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19.05.2012 | 18:45 | EU-Agrarhaushalt 

Rumänien erhält 2,5 Mrd. Euro Agrarsubventionen

Bukarest - Der rumänischen Landwirtschaft stehen im laufenden Jahr Fördermittel aus dem EU-Haushalt von rund 2,5 Mrd. Euro zur Verfügung.

Agrarsubventionen
(c) proplanta

Wie Landwirtschaftsminister Daniel Constantin kürzlich mitteilte, entfallen davon 1,1 Mrd. Euro auf die Agentur für Zahlungen und Intervention in der Landwirtschaft (APIA) und 1,4 Mrd. Euro auf die Agentur für ländliche Entwicklung und Fischerei (APDRP).

Der neue Agrarminister stellte fest, dass in der Vergangenheit zwar viel Geld in die Dörfer investiert worden sei, beispielsweise in die Wasser-, Kanal- und Gasversorgung; die Menschen dort hätten aber nicht das Geld, um von den Angeboten Gebrauch zu machen. Regierung und Landwirtschaftsministerium müssten sich deshalb mehr als bisher mit der makroökonomischen und sozialen Entwicklung der Dörfer befassen. Dazu gehöre neben der dringenden Frage der Bewässerung auch derAusbau der Verkehrsinfrastruktur mit dem Ziel, das „Land“ enger in die Gesamtwirtschaft einzubinden.

Der Aufbau moderner Bewässerungsanlagen in der Landwirtschaft steht dem Minister zufolge in engem Zusammenhang mit dem von allen Regierungen geforderten Ziel, Rumänien zu einem Agrarexportland zu entwickeln.

Rückendeckung in dieser Frage erhielt Constantin vom Vorsitzenden des Agrarausschusses im Bukarester Parlament, Adrian Radulescu. Die voraussichtlich kleinere Agrarproduktion in diesem Jahr sei auf Trockenheit beziehungsweise das Fehlen von Agrarbewässerungsanlagen zurückzuführen. Angesichts eines aktuellen Bewässerungsareals von nur 70.000 ha bei einer gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche von 8 Mio. ha brauche man nicht über Details zu diskutieren, sondern müsse das Bewässerungssystem neu überdenken, verlangte der Komitee-Vorsitzende.

Derweil wurde der Agrarökonom Dr. Achim Irimescu zum neuen Staatssekretär im Bukarester Landwirtschaftsministerium ernannt. Irimescu soll die Mittel und Projekte bei den Agenturen APIA und APDRP koordinieren und dabei die Kontakte zu den technischen Abteilungen der EU-Kommission halten. Er ist mit den Gegebenheiten in Brüssel bestens vertraut, da er mehrere Jahre als Ständiger Vertreter Rumäniens bei der EU tätig war. (AgE)


Top-200 der Agrar-Subventionsempfänger in Deutschland
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