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03.02.2017 | 09:48 | Agrarwirtschaft 2015/16 
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Verluste in nahezu allen Betriebszweigen

Hannover - Nach dem drastischen Einbruch der Unternehmensergebnisse der landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland zwischen den Wirtschaftsjahren 2013/14 und 2014/15 um 34 Prozent sind die Gewinneinbußen aktuell geringer ausgefallen.

Agrarwirtschaft 2015/16
(c) proplanta

Die Unternehmensergebnisse über alle Betriebszweige hinweg sind nach einer Auswertung des Deutschen Bauernverbandes (DBV) zwischen dem Wirtschaftsjahr 2014/15 und 2015/16 um 8,4 Prozent zurückgegangen.

Hätten die Betriebe nicht so sparsam gewirtschaftet, wäre der Rückgang allerdings deutlicher ausgefallen, schreibt der Landvolk-Pressedienst. Eine Ersparnis brachte der Wegfall der Milchquote mit sich, rund 13.600 Euro sparten die Milchviehbetriebe durchschnittlich.

Der geringe Auszahlungspreis für die Milch, der die Betriebe durchschnittlich 18.730 Euro kostete, konnte dadurch zumindest in Teilen kompensiert werden, das Unternehmensergebnis bleibt lediglich 5,2 Prozent hinter dem Vorjahresergebnis zurück.

Härter getroffen hat der Preisverfall für landwirtschaftliche Produkte hingegen die Mäster von Schweinen oder Geflügel. Ihr Unternehmensergebnis verschlechterte sich um 13,3 Prozent. Die Einnahmen für Getreide sanken um 5,2 Prozent, für Öl- und Hülsenfrüchte um 11,4 Prozent und die für Zuckerrüben sogar um 21,3 Prozent. Diese Ertragseinbußen bescherten den Ackerbauern ein deutliches Minus im Unternehmensergebnis von 13 Prozent.

Die finanziellen Erträge durch den Kartoffelanbau verbesserten sich um 27,9 Prozent, allerdings ausgehend von einen relativ niedrigen Preisniveau. Die Energie- und Wasserkosten haben sich im Ackerbau um 14,2 Prozent reduziert. Im Vergleich zum Vorjahr ist zudem der Dieselpreis von einen relativ hohen Niveau gesunken.

Die Haupterwerbsbetriebe im ökologischen Landbau konnten ihr Unternehmensergebnis nochmal deutlich um 24,9 Prozent steigern. Stabile oder steigende Preise für tierische und pflanzliche Produkte, erzeugt nach EU-Öko-Verordnung, machen es möglich.

Der Preis für Öko-Kartoffeln beispielsweise hat sich zwischen den Wirtschaftsjahren 2014/15 und 2015/16 mehr als verdoppelt, der Ertrag aus Zahlungen für Agrarumweltmaßnahmen ist um 38,4 Prozent gestiegen. Durchschnittlich erhält jeder Öko-Betrieb dafür 7.200 Euro, im konventionellen Bereich sind es je Betrieb durchschnittlich 3.300 Euro.

Alle Statistiken und Hintergründe liefert der DBV-Situationsbericht 2016/17. Er steht zum Download bereit auf www.bauernverband.de/situationsbericht-2016-17.
LPD
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agricola pro agricolas schrieb am 03.02.2017 15:01 Uhrzustimmen(26) widersprechen(38)
Die Morbidität unseres schwer kränkelnden Agrarsystems: Kleinste Bauern-Trostpflästerchen à la DBV, der Crème de la Crème einer berufsständischen VORZEIGE-Interessenvertretung!? Agrarlobbyismus für wen!? - Mutet vorstehende Auflistung der Einkommesmiseren nicht an wie blanker Hohn gegenüber EUREM zwischenzeitlich extrem ermüdeten, kaum mehr abwehrbereiten bäuerlichen Stimmvieh!? Man wird nicht einmal der Tatsache gewahr, dass das „Immunsystem“ des deutschen/europäischen Bauernstandes mehr und mehr die zuverlässigen Dienste versagt. Ohne den alljährlichen intensivmedizinischen Staatstropf wäre der bäuerliche Überlebensstatus überwiegend bei NULL anzusiedeln. Nicht genug, dass eine unverzichtbare Widerstandsfähigkeit für des Bauern Körper, Geist und Seele zusehends erlahmt, so schmelzen zudem sensationell beschleunigt auch noch deren rechtschaffen über Bauerngenerationen hinweg angesparten „finanziellen Polster“, so denn überhaupt noch vorhanden, in vielen Bilanzen dahin. // Unsere hyperintelligent befähigten Vordenkergranden -ja ernsthaft: „hochgeistig befähigt“ muss jeder derselben wohl tatsächlich sein, der die eigenen Pfründe in diesem das Bauernumfeld umschlingenden Dschungel mittels PÖSTCHENGESCHACHERE in unheiliger Allianz durch mannigfaltigste Funktionärsaktivitäten bei Banken, Versicherungen, den vor- und nachgelagerten Bereichen innerhalb der Agrarindustrie etc.pp, dem Vernehmen nach sind damit für den super erfolgreichen Einzelnen Jahreseinkommen von 1,3 Mio., vielleicht sogar noch weitaus mehr, vollkommen legitim zu erwirtschaften- wenn selbige somit ihre eigenen Schäfchen absolut im Trockenen haben. Diesen initiativ doch erheblich prägenden Erfolgsgaranten unserer „bäuerlichen Erfolgsstory“ eingangs des 21. Jahrhunderts sei beispielgebend auf einem Silbertablett dargereicht, wie deutsche Fleißarbeit real auch einer anderslautenden Wertschätzung obliegen kann, wem und welchen Begleitumständen auch immer geschuldet: Viele Medienportale durchdringt derzeit die Jahresbilanz der Daimler AG, wo nicht verschwiegen wird, dass aufgrund selbiger überaus stolzen Konzernergebnisses im abgelaufenen Kalenderjahr 2016 die gesamte deutsche Belegschaft von etwa 130.000 bzw. 170.000 Mitarbeitern, hier scheiden sich die medialen Geister in der Genauigkeit der Zahlen (Peanuts, eine solch „lächerliche Differenz“, oder!?) nichtsdestrotrotz als „jämmerlich“ anklingende Mitarbeiterboni für JEDEN Mitarbeiter in Höhe von 5.400 Euro gezahlt werden nebst sämtlichen anderen Gratifikationen (Anmerkung: jämmerlich deshalb, weil im vorangegangenen KJ nochmals obendrauf etwa 300,00 € mehr jedem einzelnen Mitarbeiter zugeflossen sind). // WINNER & LOSER, eigenständig erfolgsgestählt (wie vor!?) oder mehr oder weniger mitverschuldet weitgehend fremdgesteuert, bringt nun einmal jedes Wirtschaftssystem hervor: Schön, wenn man sich der ersteren Fraktion zuordnen darf, persönliches Pech, wer sich auch dank durchgängig herausragender berufsständischer Aktivitäten im anderen Negativumfeld mit „ extrem beschädigtem Motor“ geparkt wissen will; dafür gibt es für jeden deutschen Bauern alljährlich das kleine verbale Trostpflästerchen, welches jede noch so tief klaffende betriebswirtschaftliche Wunde abdecken soll. Die tumben Bauern sind ja schließlich, extrem gestählt, auch wesentlich härter im Nehmen -NOCH!!!- und Lebensmittel wachsen ja bekanntermaßen, wie jedes Kind schon weiß, zuverlässig in sämtlichen landesweiten Discounterregalen, ist doch Ehrensache! - ARMES REICHES DEUTSCHLAND! //Werte Frau Hendricks, harren wir also geduldig Ihrer weiteren Dichtkünste, die uns ja nun im eigentlichen noch sehr wenig anhaben können. IHR Weltmarkt um jeden Preis, zu jeder Güte, zu besten Sozialstandards wird Ihren Teller stets bestens füllen, Ehrensache auch für unseren DBV(!) - mit oder vielleicht ganz ohne die tumben deutschen Bauern, an deren Verdruss und einem damit einhergehenden Wegsterben auch Sie sehr sorgfältig, allerdings mit fraglichem Anstand und zusehends wegbrechendem geistigen Niveau fleißig mitarbeiten, wenn NATÜRLICH(!!!) Ihrerseits unter ganz anderen persönlichen Intentionen. Vielleicht hätte es sich der eine oder andere Bauern von Ihnen gewünscht, wenn Sie auf intellektueller Basis mit uns die „Klingen gekreuzt hätten“!? Verband, Politik und Wissenschaft tun tatsächlich dato für jeden deutschen/europäischen Bauern ausschließlich IHR BESTES!!!! Die oben präsentierten Fakten untermauern das recht anschaulich. - Selbst verschuldet, sollte man meinen, wenn deren Schaffenskraft, das gerne und oft angedichtete „freie“ Unternehmertum nicht auf deren Höfen stattfindet, ... oder vielleicht doch nicht ganz!(?)
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