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14.06.2017 | 14:07

Mais-Fronttermin fällt leicht auf 173,75 EUR/t zurück: Brasiliens Maisernte erreicht 97 Mio. t!

Stuttgart/Paris/Chicago - Die internationalen Maismärkte setzten trotz Rückschläge den Aufwärtstrend fort, soll der östliche Corn-Belt mehr Regen bekommen, der westliche dagegen trocken bleiben. Wie erwartet, korrigierte das USDA Brasiliens Maisernte nach oben. In Westeuropa variieren die Maisbestände stark nach Niederschlag und Saatzeitpunkt. Druck kam zuletzt auch von der Rohöl-Schwemme.
Maispreis
(c) proplanta

So notierte der Fronttermin bei US-Mais in Chicago bei 133,92 EUR/t (Freitag: 134,96 EUR/t), an der MATIF in Paris bei 173,75 EUR/t (Freitag: 175,25 EUR/t). Dabei notierte der Novembertermin an der MATIF um 0,75 EUR/t niedriger bei 171,00 EUR/t, der für Januar um minus 0,50 EUR/t bei 173,25 EUR/t. Der Eurokurs lag heute Morgen bei 1,1215 USD/EUR.

Dabei lagen die Preise des Handels für Mais zuletzt bei 165,00 EUR/t (Freitag: 166,00 EUR/t) FOB Bordeaux und 167,00 EUR/t (169,00 EUR/t) FOB Rhein sowie 190,00 EUR/t (Freitag: 190,00 EUR/t) FCO Süd-Oldenburg.

In den USA war die Hitzewelle im Corn-Belt nicht so stark wie vorhergesagt, aber die Maisbestände haben sich auch nicht erholt, zeigten die  Crop-Ratings Anfang der Woche unverändert 68 % gute-exzellente Bonitierungen gegenüber 75 % im Vorjahr und 71 % im Fünf-Jahresmittel, was auch keineswegs dramatisch ist. Nun trübte zuletzt die Aussicht auf Regen im östlichen Corn-Belt die Stimmung, soll es dagegen im westlichen trocken bleiben. Regen gab es bereits in den US-Bundesstaaten Wisconsins und Minnesota. Gut 94 % der US-Maisaussaat sind im Boden, der Rest kann in der laufenden Woche bewerkstelligt werden.

Im Juni-WASDE-Report veranschlagte das USDA die kommende Welt-Maisernte 2017/18 mit 1.031,9 Mio. t um 1,8 Mio. t geringer, was auf das Konto niedriger Maisernten Kanadas und der EU geht, auch die Vorräte werden leicht niedriger erwartet. Die laufende Maisernte Brasiliens und Südafrikas, die noch in das alte WJ 2016/17 fällt, wurde um 1 Mio. t auf 97 Mio. t bzw. auf 16,4 Mio. t angehoben. Den Nerv des Handels traft aber der vom USDA prognostizierte Rückgang der Welt-Maisvorräte von 223,9 Mio. t im WJ 2016/17 auf 195,3 Mio. t im WJ 2017/18, bedeutet dies 13 % Rückgang, der auf den Verkauf überlagerter Maisbestände Chinas von immerhin 20 Mio. t zurückzuführen ist. Dabei will China diese Woche erneut 3,5 Mio. t Mais aus der Ernte 2013 auf dem Markt verramschen.

Zu etwas Marktabkühlung führten die Exportzahlen, die Entwicklung beim Ethanol und Rohöl. Dabei erreichten die Exporte an US-Mais letzte Woche mit 348.600 t (alte Ernte) gegenüber 412.200 t in der Vorvorwoche und 457.200 t zuvor erneut nur ein moderates Ergebnis. Immer noch belasten die Neuverhandlung der NAFTA-Verträge mit Kanada und Mexiko auf Druck US-Präsident Donald Trumps, weitere Maisverkäufe Chinas aus Altbeständen und die Rekordverkäufe an brasilianischem Mais den US-Exportmarkt für Mais.

Schwache Vorgaben bescherten Ethanol und Rohöl, fiel nach guter Entwicklung in der Vorwoche die US-Ethanol-Produktion um 22.000 Barrel auf 999.000 Barrel/Tag zurück, sanken aber auch die Vorräte um 0,8 Mio. Barrel auf 22 Mio. Barrel. Auch der Rohölmarkt brach wieder ein, schickte die OPEC den Rohölpreis in den Keller, ist die Rohöl-Fördermenge im Mai um 1 % auf 32,1 Mio. Barrel/Tag gestiegen. Wenig Unterstützung kam daher vom Rohöl, notierte der Fronttermin heute Morgen für Brent bei 48,86 USD/Barrel (Freitag: 48,86 USD/Barrel), der für WTI bei 46,85 USD/Barrel (Freitag: 46,85 USD/Barrel).

Über die Maisernten Südamerikas herrschte nach dem WASDE-Report etwas mehr Klarheit, korrigierte das USDA Brasiliens Maisernte um 1 Mio. t auf 97 Mio. t nach oben, ließen die Experten dort die Prognosen von CONAB über 98,3 Mio. t und erst recht von CELERES über 107,0 Mio. t kalt, wodurch die Exporte gegenüber dem Vorjahr um 20,0 Mio. t auf 34,0 Mio. t ansteigen würden. Mit Argentiniens Maisernte von 40,0 Mio. t  dürfte die Exportverfügbarkeit um 25,9 Mio.t auf 61,5 Mio. t zunehmen.
proplanta
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