Laut dem
Agrarministerium in Brandenburg sind rund 329,6 Mio. Euro Direktzahlungen auf die Konten von Landwirtschaftsunternehmen geflossen; 5.544 Anträge konnten abschließend bearbeitet werden. In Hessen haben 19.466 Landwirte Direktzahlungen in Höhe von 215,45 Mio. Euro erhalten.
Landwirtschaftsministerin Priska Hinz betonte, dass die schnelle Auszahlung aufgrund der vielen Unsicherheiten in diesem Jahr „besonders wichtig“ sei. Dem Mainzer
Landwirtschaftsministerium zufolge sind rund 188 Mio. Euro Direktzahlungen an 16.100 Landwirte in Rheinland-Pfalz ausgezahlt worden; die durchschnittliche Auszahlungssumme lag bei etwa 11.600 Euro pro Betrieb. Die Summe für die ersten 30 ha beläuft sich auf 299 Euro pro Hektar.
Junglandwirte bekommen eine zusätzliche Prämie von 44,27 Euro/ha für maximal 90 Hektar.
Ressortchefin Daniela Schmitt hob die Bedeutung der Direktzahlungen für die Existenzsicherung der
Betriebe im Kontext der aktuellen Krisen hervor. „Die Direktzahlungen müssen daher auch in der kommenden EU-Förderperiode ab 2023 ein fester Bestandteil der Gemeinsamen
Agrarpolitik bleiben“, sagte Schmitt.
Der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau (BWV), Michael Horper, dankte der rheinland-pfälzischen Verwaltung dafür, dass alle Finanzmittel vor Weihnachten ausbezahlt worden seien. Damit werden die zusätzlich erbrachten Leistungen für die
Ernährungssicherung, den Erhalt und die Pflege der
Kulturlandschaft sowie den Schutz der Umwelt entlohnt.
Günther für GemeinwohlprämieAuch der Freistaat Sachsen hat bereits rund 228 Mio. Euro Direktzahlungen an die Landwirte überwiesen. Nach Angaben des Dresdner Landwirtschaftsministeriums wurden rund 7.300 Anträge genehmigt, die eine Bewirtschaftung auf etwa 890.000 ha unterstützen.
Landwirtschaftsminister Wolfram Günther erinnerte daran, dass sich die Landwirtschaft in einer tiefgreifenden Transformation befinde. Durch die GAP-Reform werde die Unterstützung ab 2023 deutlich stärker als bisher an ökologischen Leistungen ausgerichtet. Im nächsten Schritt müsse aber öffentliches Geld nur für öffentliche Leistungen fließen. „Deshalb setze ich mich für die Gemeinwohlprämie ein“, so Günther. Dabei handele es sich um ein Konzept für eine neue Förderlogik, bei der Betriebe für ihre erbrachten
Umweltleistungen finanziell honoriert würden, anstatt wie bisher pauschal nach der bewirtschafteten Fläche.
Thüringen zahlt bis JahresendeDas Thüringer Landwirtschaftsministerium teilte mit, dass Direktzahlungen von insgesamt 193,3 Mio. Euro am 29. Dezember 2022 an 4.015
Agrarbetriebe gezahlt werden sollen.
Agrarministerin Susanna Karawanskij betonte, die Landwirtschaft sei durch die GAP-Reform mit vielen neuen Regelungen konfrontiert; der Krieg in der Ukraine erschwere die Bedingungen. „Da ist finanzielle Planungssicherheit für das nächste Anbaujahr besonders kostbar“, hob Karawanskij hervor.
Bewirtschaftung in benachteiligten Gebieten unterstütztFür die Bewirtschaftung von Flächen in benachteiligten Gebieten wurde in mehreren Bundesländern zudem eine
Ausgleichszulage (AGZ) gewährt. In Hessen wurden 18,1 Mio. Euro an 10.843 Betriebe ausgezahlt.
In Rheinland-Pfalz haben 4.955 Landwirte insgesamt rund 9 Mio. Euro bekommen. Die Zulage war hier erst in diesem Jahr neu eingeführt worden. Damit wurde laut dem Mainzer Landwirtschaftsministerium ein zentrales Vorhaben des Koalitionsvertrages „erfolgreich umgesetzt“. Die AGZ trägt laut Ressortchefin Schmitt dazu bei, die Landwirtschaft in den Höhengebieten zu sichern, in denen naturgemäß viele Betriebe mit einem hohen Grünlandanteil wirtschaften.
Das sächsische Landwirtschaftsministerium hat in diesem Jahr die Auszahlung von rund 16,1 Mio. Euro Ausgleichszulage an 2.985 Agrarbetriebe mit einer Fläche von etwa 303.000 ha veranlasst. In Thüringen haben knapp 2.200 Betriebe eine Summe von rund 21 Mio. Euro AGZ erhalten.
AgE