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08.11.2009 | 14:00 | Futtermittel 

DBV begrüßt GVO-Zulassung für Importfuttermittel

Berlin - Der Deutsche Bauernverband (DBV) begrüßt die Entscheidung der EU-Kommission, die beiden GV-Maissorten MON88017 und MON89034 zum Import zur Verwendung als Futtermittel zuzulassen.

DBV begrüßt GVO-Zulassung für Importfuttermittel
Mit der überaus raschen Entscheidung habe die EU-Kommission verdeutlicht, welche zeitliche Brisanz sich hinter der Zulassung verberge. Mit der GV-Maissorte MIR604 stecke allerdings noch eine weitere Sorte im EU-Zulassungs­verfahren. Auch diese müsste ebenfalls rasch zugelassen werden. Daher sei es dringend erforderlich, dass sich der nächste Agrarrat am 19. November 2009 unbedingt mit der GVO-Zulassung beschäftigt, forderte der DBV.

Kommt es zu einer zeitlichen Verzögerung der Zulassung, dann steht die Eiweißversorgung für die Veredlungsbetriebe in Frage, da das Risiko einer Beimengung der Ware mit nicht in Europa zugelassenen Sorten zu groß wäre. Die GV-Maissorte MIR604 wird nämlich schon heute in den USA in großem Stil angebaut. Noch konzentriert sich die Nachfrage Europas nach Eiweißfuttermitteln auf Südamerika, wo die in der EU zugelassenen GVO-Sorten geerntet werden. Allerdings ist beispielsweise die Ernte in Brasilien schon zu 95 Prozent verkauft, so dass sich in Kürze zwangsläufig die Nachfrage auf die Nordhalbkugel verschieben wird.

Das Risiko einer Beimengung der Ware mit nicht in Europa zugelassenen Sorten steigt damit rapide an. Die Waren aus den USA, dem dann einzigen Lieferanten für den Weltmarkt, wären ohne Zulassung für das dringend auf Importe angewiesene Europa quasi unerreichbar. Mit den Zulassungen schaffe jedoch die Kommission immer nur kurzfristige Entspannung an den Futtermittelmärkten. Viel wichtiger sei, endlich die Nulltoleranz gegenüber nicht zugelassenen GVO abzuschaffen, so die Forderung des DBV. (DBV)
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