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17.10.2021 | 00:04 | Schweinemärkte 

Schlachtschweinepreise stabilisieren sich nur in Teilen Europas

Bonn - Am deutschen Schlachtschweinemarkt soll es laut Marktbeteiligten hier und da wieder etwas mehr Nachfrage für schlachtreife Tiere geben.

Schlachtschweine
Deutscher Schlachtschweinemarkt bleibt gut versorgt - Große Schlachtunternehmen drücken Notierung diesmal nicht nach unten - VEZG-Preis bleibt mit 1,20 Euro auf niedrigem Niveau stabil - Auch in Dänemark und Frankreich sowie weiteren Staaten keine Änderung - Dagegen erneut Abschläge im Süden der EU - Fortgesetzt schwieriger Fleischmarkt. (c) contrastwerkstatt - fotolia.com

Insgesamt bleibt das Lebendangebot im Vergleich zur verhaltenen Nachfrage der Schlachtbetriebe aber umfangreich. Die großen Schlachtunternehmen bauten zuletzt jedoch keinen neuen Druck mehr auf, um die Schlachtschweinenotierung noch weiter zu drücken.

Die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) ließ am Mittwoch (13.10.) ihre Preisempfehlung mit 1,20 Euro/kg Schlachtgewicht (SG) unverändert. Am Fleischmarkt blieb eine die Situation entspannende Belebung aus. Zwar nimmt die Nachfrage laut Analysten nach dem Ende der Sommerferien in der Europäischen Union saisonal zu, doch wächst das Angebot mit und es gibt immer noch große Lagerbestände.

Der harte Konkurrenzkampf der EU-Fleischanbieter um Kunden am Binnenmarkt setzt sich fort. Immerhin konnten sich nach den vorherigen Abschlägen die Schlachtschweinenotierungen in Mittel- und Nordeuropa diese Woche stabilisieren. Manche Marktbeteiligen hoffen, dass die Bodenbildung vielleicht erreicht sei. In Belgien, den Niederlanden, Frankreich und Österreich blieben die Notierungen auf dem Vorwochenniveau konstant.

Der Verband landwirtschaftlicher Veredlungsproduzenten (VLV) sprach von einem weitgehend ausgeglichenen Markt in Österreich, wenngleich der Warenstrom vom Maststall bis zum Einzelhandel eher schleppend verlaufe. Immer wieder gebe es Dumpingangebote aus anderen EU-Ländern, worunter vor allem Marktteilnehmer mit dem Gütesiegel der Agrarmarkt Austria (AMA), die auf heimische Rohstoffe setzten, litten.

Danish Crown (DC) ließ seinen Ankaufspreis für Schlachtschweine zuletzt ebenfalls unverändert und berichtete von einer Seitwärtsbewegung des Schweinefleischmarktes. Probleme seien weiterhin fehlende Arbeitskräfte für das Entbeinen von Fleisch, das Überangebot bei anderen Teilstücken, der fehlende Chinaexport sowie die coronabedingt noch beeinträchtigte Nachfrage, erklärte DC. Allerdings würden hier und da Lockerungen der Pandemie-Beschränkungen zu etwas mehr Marktaktivität führen.

Preisdruck in Spanien



Weiter unter Preisdruck standen in dieser Woche die Schweinemärkte in Südeuropa. In Italien gab die nationale Schlachtschweinenotierung um 2,7 Cent/kg Lebendgewicht (LG) nach. Am spanischen Mercolleida ging es um 2,8 Cent auf 1,051 Euro/kg LG nach unten; das war das tiefste Niveau für Mitte Oktober seit mehr als zehn Jahren. Vom einstigen Höhenflug der Preise im späten Frühjahr 2021, mit einer Notierung oberhalb der Marke von 1,50 Euro aufgrund des damals noch boomenden Chinaexports, ist nichts mehr geblieben.

Innerhalb von 18 Wochen haben die Schlachtschweine in Spanien an Wert gut 50 Cent/kg LG oder ein Drittel eingebüßt. In dieser Woche hat sich bei einem saisonal steigenden Lebendangebot die Marktlage verschärft, weil aufgrund des Nationalfeiertags die Vermarktung eingeschränkt war. Dies hat zu einem Überhang an Schweinen und einem Anstieg der Schlachtgewichte um rund 700 g geführt. Deshalb wird auch diese Woche der Markt gut mit schlachtreifen Tieren versorgt sein, und mit dem 1. November steht der nächste Feiertag mit geschlossenen Schlachthöfen vor der Tür.

EU-Preis ein Viertel unter Vorjahresniveau



In der Woche zum 10. Oktober hatten noch nahezu alle Schweinemäster in der EU mehr oder weniger starke Preisabschläge hinnehmen müssen. Nach Angaben der Brüssler Kommission zahlten die Schlachtbetriebe für Tiere der Handelsklasse E im Schnitt der Mitgliedstaaten 132,40 Euro/100 kg SG; das waren 1,60 Euro oder 1,2 % weniger als in der Vorwoche. Das vergleichbare Vorjahresniveau wurde um 24,1 % verfehlt. Wie bereits zuvor mussten auch in der Berichtswoche die Erzeuger in Lettland und Litauen überdurchschnittlich starke Erlöseinbußen verkraften, die bei jeweils 5,0 % lagen.

In Rumänien und Belgien fielen die Preiskürzungen der Schlachthöfe mit 4,0 % beziehungsweise 3,4 % ebenfalls deutlich aus. In den Niederlanden, Frankreich, Spanien, Deutschland und Österreich ging es zwischen 1,6 % und 2,4 % nach unten. In Finnland, Dänemark, Tschechien und Bulgarien konnten sich dagegen die Schlachtschweinepreise halten. Lediglich zwei Staaten meldeten anziehende Preise nach Brüssel: In Kroatien gab es ein Plus von 0,8 %; in Polen sollen die Fleischproduzenten laut Kommission entgegen dem EU-Trend 2,8 % mehr Geld für Schlachtschweine gezahlt haben.

Die von vielen Staaten beim EU-Agrarrat diese Woche geforderten Hilfsmaßnahmen für die gebeutelten Schweinehalter wurden von EU-Agrarkommissar Janusz Wojciechowski abgelehnt. Er wies darauf hin, dass die Landwirte bisher nicht mit einer Verringerung der Schweineproduktion reagiert hätten und Sondermaßnahmen, wie beispielsweise Beihilfen zur Privaten Lagerhaltung (PLH), zu einer anhaltenden Überproduktion führen könnten.
AgE
EU-Marktpreise für SchlachtschweineBild vergrößern
EU-Marktpreise für Schlachtschweine
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