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20.06.2021 | 03:23 | Agrarexporte 

Agraraußenhandel der EU zum Jahresauftakt schwächer als 2020

Brüssel - Der Außenhandel der EU-27 mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen und Lebensmitteln hat sich zu Beginn dieses Jahres schwächer entwickelt als zum Jahresauftakt 2020.

Agrarhandel in der EU
Die Agrarexporte gingen im Januar und Februar 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 6 Prozent zurück - Überdurchschnittliche Einbußen bei Weizen und Babynahrung sowie Spirituosen und Käse - Einkäufe der 27 Mitgliedsländer in Drittstaaten noch stärker gesunken als die Ausfuhren - Aber deutlich höhere Ausgaben für Ölschrote und Sojabohnen. (c) proplanta

Wie die Europäische Kommission berichtete, erreichten die betreffenden Ausfuhren im Januar und Februar 2021 insgesamt einen Wert von 28,46 Mrd Euro; das waren 6,0 % weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Einfuhren gingen allerdings noch stärker zurück, und zwar um 12,5 % auf 18,17 Mrd Euro.

Während die EU-Agrarexporte im Februar wieder im Vorjahresvergleich zulegten, lagen die Importe wertmäßig sowohl im Januar als auch im Februar unter dem entsprechenden Niveau von 2020. Auf der Exportseite verringerten sich die Umsätze bei Weizen und Babynahrung besonders deutlich, nämlich um 17,2 % auf 1,08 Mrd Euro beziehungsweise 15 % auf 1,22 Mrd Euro.

Die Ausfuhren von Spirituosen und Käse gingen um jeweils knapp 11 % auf 1,02 Mrd Euro beziehungsweise 884 Mio Euro zurück. Kräftig gestiegen ist dagegen der Export von Speiseölen, und zwar um fast ein Viertel auf 588 Mio Euro. Absolut nahmen jedoch die Ausfuhrerlöse für Schweinefleisch mit 124 Mio Euro oder 7,7 % auf 1,74 Mrd Euro am stärksten zu; es war zugleich der größte Posten.

Auf der Importseite sind dies mit Abstand die tropischen Früchte, deren Einfuhren aber gegenüber Januar und Februar 2020 wertmäßig um 17,0 % auf 2,00 Mrd Euro eingeschränkt wurden. Relativ noch stärker drosselten die 27 Mitgliedsländer in Drittstaaten ihre Einkäufe von Rindfleisch, Spirituosen, Getreide und Schokolade. Dagegen stiegen die Einfuhrausgaben für Ölschrote um mehr als ein Drittel auf 1,20 Mrd Euro und die für Sojabohnen um 15,5 % auf 937 Mio Euro. Damit waren dies die beiden größten Posten bei den EU-Agrarimporten, hinter den tropischen Früchten.

Kräftiger Umsatzzuwachs mit Nigeria



Mit maßgeblich für den Rückgang der Agrarausfuhren der EU-27 war die Handelsentwicklung mit dem Vereinigten Königreich. Die betreffenden Erlöse verringerten sich in der Berichtsperiode gegenüber 2020 um 17,3 % auf 5,38 Mrd Euro. Aber auch die Exporte in die USA gingen zurück, nämlich um 8,3 % auf 3,16 Mrd Euro. Besonders deutlich nahmen hier die Lieferungen von Wein, Bier und Softgetränken ab.

Erheblich schwächer als im Vorjahr verlief zudem das Exportgeschäft mit Russland und Japan; hier verringerten sich die EU-Agrarexporte um 12,7 % auf 1,16 Mrd Euro sowie um 11,7 % auf 1,06 Mrd Euro. Dagegen gewann der Agrarexport nach China weiter an Bedeutung. Die Volksrepublik steigerte ihre Bezüge an Agrarrohstoffen und Lebensmitteln aus der EU-27 in den beiden Berichtsmonaten insgesamt um 21,6 % auf 2,98 Mrd Euro.

Stärker gefragt waren von der Volksrepublik insbesondere Schweinefleisch und Grobgetreide. Die in der Schweiz von der EU generierten Ausfuhrerlöse erhöhten sich um 2,3 % auf 1,47 Mrd Euro. Auffallend kräftig legten die Agrarexporte nach Nigeria zu, nämlich um fast die Hälfte auf 256 Mio Euro. Ausschlaggebend dafür waren der Kommission zufolge größere Lieferungen an Weizen in das afrikanische Land.

Einfuhren von der Insel brechen ein



Auch bei den Einfuhren der 27 Mitgliedstaaten an Agrarprodukten und Lebensmitteln sticht die Geschäftsentwicklung mit dem Vereinigten Königreich negativ heraus. Die Importe von dort brachen regelrecht ein, nämlich um 54,3 % auf 1,16 Mrd Euro. Die EU-Kommission macht dafür das Ende der Brexit-Übergangsphase verantwortlich.

Die Lieferungen aus den USA nahmen um 9,7 % auf 1,84 Mrd Euro ab, wobei hier vor allem der Handel mit tropischen Früchten zurückging. Dagegen erhöhten sich die Importausgaben für US-Sojabohnen spürbar. Der Wert der EU-Agrarimporte aus Brasilien reichte in den ersten zwei Monaten 2021 ebenfalls nicht an das Vorjahresniveau heran.

Die Einfuhren verringerten sich um 4,4 % auf 1,35 Mrd Euro. Und auch die Lieferungen aus der Ukraine und aus China blieben hinter dem Vorjahreswert zurück. Aus der Ukraine bezogen die 27 Mitgliedsländer Agrarprodukte für 1,04 Mrd Euro; das waren 14,0 % weniger als im Januar und Februar 2020. Die Bezüge aus China nahmen um 12,1 % auf 858 Mio Euro ab.
AgE
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