Sonntag, 01.10.2023 | 14:47:25
Vorsprung durch Wissen
schließen x
Suchbegriff
Rubrik
 Suchen
Das Informationszentrum für die Landwirtschaft
01.05.2010 | 04:04 | Studienangebot  

Essen und Ernährung im 21. Jahrhundert: Vier neue Master an der Universität Hohenheim

Stuttgart/Hohenheim - Forschungsorientierte Studien mit modernsten Methoden der Molekularbiologie und starker Bezug zur Praxis. Das versprechen die neuen ernährungs- und lebensmittelwissenschaftlichen Studiengänge an der Universität Hohenheim.

Universität Hohenheim
(c) proplanta
Ob Lebensmittelwissenschaft, Enzym-Biotechnologie, Molekulare Ernährungswissenschaft oder Ernährungsmedizin: Der Bewerbungszeitraum für alle vier Studiengänge beginnt ab dem 17. Mai und endet am 15. Juni 2010.

Ob in Kliniken und Kurzentren, in der Lebensmittelindustrie oder in der Erforschung biomedizinischer Grundlagen; Ernährungsmedizinern, Ernährungswissenschaftlern und Lebensmitteltechnologen der Universität Hohenheim werden viele Beschäftigungsmöglichkeiten vorausgesagt. Studierende lernen biologische, physiologische und molekulare Grundlagen der Nahrungsmittel.

Studierende der Life Sciences profitieren an der Universität Hohenheim vom Schwerpunkt der Agrar- und Ernährungsforschung im Rahmen der Food-Chain, die den Weg der Lebensmittel von der landwirtschaftlichen Produktion bis zur Vermarktung begleitet.

Neben den neuen Angeboten in Ernährungs- und Lebensmittelwissenschaft bietet die Universität Hohenheim im Wintersemester 2010/11 sechs neue Masterstudiengänge in den Forschungs- und Studienkomplexen Biologie, Ernährungs-/ Lebensmittelwissenschaft und Erdsystemwissenschaften.


Lebensmittelwissenschaft- und Technologie (M.Sc.)

Die Be- und Verarbeitung von Rohstoffen der agrartechnischen Produktion bewegt sich im Spannungsfeld zwischen regionaler Produktvielfalt und Globalisierung, der weltweiten Ernährungssicherung und dem individuellen sensorischen Genuss zwischen Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit und zwischen wirtschaftlichen Interessen und gesellschaftlichen Einflüssen.

Studierende werden an der Universität Hohenheim für dieses Feld qualifiziert. Im Studium werden zunächst technologisch relevante naturwissenschaftliche und ingenieurwissenschaftliche Inhalte vertieft. Basierend auf diesem Grundlagenverständnis werden die Studierenden mit der wissenschaftlichen Methodik zur Entwicklung von Lösungsstrategien vertraut gemacht.

Das Masterprogramm ermöglicht über den Wahlbereich eine individuelle lebensmitteltechnologische oder eher analytisch-mikrobiologische Schwerpunktsetzung in die Bereiche Food Processing bzw. Food Quality and Safety.


Enzym-Biotechnologie (M.Sc.)

Mikroorganismen sind besonders gut geeignete Enzymproduzenten, da sie in Bioreaktoren unter kontrollierten, sicheren, standardisierten Bedingungen kultiviert werden und im Vergleich zu anderen Organismen, wie Pflanze und Tier, die höchste Stoffproduktivität leisten.

Studierende der Enzym-Biotechnologie befassen sich mit den Eigenschaften, den Herstellungsmethoden und vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten von Enzymen und in ihrer Anwendung in der Lebensmittelindustrie und für die Bioanalytik. Das interdisziplinär angelegte Masterstudium ist forschungsorientiert ausgerichtet und beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit der wissenschaftlichen Untersuchung und industriellen Verwendung von Enzymen und Mikroorganismen im Bereich der Lebensmittelindustrie und ihrer Zulieferindustrie.


Molekulare Ernährungswissenschaft (M.Sc.)

Der innovative und bisher in Deutschland einmalige Masterstudiengang Molekulare Ernährungswissenschaft befasst sich mit der Wirkung von Lebensmittelinhaltsstoffen auf molekularer, zellulärer und organismischer Ebene unter Einbindung der aktuellen Erkenntnisse der Biochemie, Physiologie, Zellbiologie, Molekularbiologie und Molekularen Medizin.

Dabei soll ein umfassendes Verständnis der molekularen Mechanismen der Wirkung von Nährstoffen im gesunden wie im kranken Menschen vermittelt werden. Der Studiengang verknüpft modernste Erkenntnisse der Biowissenschaften mit aktuellen medizinischen Fragestellungen.

Die Studierenden erhalten eine Ausbildung in einem breiten Methodenspektrum aus Biochemie, Molekularbiologie, Immunologie, Histologie und Instrumenteller Analytik zur Anwendung in der lebensmittelerzeugenden, pharmazeutischen und klinischen Forschung.


Ernährungsmedizin (M.Sc.)

Die Ernährungsmedizin beschäftigt sich mit allen Aspekten der Ernährung auf Grundlage naturwissenschaftlicher und medizinischer Erkenntnisse. Dies umfasst sowohl die biochemische, molekulare und zelluläre Ebene als auch die Betrachtung des Gesamtorganismus bis hin zu soziokulturellen und psychologischen Aspekten.

Ernährungskonzepte für den gesunden Menschen zur Prävention von Erkrankungen in unterschiedlichen Lebenssituationen, die Ernährungstherapie von Kranken sowie die Identifizierung von Nahrungsinhaltsstoffen mit einer positiven Wirkung auf die Gesundheit stehen dabei im Zentrum des Interesses der Ernährungsmedizin an der Universität Hohenheim in Stuttgart. Der Studiengang verknüpft modernste Erkenntnisse der Biowissenschaften mit aktuellen medizinischen Fragestellungen, die im Kontext einer zunehmend alternden Gesellschaft stark an Bedeutung gewinnen.

Die Studierenden erlernen Forschungsprojekte und klinische Studien eigenständig zu planen, durchzuführen und zu präsentieren.


Zulassung und Bewerbung

Die vier Studiengänge sind zulassungsbeschränkt. Bewerber sollten einen Bachelorabschluss mit ernährungswissenschaftlichem oder medizinischem Profil haben und sehr gute Englischkenntnisse nachweisen können. Für die Studiengänge Lebensmittelwissenschaft- und Technologie und Enzym-Biotechnolgie müssen Bewerber einen Bachelorabschluss mit naturwissenschaftlichem oder ingenieurwissenschaftlichem Profil nachweisen. Bewerbungen ab 17.5.2010. Bewerbungsschluss ist der 15.6.2010.

Weitere Informationen unter https://www.uni-hohenheim.de/master.html. (PD)
Kommentieren
weitere Artikel

Status:
Name / Pseudonym:
Kommentar:
Bitte Sicherheitsabfrage lösen:


  Weitere Artikel zum Thema

 Ich will einen dickeren Bizeps - Hilft da Kreatin?

  Kommentierte Artikel

 IGC prognostiziert globale Produktionsdefizite bei Raps- und Sonnenblumensaat

 Gewerkschaften fordern besseren Schutz für Erntehelfer

 Landtechnik-Hersteller melden kräftiges Umsatzplus

 David gegen Goliath: Jugendliche verklagen Staaten auf Klimaschutz

 Wir werden durchgereicht - In der Industrie wachsen die Sorgen

 Sechs Gründe, warum das Regieren für Kretschmann schwierig wird

 Naturschützer von Bürgerentscheid für BMW-Batteriewerk enttäuscht

 Glyphosat-Zulassung: Bayer sieht sich durch Brüsseler Verordnungsentwurf bestätigt

 Sonderkulturen-Anbau: Schlechte Rahmenbedingungen sorgen für teils drastischen Anbaurückgang

 Özdemir: Direktzahlungen ab 2028 in zwei Reformperioden umwandeln