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07.03.2018 | 09:27 | Ökostrom 
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Erneuerbare Energien sind zuverlässig - Reserven dennoch unverzichtbar

Berlin - Die Kombination von Sonnen- und Windkraft auf einem europaweiten Strommarkt minimiert dem Deutschen Wetterdienst (DWD) zufolge das Ausfallrisiko für Ökostrom - eine Absicherung bleibe aber nötig.

Ökostromproduktion
Braucht Deutschland auf absehbare Zeit noch Kohlestrom, oder liefern Sonne und Wind genug Energie? In der Politik wird darüber heftig gestritten. Der Deutsche Wetterdienst hat nachgerechnet. (c) proplanta

Aus meteorologischer Sicht spreche nichts gegen einen weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland und Europa, sagte DWD-Vizepräsident Paul Becker am Dienstag in Berlin.

Eine extreme Windflaute gemeinsam mit einer sonnenarmen Phase lasse sich aber nicht ausschließen. Eine verantwortungsvolle Energiepolitik müsse sich deshalb nicht nur um den Ausbau kümmern, sondern zugleich um eine ausreichende Reservestrategie.

Derzeit liegt der Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch in Deutschland bei etwa einem Drittel. Die große Koalition von Union und SPD strebt bis 2030 einen Ökostrom-Anteil von 65 Prozent in Deutschland an.

«Damit wächst die Abhängigkeit der Stromversorgung vom Wetter natürlich weiter», sagte Becker. Das Risiko einer «Dunkelflaute», also eines Ausfalls von Wind- und Sonnenkraft, ist das wichtigste Argument gegen einen schnellen Ausstieg aus der Stromgewinnung aus Kohle, wie ihn Klimaschützer fordern.

Für ihre Berechnung haben die DWD-Experten europäische Wetterdaten der vergangenen 20 Jahre herangezogen. Sie gingen von Windkraft- und Photovoltaik-Anlagen nach heutigem Stand der Technik aus und von einer regelmäßigen Verteilung dieser Anlagen in Europa. Sie berechneten, wie oft über einen Zeitraum von 48 Stunden in bestimmten Gebieten die mittlere Energieproduktion aus Wind und Sonne unter zehn Prozent der Nennleistung fiel.

Im Fall einer Kombination von Wind an Land und auf See sowie von Photovoltaik in Deutschland waren es zwei Fälle pro Jahr. Bei einer europaweiten Betrachtung von Wind an Land und Solaranlagen trat dieser Fall nur noch 0,2 mal pro Jahr ein.

«Auch wenn sich im Durchschnitt Wind und Sonne gut ergänzen, können Situationen auftreten, in denen in Deutschland aus beiden Energieformen gleichzeitig eine nur geringe Einspeisung zur Verfügung steht», sagte Becker. Dafür brauche es Strategien, etwa Reservekraftwerke, Speicher oder einen «großräumigen Stromaustausch».

Dass europäische Staaten sich je nach Marktlage gegenseitig mit Strom beliefern, ist längst selbstverständlich. Auch auf einem europäischen Strommarkt komme man um eine Strategie zur Absicherung nicht herum, sagte Becker.

Die Berechnungen des Wetterdienstes seien «konservativ», da man von einer gleichmäßigen Verteilung der Solar- und Windkraftanlagen ausgegangen sei, diese aber in Regionen mit besonders günstigen Bedingungen aufgestellt würden, kommentierte der DWD-Vizepräsident. Zudem sei in der europäischen Betrachtung keine Windkraft-Erzeugung auf See eingerechnet, da Daten fehlten.
dpa
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cource schrieb am 14.03.2018 10:53 Uhrzustimmen(6) widersprechen(19)
im kapitalismus wird nicht nach bedarf produziert sondern um eine gewinn marge zu realisieren und wenn die ausbleibt wird halt doppelt und dreifach das gleiche produziert siehe: atom-/kohle-/öl-/gas-/wasser-/wind-/sonnenenergie----erbärmliche deutsche schindergesellschaft
Mabruk schrieb am 07.03.2018 15:27 Uhrzustimmen(17) widersprechen(6)
1.) Energie lässt sich speichern! Wir benötigen daher eigentlich keine Reservekraftwerke mehr.
2.) In diesem Zusammenhang wird gerne eine der zuverlässigsten erneuerbaren Energiegewinnungsmethoden verschwiegen: Biogas erledigt jetzt schon das, was die Kohlekraftwerke erledigen sollen.
agricola pro agricolas schrieb am 07.03.2018 11:06 Uhrzustimmen(32) widersprechen(15)
Nochmals zur Verdeutlichung, auch speziell für Sie, werter Herr Becker:

In den Jahren 2017 und 2018 werden knapp 250 Millionen (!) für die bislang noch nie in Anspruch genommene Sicherheitsreserve deutscher Kohlekraftwerke bereitgestellt.

Eine der größten deutschen Stiftungen -BOSCH- steigt aus der Forschung und Entwicklung von Energiespeichern aus, weil man angeblich keine 20 Mrd. in die Hand und vielleicht (?) in den Sand setzen könne!!! - Was sagt man dazu?

SIEMENS als größter Windanlagenbauer wird den DWD sicherlich mit ganz weit ausgebreiteten Armen in Beraterfunktion herzlichst willkommen heißen, meinen Sie nicht auch, werter Herr Becker!? ;-)

Ganz im Vertrauen darf ich Ihnen vielleicht das ZAUBERWORT(!!!) in dieser Thematik schlechthin zuflüstern: E-N-E-R-G-I-E-S-P-E-I-C-H-E-R.

Wind- und Sonnenlöcher, wie von Ihnen dramatisiert, könnten damit rechtzeitig hinlänglich überbrückt werden. Meinen nicht auch Sie, dass man damit eine weitreichend sinnvolle Verknüpfung bewerkstelligen könnte!?

Ein weiterer herausragender ENERGIESPEICHER schlechthin sind übrigens, man mag es nicht glauben, unsere PFLANZEN; zu simpel vielleicht, um auf diesen Gedanken überhaupt kommen zu wollen!? Die da gespeicherte Energie in Methan umzuwandeln, könnte natürlich eine Dezentralisierung unseres Energiemarktes zügig weiter vorantreiben u. um genau DAS zu verhindern, daran arbeiten nicht wenige Oligarchen beängstigend säbelrasselnd sehr hart. Kurz- bis mittelfristig wohl weit eher ein Traum, wenn auch eine ergebnisorientiert äußerst zielführende Wunschvorstellung. - Wer aber will DAS gegenwärtig schon wahrhaben!?

(ONLY) MONEY MAKES THE WORLD GO ROUND!!! - Wieso verfolgt mich gerade in diesem Zusammenhang der Ohrwurm von Liza Minelli? :-)

Schlussendlich möchte ich den DWD nicht aus den Pflichten eigener gigantischer Herausforderungen entlassen; geschickt fahren Sie, werter Herr Becker, dahingehend bewusst allerdings gezielte Ablenkungsmanöver.

Wie viele Wettersatelliten wurden schon ins Weltall katapultiert? Verbesserung der Erfolgsquoten bei den Wetterprognosen maximal im Sekundenbereich. Welcher astronomische Kapitaleinsatz wurde dafür also sprichwörtlich bereits verpulvert!?

Wir orientieren uns bevorzugt noch heute an alten Bauern-Wetterregeln: „Kräht der Hahn auf dem Mist, ändert sich das Wetter oder es bleibt wie es ist!“

Wenn dereinst insbesondere unsere Wettersatellitensysteme so herausragend zuverlässig funktionierten, wie man das aktuell einem Bauernüberwachungsstaat schon ungelogen bescheinigen darf, so darf man diese Experten sodann berechtigt für den nächsten Nobelpreis vorschlagen. - Nun, zumindest der Energieverbrauch selbiger Rechenzentren ist bereits gigantisch.

Sollten Sie nämlich sehr zügig realiter befähigt sein, verlässliche Langzeitwetterprognosen zur Verfügung stellen zu können, so erhöhten Sie damit eine unverzichtbare Planbarkeit in Vorausschau von möglichen Ausfallrisiken enorm; so manche als defizitär anmutende Sonne-/Wind-Versorgungssituation könnte damit frühzeitig aufgefangen werden.

TIPP: Wo die Langzeitwetterprognosen heute ferner schon herausragend zuverlässig funktionieren ist z.B. in den Wüstengebieten der Sahara oder der Atacama. - Jetzt müssen wir diese Zuverlässigkeit schleunigst enorm erweitern und schon bekommen wir das nächste gigantische Problemfeld vielleicht zunehmend vertrauenserweckend in den Griff.

Wir Bauern werden Ihnen einen solchen Fortschritt sofort ganz sicher zu danken wissen!!! :-)
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