Samstag, 24.07.2021 | 03:12:36
schließen x
Suchbegriff
Rubrik
 Suchen
Das Informationszentrum für die Landwirtschaft
11.11.2020 | 16:43 | Biokraftstoffbranche 

Wollen Deutsche mehr Biokraftstoffe tanken?

Berlin - 65 Prozent der Deutschen bewerten Biokraftstoffe grundsätzlich positiv. Dies hat eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Kantar im Auftrag der Biokraftstoffbranche ergeben.

Biokraftstoffe an der Tankstelle
Laut einer aktuellen repräsentativen Umfrage stehen zwei Drittel aller Deutschen Biokraftstoffen positiv gegenüber. (c) proplanta

Bei einer garantierten Verminderung von mindestens 60 Prozent der Treibhausgase im Vergleich zu Mineralöl sowie nachhaltiger Produktion würden knapp 70 Prozent der Befragten Biokraftstoffe tanken. 43 Prozent aller Befragten rechnen damit, dass Biokraftstoffe im Kampf gegen den Klimawandel an Bedeutung gewinnen werden.

„Wenn über zwei Drittel der Deutschen Biokraftstoffe befürworten, sollte die Politik dies berücksichtigen und für die Erreichung der Klimaziele verstärkt nachhaltige Biokraftstoffe im Straßenverkehr zur Nutzung vorsehen. Die meisten Deutschen halten eine Mischung der Antriebslösungen für den besten Weg”, betont Norbert Schindler, Vorsitzender des Bundesverbandes der deutschen Bioethanolwirtschaft.

Befragte sehen wachsende Rolle von Biokraftstoffen beim Klimaschutz

70 Prozent aller Befragten und sogar die Hälfte aller Skeptiker würden Biokraftstoffe bei zertifizierter Nachhaltigkeit und bei garantierter Verringerung der Treibhausgase von mindestens 60 Prozent tanken. „Dies sind aussagekräftige Werte zur Einstellung der Bürger in Fragen der Klima-Verkehrspolitik, die die Politik nicht ignorieren darf“, so Schindler weiter.

Die Lösung von Klimaschutzfragen im Verkehr sehen die meisten in einer Mischung verschiedener Antriebskonzepte: 49 Prozent finden, dass Elektromobilität einen hohen Beitrag zur Senkung der Klimagase leisten wird. 43 Prozent glauben, dass auch Biokraftstoffe in fünf bis zehn Jahren eine weiter wachsende Rolle bei der Bekämpfung des Klimawandels spielen werden. Brennstoffzellen mit Wasserstoff wird mit 46 Prozent ein ähnlicher Wert bei der Frage um die Antriebslösung der Zukunft zugesprochen.

Heimische Rohstoffe werden bei der Biokraftstoffproduktion bevorzugt

Insbesondere die Schonung von Umwelt und Ressourcen wird von den Deutschen als Begründung für die positive Wahrnehmung von Biokraftstoffen genannt. Besonders gut bewertet wurden heimische Rohstoffe wie Zuckerrüben (77 Prozent), Raps (75 Prozent) oder Futtergetreide (66 Prozent). „Die Studie bestätigt die besondere Bedeutung der regionalen Herkunft für die öffentliche Akzeptanz der Anbaubiomasse.

Futtergetreide, Raps und Zuckerrüben werden für diesen Zweck deutschlandweit auf etwa 850.000 Hektar angebaut und sind damit eine wichtige alternative Einkommensquelle für die heimischen Ackerbaubetriebe. Die hier vorgestellte Umfrage bestätigt, dass die deutschen Rohstoffherkünfte und die Vorteile für Klima- und Umweltschutz differenziert bewerten“, unterstreicht der UFOP-Vorsitzende Detlef Kurreck.

Laut der Umfrage ist lediglich ein Drittel der Befragten skeptisch gegenüber Biokraftstoffen eingestellt. 24 Prozent der Befragten wünschen sogar eine höhere Beimischung von Bioethanol oder Biodiesel. Viele forderten sogar einen 100-prozentigen Anteil von Biokraftstoffen. 

Zertifizierte Nachhaltigkeit als Bedingung für Nutzung von Biokraftstoffen

Als Hauptgrund für eine ablehnende Haltung wird die Nutzung von Agrarrohstoffen zur Energiegewinnung genannt, was nach Ansicht der Skeptiker zu Hunger führe. “Niemand hungert auf der Welt, weil wir in Deutschland Raps anbauen. Ganz im Gegenteil: Verbraucher lieben Raps-Honig und Nutztiere proteinreiches Rapsschrot. Am Ende profitiert die menschliche Ernährung auch vom Fleisch, der Milch oder den Eiern. Wir fordern daher die Politik auf, die Leistungen der Biokraftstoffe zum Klimaschutz und für die agrarische Wertschöpfungskette anzuerkennen und in der Ausgestaltung der nationalen Umsetzung der RED II angemessen zu berücksichtigen“, so OVID-Präsidentin Jaana Kleinschmit von Lengefeld.

Etwa jeder zweite Skeptiker würde Biokraftstoffe tanken, wenn ihm die Nachhaltigkeit garantiert wird. Dies ist bereits heute Standard und seit 2011 vom Gesetzgeber vorgeschrieben. So dürfen nur Biokraftstoffe mit amtlich kontrolliertem Nachhaltigkeitszertifikat verwendet werden, die zu Biokraftstoffen verarbeitete Biomasse darf nicht von schützenswerten oder gerodeten Flächen stammen und der Biokraftstoff muss erheblich zur Senkung von Treibhausgasemissionen beitragen.

In der zertifizierten CO2-Bilanz des regenerativen Biokraftstoffes sind alle Emissionen aus Landnutzungsänderungen, Düngung, dem Kraftstoffeinsatz bei der Ernte, dem Transport, Vertrieb, bei der Herstellung und der Verbrennung im Motor einbezogen. So hilft der Einsatz nachhaltiger Biokraftstoffe nachweislich im Kampf gegen den Klimawandel. 

Die repräsentative Kantar-Umfrage wurde Ende August 2020 im Auftrag folgender Verbände der deutschen Biokraftstoffbranche durchgeführt: der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP), dem Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB), dem OVID Verband der ölsaatenverarbeitenden Industrie in Deutschland und dem Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft (BDBe).
UFOP
Kommentieren
weitere Artikel

Status:
Name / Pseudonym:
Kommentar:
Bitte Sicherheitsabfrage lösen:


  Weitere Artikel zum Thema

Baden-Württemberg: Neues Klimaschutzgesetz soll zeitnah kommen

Schärfere Klimaziele: Industrieverband fordert Infrastrukturprogramm

Geht Klimaschutz auch ohne höheren CO2-Preis?

Pflanzenölpreise steigen weiter

Bundesregierung will nach Klima-Urteil zügig nachlegen

  Kommentierte Artikel

Söder fordert bundesweite Solar-Pflicht für Neubauten

Erzeugerpreise für landwirtschaftliche Produkte steigen deutlich

Kaum Harzer Käse aus dem Harz?

Hemmt Bürokratie Umstellung auf Öko-Landwirtschaft?

EU-Kommission bringt wegen Düngeverordnung weitere Bedenken vor

Bauernverband rechnet mit 45,4 Millionen Tonnen Getreide

Straßen in Bäche verwandelt: Franken von schweren Unwettern heimgesucht

Das Diesel-Harnstoff-Kartell: Hohe Millionenstrafen für VW und BMW

Niedersachsen: Ringen um Zukunft für umweltverträgliche Landwirtschaft

SPD will Hauk Zuständigkeit für Tierschutz entziehen

Nachrichten
Agrarpolitik
Agrarwirtschaft
Unternehmen
Landtechnik
Pflanze
Tier
Bio
Wissenschaft
Wald & Forst
Umwelt
Energie
Verbraucher
Karriere
Landleben
Medizin
IT & Medien
Veranstaltungen
Neuerscheinungen
Service

Agrarnachrichten-Ticker
Schlagzeilen
Tags
Archiv
Premium-News
Agrar-Suchbegriffe
RSS-Channel
Markt & Preis
Warenbörsen
Mannheimer Produktenbörse
Frankfurter Produktenbörse
Stuttgarter Produktenbörse
Bayerische Warenbörse
Würzburger Produktenbörse
Vereinigte Getreide- u. Produktenbörse Braunschweig - Hannover - Magdeburg
Hamburger Getreidebörse
Bremer Getreide- und Futtermittelbörse
Getreide- und Produktenbörse Paderborn
Rheinische Warenbörse
Mitteldeutsche Produktenbörse - Berlin - Brandenburg
Mitteldeutsche Produktenbörse - Dresden
Mitteldeutsche Produktenbörse - Erfurt
Mitteldeutsche Produktenbörse - Halle
Börse Wien
Marktberichte

Warenterminmärkte
CBoT-Weizenpreis
CBoT-Maispreis
MATIF-Weizenpreis
MATIF-Rapspreis
MATIF-Maispreis
EUREX-Schweinepreis
EUREX-Ferkelpreis
Agrarmarkt-Widget
Glossar

Stellenmarkt
Stellenangebote
Stellengesuche
Jobwall
Agrarstudium
Grüne Berufe
Bewerbungstipps
Online-Journal

Marktplatz
Landtechnik
Traktoren
Traktorzubehör
Baumaschinen
Ersatzteile
Erntetechnik
Saattechnik
Fütterungstechnik
Räder
Bodenbearbeitung
Kommunalgeräte
Forsttechnik

Kleinanzeigen
Angebote
Gesuche

Büchermarkt
Angebote

Futtermittel
Suche
Rinderfutter
Kälberfutter
Milchviehfutter
Schweinefutter
Ferkelfutter
Eberfutter

Wetter
Agrarwetter Deutschland
Agrarwetter Baden-Württemberg
Agrarwetter Bayern
Agrarwetter Brandenburg
Agrarwetter Hessen
Agrarwetter Mecklenburg-Vorpommern
Agrarwetter Niedersachsen
Agrarwetter Nordrhein-Westfalen
Agrarwetter Rheinland-Pfalz
Agrarwetter Saarland
Agrarwetter Sachsen-Anhalt
Agrarwetter Schleswig-Holstein
Agrarwetter Thüringen

Wetterrückblick
Niederschlagsradar
Unwetterwarnung Deutschland
15-Tage-Temperaturtrend

Agrarwetter Österreich
Agrarwetter Schweiz
Agrarwetter Frankreich
Météo Agricole France
Agrarwetter Italien
Meteo Agricolo Italia

Profiwetter Deutschland
Profiwetter Österreich
Profiwetter Schweiz
Profiwetter Frankreich
Météo Professionnel France
Profiwetter Italien
Meteo Professionale Italia

Agrarwetter.net

Agrar-Branchenbuch
Alle Rubriken
Produktverzeichnis
Firmenverzeichnis

Behörden
Bildungseinrichtungen
Organisationen
Bio-Handel
Fruchthandel
Direktvermarkter
Innenwirtschaft
Landhandel
Landtechnik
Lohnunternehmen
Pflanzenproduktion
Tierproduktion
Verarbeitung
Beratung
Energie
Hofurlaub
Veranstaltungen
Garten- und Landschaftsbau
Maps
Bodenpreise
GVO

Agrarforum

Veranstaltungen
Messen Ausstellungen
Tagungen Kongresse
Workshops Seminare Vorträge
Info-Veranstaltungen
Feldtage
Auktionen
Feste
Wettbewerbe
Traktor-Pulling

Infothek

Lexikon: 
Landwirtschaft Unkräuter

Wörterbuch: 
Landwirtschaft Landtechnik Pflanzenkrankheiten Pflanzenschädlinge Unkräuter Nutztiere Tiergesundheit

Pflanze: 
Mais Weizen Gerste Roggen Reis Raps Sonnenblume Sojabohne Baumwolle Zuckerrübe Kartoffel Wein Tabak

Tiere: 
Rind Schwein Schaf Ziege Geflügel


Ratgeber

Umfrage

Mediathek
Fotos
Videos
Pflanzenbauberater
PSM-Suche
Pflanzenschutzmittel
Neuzulassungen
Ablauffristen
Aufbrauchfristen
Abgelaufene Mittel
Zulassungsverlängerungen
Auflagen

PSM-Empfehlungen
Herbizide
Fungizide
Insektizide Getreide
Wachstumsregler Getreide

Sorten-Suche
Neue Sorten
Pflanzenzüchter

Regionale Empfehlungen

Garten-Ratgeber
Für angemeldete User
Stellenanzeige schalten
Kleinanzeige schalten
Eintrag ins Branchenbuch
Online-Landvermessung
Wetter-Profile anlegen
Projekte in Maps anlegen
Newsletter-Profil anlegen
Zugang Unkraut-Lexikon
Zugang Premium-News
E-Markttelegramm abonnieren

zur Anmeldung
Service
Bannerschaltungen
Newsticker
Agrarfotos
PR-Meldungen
Agrarmarkt-Informationen
Agrarmarkt-Widget
Wetterfenster für Homepage

Info + Preise

Kontakt