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03.10.2022 | 03:53 | Schlachtrindermarkt 

Rinderpreise auf dem Rückzug

Schwäbisch Gmünd - Nachdem die Schlachtrinderpreise seit Mitte letzten Jahres stetig angestiegen sind, setzte nach den Osterschlachtungen allmählich ein rückläufiger Preistrend ein.

Rindermarkt
(c) proplanta

Zuvor reichte das flächendeckend knappe Angebot kaum aus, um die rege Nachfrage der Schlachtunternehmen zu decken. Der harte Wettbewerb um die knappen Schlachttiere führte dazu, dass nahezu wöchentlich neue Rekordpreise möglich wurden.

Der Handel mit Rindfleisch wurde im Frühjahr vor allem von Artikeln für die Hackfleischherstellung dominiert, zu Ostern nahm auch das Interesse an Edelteilen wieder zu, besonders im Gastronomiebereich. Da auch die Rindfleischimporte gering ausfielen, blieb die Ware EU-weit knapp und das Preisniveau entsprechend hoch.

Saisontypisch bedingt sind die Nachfrage und damit auch die Preise mit den steigenden Temperaturen gesunken. Während die private Nachfrage im LEH schwächelte, wurden von einem zufriedenstellenden Absatz an die Gastronomie und im europäischen Export berichtet.

Die Preissteigerungen im Lebensmitteleinzelhandel haben die Nachfrage nach Bio-Rindfleisch insgesamt spürbar eingebremst. Die Erzeugerpreise für Bio-Schlachtkühe gingen auch im August zurück und lagen nur noch bei 4,74 €/kg SG. Die Nachfrage nach Bio-Rindfleisch hat im September wieder leicht angezogen, sodass für die nächsten Monate mit einer stabilen Nachfrage und stabilen Preisen gerechnet werden kann.

Jungbullen



Die Nachfrage nach Jungbullen hat nach Osten deutlich nachgelassen. Dadurch überstiegen die angebotenen Stückzahlen die Nachfrage der Schlachtunternehmen. Während der Grillsaison waren verstärkt Artikel vom Schwein gefragt. Ende August stand im Einzelhandel wieder die Umstellung des Fleischsortiments an. Das deftige Rindfleisch wurde wieder verstärkt geordert. Die Nachfrage nach Jungbullen konnte zweitweise nicht vollständig bedient werden. Ende September wurde die Nachfrage wieder ruhiger.

Für das schwache Fleischgeschäft sind die angebotenen Stückzahlen ausreichend. Das Kaufinteresse für Jungbullenfleisch im LEH ist bei den Verbrauchern aufgrund der gestiegenen Lebenshaltungskosten verhalten, günstigeres Verarbeitungsfleisch ist gefragter als die teureren Edelteile.

Während Jungbullen in der Spitze in KW 13 im Südwesten 5,89 €/kg SG (E-P) erreichten, fiel der Jungbullenpreis bis auf 4,47 €/kg SG in KW 23 zurück. Bedingt durch ein nicht bedarfsdeckendes Lebendviehangebot konnten vor allem bei den Jungbullen nach dem Sommerloch wieder festeren Auszahlungspreisen erzielt werden. Mit den Schlachtungen für den Sortimentswechsel im LEH konnten sich die Preise im August weiter befestigen. Im September sorgte die ausgeglichene Marktlage für gleichbleibende Preis.

In KW 38 erzielten Jungbullen in Baden-Württemberg im Schnitt 5,01 €/kg SG (E-P). Die Schlachtunternehmen klagen zwar über die relativ hohen Preise, das überschaubare Angebot an Jungbullen dürfte die Preise aber weiter stabil halten.

Schlachtkühe



Am Schlachtkuhmarkt stand im Juni ein kleines Angebot einer saisonal bedingt ruhigen Nachfrage ausgeglichen gegenüber. Die hohen Temperaturen und fehlende Niederschläge führten allerdings mehr und mehr zu Futterknappheit. Im August wurden die Kuhbestände daher verstärkt ausselektiert. Die kurzfristig umfangreich angebotenen Stückzahlen bei gleichzeitig saisonal-bedingt schwacher Rindfleischnachfrage erhöhten den Druck auf die Schlachtkuhpreise. Besondere schwächere Qualitäten hatten deutliche Abschläge zu verzeichnen.
LEL Schwäbisch Gmünd
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