an strenge Bedingungen geknüpft wird und sichergestellt ist, dass der Erlös dem Management der Parks und Maßnahmen zugunsten der lokalen Bevölkerung zukommt. Kenia, Kongo, Ghana, Liberia, Mali und Sierra Leone verlangen dagegen ein 20-jähriges Moratorium für jegliche Verkäufe von Elfenbein. Die Schweiz steht diesem Antrag kritisch gegenüber, da er nicht geeignet ist, die Schutzbemühungen für alle Elefantenpopulationen zu unterstützen.

Für die 15. Vertragsstaatenkonferenz sind 42 Anträge zur Änderung der Anhänge und rund 100 zusätzliche Tagungsdokumente - etwa Entwürfe von Resolutionen - eingegangen. CITES umfasst 175 Mitgliedstaaten. Die Schweiz ist Depositarstaat; das CITES-Sekretariat ist in Genf. Die Vertragsstaatenkonferenz findet alle drei Jahre statt. Die Delegation der Schweiz wird von Thomas Jemmi, stellvertretender Direktor des Bundesamtes für Veterinärwesen BVET, und von Mathias Lörtscher, Leiter Vollzug CITES beim BVET, geleitet.

CITES schützt über 30.000 Tier- und Pflanzenarten, die durch den internationalen Handel gefährdet sind. Die Arten sollen nur in dem Maß gehandelt werden, wie dies ihre natürlichen Bestände erlauben. Ein nachhaltiger, geregelter Handel ist oft eine effizientere Schutzmaßnahme als ein absolutes Handelsverbot. Je nach Gefährdung werden die Arten in den unterschiedlichen Anhängen gelistet: Die Aus- und Einfuhr von lebenden Exemplaren oder deren Teile und Erzeugnisse ist entweder verboten (Anhang I, mit Ausnahmen) oder nur mit Bewilligung möglich (Anhang II).

Mathias Lörtscher wird vom 13. bis 25. März direkt von der Konferenz bloggen. Die Beiträge finden Sie jeweils im BVET-Blog unter blog.bvet.admin.ch. (EVD)
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