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20.06.2021 | 00:03 | Ernte 2021 

Raiffeisenverband schätzt Getreideaufkommen etwas höher als bisher

Berlin - Angesichts der zuletzt günstigen Witterungsbedingungen hat der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) seine Prognosen für die diesjährige Getreide- und Rapsernte wieder angehoben.

Getreidebau 2021
Prognose auf 44,2 Millionen Tonnen angehoben - Auch die Winterrapsernte höher als im April geschätzt - Zeitpunkt des Erntestarts in diesem Jahr von besonderer Bedeutung - Getreidemarktexperte Seedler schließt bei Verzögerung des Druschbeginns lokale Versorgungsprobleme nicht aus - Die nächsten drei Wochen für Erträge entscheidend. (c) proplanta

Im Hinblick auf das Getreideaufkommen rechnet der Verband nun mit 44,2 Mio t, nach zuvor 43,7 Mio t. Das Vorjahresergebnis würde demnach um etwa 900.000 t übertroffen.

Die Rapsernte prognostiziert der DRV aktuell auf annähernd 3,7 Mio t; das wären 160.000 t oder knapp 5 % mehr als 2020. Die Getreide- und Rapsbestände haben sich laut Raiffeisenverband in den vergangenen Wochen weiterhin gut entwickelt und ihren Vegetationsrückstand teilweise aufgeholt.

„Lagen die Pflanzen in ihrer Entwicklung im Vormonat noch zwei bis drei Wochen zurück, sind es heute nur noch eine Woche bis zehn Tage“, erklärte DRV-Getreidemarktexperte Guido Seedler am Dienstag (15.6.) in Berlin. Entscheidend sind laut Seedler die kommenden drei Wochen.

Viele Getreidearten und auch der Raps befänden sich in der Kornfüllungsphase; beim Weizen stehe diese noch bevor. Da diese Kultur fast die Hälfte der Getreidefläche ausmache, habe ihr Ertrag großen Einfluss auf das Gesamtergebnis.

Insbesondere in der Kornfüllungsphase brauchten Getreide und Raps eine ausreichende Wasserversorgung, stellte Seedler fest. Diese sei in Deutschland derzeit im Süden und Westen noch vorhanden; im Norden und Osten werde das Wasser aber langsam knapp. „Dort brauchen wir sehr bald Regen in nennenswertem Umfang“, betonte der DRV-Getreidemarktexperte.

Ware von 2020 knapp



Seedler hob ferner hervor, dass der Zeitpunkt des Erntebeginns in diesem Jahr von besonderer Bedeutung sei, da Ware aus dem Jahr 2020 kaum noch vorhanden sei. Aufgrund des anhaltenden Vegetationsrückstands sei davon auszugehen, dass die Getreideernte in den ersten Julitagen mit der Wintergerste starten werde. Das wäre rund eine Woche später als im Mittel der Jahre, so der Fachmann.

Sollte sich der Ernteauftakt aber weiter verzögern, könnten lokale Versorgungsprobleme nicht ausgeschlossen werden. Die genossenschaftlichen Unternehmen bereiteten ihre Erfassungsläger derzeit auf die diesjährige Ernte vor, damit die reibungslose Einlagerung von Getreide und Raps beginnen könne.

Auch stünden die Genossenschaften der Landwirtschaft weiterhin als verlässliche Partner in der Vermarktung zur Seite, betonte Seedler. Ihr Ziel sei es, das bestmöglichste Ergebnis für die Mitglieder in einem Marktumfeld zu erzielen, dass unter anderem durch weiterhin enge Versorgungsbilanzen und einen hohen Importbedarf Chinas gekennzeichnet sei.

Weniger Körnermais



Mit Blick auf die Getreideernte rechnet der Raiffeisenverband im Einzelnen jetzt mit einer Weizenerzeugung von 23,0 Mio t, womit die Menge von 2020 um 840.000 t oder knapp 4 % übertroffen würde. Für die Wintergerste wird eine Steigerung um 195.000 t beziehungsweise gut 2 % auf 9,0 Mio t erwartet.

Die Produktion von Roggen einschließlich Wintermenggetreide soll ebenfalls um mehr als 190.000 t oder rund 5 % auf annähernd 3,7 Mio t zulegen, die Körnermaiserzeugung dagegen um etwa 210.000 t oder gut 5 % auf 4,0 Mio t abnehmen.

Einen flächenbedingt kräftigen Rückgang der Menge sagt der DRV für die Sommergerste voraus; deren Aufkommen dürfte der Prognose zufolge mit knapp 1,7 Mio t um 350.000 t beziehungsweise gut 17 % kleiner ausfallen als im Vorjahr. Dagegen wird mit Blick auf den Hafer und der hier erfolgten Anbauausweitung eine Zunahme der Erntemenge um 120.000 t oder etwa 17 % auf gut 830.000 t erwartet. Für Triticale lautet die aktuelle Vorhersage gut 2,1 Mio t, was verglichen mit 2020 eine Zunahme um 100.000 t oder 5 % bedeuten würde.
AgE
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