Montag, 20.09.2021 | 01:26:55
schließen x
Suchbegriff
Rubrik
 Suchen
Das Informationszentrum für die Landwirtschaft
13.04.2014 | 13:09 | Neuer Studiengang 

Universität Hohenheim startet neuen Master of Bioeconomy

Stuttgart/Hohenheim - Das dürfte einmalig sein: Eine Universität, die die gesamte Breite ihres Knowhows in einen Studiengang fließen lässt. Der neue „Master of Bioeconomy“ bildet eine Generation von Fachkräften aus, die den knapp werdenden fossilen Rohstoffen eine Alternative entgegensetzen.

Universität Hohenheim
(c) proplanta

Statt auf Erdöl & Co setzt die Bioökonomie auf erneuerbare Rohstoffe und Energie von Pflanzen, Tieren und Mikroorganismen. Studierende des neuen Masters erhalten das notwendige interdisziplinäre Wissen, um den komplexen Umbau unserer Wirtschaft zur Bioökonomie voranzutreiben und spezialisieren sich in einem der Bereiche Wirtschaft, Technik/Prozessoptimierung, Ernährung/Lebensmittel und Agrar. Entsprechend beteiligen sich alle drei Fakultäten Natur-, Agrar- sowie Wirtschafts- und Sozialwissenschaften an der Ausbildung. Bewerbungschluss ist bereits der 15. Juni!!!

Weltweit verbraucht die Menschheit 15 Millionen Barrel Rohöl am Tag! Es steckt in unserer Kleidung, unseren Wohnungen, unseren Verpackungen. Wir brauchen es, um Nahrungspflanzen anzubauen, sie zu Lebensmitteln zu verarbeiten und zu transportieren. Wir nutzen es zum Autofahren, zum Heizen und zur Produktion von Strom. Doch: Erdöl und andere fossile Ressourcen gehen irgendwann in nicht allzu ferner Zukunft zu Ende.

„Die Universität Hohenheim hat sich deshalb über alle Fakultätsgrenzen hinweg den Schwerpunkt Bioökonomie gesetzt“, erklärt der Rektor der Universität Hohenheim, Prof. Dr. Stephan Dabbert. Diese Wirtschaftsweise setzt auf Produkte und Produktionsweisen mit Rohstoffen, die von Pflanzen, Tieren oder Mikroorganismen stammen.

Bioökonomie bedeutet neue Ressourcen, neue Produkte, neue Wirtschaftsweisen



„Die Herausforderung der Bioökonomie ist es, die neuen nachhaltigen Ressourcen möglichst effizient zu produzieren und zu nutzen“, so Agrarwissenschaftlerin Prof. Dr. Iris Lewandowski, die den Studiengang mit konzipierte. Dazu gehöre zum Beispiel die Zucht neuer Pflanzen, die auf kargen Böden mit wenig Wasser wachsen.

„Diese Ressourcen wollen wir für neuartige Produkte nutzen – zum Beispiel Bio-Kosmetika oder gesundheitsfördernde Lebensmittel“, ergänzt Prof. Dr. Lutz Fischer, Studiendekan der Fakultät Naturwissenschaften. „Gleichzeitig gilt es, politische Rahmenbedingungen und Unternehmensziele zu überdenken und gegebenenfalls ganze Produktionsketten neu auszurichten“, betont Prof. Dr. Herbert Meyr aus den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Fachgebiet BWL insb. Supply Chain Management.

Es ist eine komplexe Aufgabe, für die es eine neue Generation von Fachkräften brauche. „Die Bioökonomie braucht Menschen, die ein Grundverständnis aller notwendigen Prozesse haben, um sich dann in bestimmten Bereichen zu spezialisieren“, fasst Rektor Prof. Dr. Dabbert zusammen. „Diese Menschen bilden wir jetzt in einem gemeinsamen Studiengang der Fakultäten Natur-, Agrar- sowie Wirtschafts- und Sozialwissenschaften aus.“

Bioökonomie studieren bedeutet breite Ausbildung mit vertieften Schwerpunkten



So umfassend wie der neue Masterstudiengang ist auch der Personenkreis, den die Universität Hohenheim ermutigt, sich zu bewerben. In Frage kommen Studierende mit einem Bachelor-Abschluss aus den Bereichen Wirtschaftswissenschaften, Naturwissenschaft & Technik, Ernährung & Lebensmittel sowie Agrarwissenschaften und verwandten Gebieten.

Im ersten Jahr vermittelt der Studiengang die Grundlagen der Bioökonomie und das Basiswissen zu allen Aspekten der neuen Wertschöpfungsketten und ihrer Abhängigkeiten voneinander. Drei verschiedene Einführungsmodule holen die Teilnehmer an ihrem jeweiligen Bachelorabschluss ab und vermitteln genug Grundlagenwissen, um mit den Kommilitonen aus anderen Studienrichtungen zusammen zu arbeiten.

Dazu vermittelt der Studiengang Wissen und Methoden für die systematische Analyse von biobasierten Wirtschaftssystemen. Die Themen reichen von der Analyse der biobasierten Ressourcen aus Sicht der Natur- und Agrarwissenschaften bis zur ökonomischen Analyse und Optimierung der Produktion entlang der gesamten biobasierten Wertschöpfungskette.

Das zweite Studienjahr dient der Spezialisierung. In dem „Projects in Bioeconomic Research“ arbeiten die Studierenden mit Industrieunternehmen oder anderen Organisationen für eine systematische Untersuchung zusammen, die ein bestimmtes Produkt von der Entwicklung bis zur Markteinführung verfolgt.

Voraussetzungen für den Studiengang Master of Bioeconomy sind gute Englisch-Kenntnisse und einen Abschluss, der zu den besten 40 % des Jahrgangs gehört. Bewerbungsschluss ist der 15. Juni 2014. (Pd)

Studienangebot Universität Hohenheim
Kommentieren
weitere Artikel

Status:
Name / Pseudonym:
Kommentar:
Bitte Sicherheitsabfrage lösen:


  Kommentierte Artikel

Mühlen suchen verzweifelt nach Hartweizen

Agrarminister fordert Aberkennung der Gemeinnützigkeit für Peta

Getreide-, Mühlen- und Stärkewirtschaft beklagt Kostendruck

2.000 Quadratmeter zum (Über-)Leben?

Zuckerrüben: Zuckerwirtschaft geht von guter Entwicklung aus

Getreideaufkommen auf 42,1 Millionen Tonnen veranschlagt

Mehr Starkregen: Vor allem Städte müssen umdenken

Nur unterdurchschnittliche Getreidernte in Baden-Württemberg 2021

Schwankungen und Starkregen: Schwächere Ernte 2021

Niedersachsen will Abschuss von Wild erleichtern

Nachrichten
Agrarpolitik
Agrarwirtschaft
Unternehmen
Landtechnik
Pflanze
Tier
Bio
Wissenschaft
Wald & Forst
Umwelt
Energie
Verbraucher
Karriere
Landleben
Medizin
IT & Medien
Veranstaltungen
Neuerscheinungen
Service

Agrarnachrichten-Ticker
Schlagzeilen
Tags
Archiv
Premium-News
Agrar-Suchbegriffe
RSS-Channel
Markt & Preis
Warenbörsen
Mannheimer Produktenbörse
Südwestdeutsche Warenbörse
Frankfurter Produktenbörse
Stuttgarter Produktenbörse
Bayerische Warenbörse
Würzburger Produktenbörse
Vereinigte Getreide- u. Produktenbörse Braunschweig - Hannover - Magdeburg
Hamburger Getreidebörse
Bremer Getreide- und Futtermittelbörse
Getreide- und Produktenbörse Paderborn
Rheinische Warenbörse
Mitteldeutsche Produktenbörse - Berlin - Brandenburg
Mitteldeutsche Produktenbörse - Dresden
Mitteldeutsche Produktenbörse - Erfurt
Mitteldeutsche Produktenbörse - Halle
Börse Wien
Marktberichte

Warenterminmärkte
CBoT-Weizenpreis
CBoT-Maispreis
MATIF-Weizenpreis
MATIF-Rapspreis
MATIF-Maispreis
EUREX-Schweinepreis
EUREX-Ferkelpreis
Agrarmarkt-Widget
Glossar

Stellenmarkt
Stellenangebote
Stellengesuche
Jobwall
Agrarstudium
Grüne Berufe
Bewerbungstipps
Online-Journal

Marktplatz
Landtechnik
Traktoren
Traktorzubehör
Baumaschinen
Ersatzteile
Erntetechnik
Saattechnik
Fütterungstechnik
Räder
Bodenbearbeitung
Kommunalgeräte
Forsttechnik

Kleinanzeigen
Angebote
Gesuche

Büchermarkt
Angebote

Futtermittel
Suche
Rinderfutter
Kälberfutter
Milchviehfutter
Schweinefutter
Ferkelfutter
Eberfutter

Wetter
Agrarwetter Deutschland
Agrarwetter Baden-Württemberg
Agrarwetter Bayern
Agrarwetter Brandenburg
Agrarwetter Hessen
Agrarwetter Mecklenburg-Vorpommern
Agrarwetter Niedersachsen
Agrarwetter Nordrhein-Westfalen
Agrarwetter Rheinland-Pfalz
Agrarwetter Saarland
Agrarwetter Sachsen-Anhalt
Agrarwetter Schleswig-Holstein
Agrarwetter Thüringen

Wetterrückblick
Niederschlagsradar
Unwetterwarnung Deutschland
15-Tage-Temperaturtrend

Agrarwetter Österreich
Agrarwetter Schweiz
Agrarwetter Frankreich
Météo Agricole France
Agrarwetter Italien
Meteo Agricolo Italia

Profiwetter Deutschland
Profiwetter Österreich
Profiwetter Schweiz
Profiwetter Frankreich
Météo Professionnel France
Profiwetter Italien
Meteo Professionale Italia

Agrarwetter.net

Agrar-Branchenbuch
Alle Rubriken
Produktverzeichnis
Firmenverzeichnis

Behörden
Bildungseinrichtungen
Organisationen
Bio-Handel
Fruchthandel
Direktvermarkter
Innenwirtschaft
Landhandel
Landtechnik
Lohnunternehmen
Pflanzenproduktion
Tierproduktion
Verarbeitung
Beratung
Energie
Hofurlaub
Veranstaltungen
Garten- und Landschaftsbau
Maps
Bodenpreise
GVO

Agrarforum

Veranstaltungen
Messen Ausstellungen
Tagungen Kongresse
Workshops Seminare Vorträge
Info-Veranstaltungen
Feldtage
Auktionen
Feste
Wettbewerbe
Traktor-Pulling

Infothek

Lexikon: 
Landwirtschaft Unkräuter

Wörterbuch: 
Landwirtschaft Landtechnik Pflanzenkrankheiten Pflanzenschädlinge Unkräuter Nutztiere Tiergesundheit

Pflanze: 
Mais Weizen Gerste Roggen Reis Raps Sonnenblume Sojabohne Baumwolle Zuckerrübe Kartoffel Wein Tabak

Tiere: 
Rind Schwein Schaf Ziege Geflügel


Ratgeber

Umfrage

Mediathek
Fotos
Videos
Pflanzenbauberater
PSM-Suche
Pflanzenschutzmittel
Neuzulassungen
Ablauffristen
Aufbrauchfristen
Abgelaufene Mittel
Zulassungsverlängerungen
Auflagen

PSM-Empfehlungen
Herbizide
Fungizide
Insektizide Getreide
Wachstumsregler Getreide

Sorten-Suche
Neue Sorten
Pflanzenzüchter

Regionale Empfehlungen

Garten-Ratgeber
Für angemeldete User
Stellenanzeige schalten
Kleinanzeige schalten
Eintrag ins Branchenbuch
Online-Landvermessung
Wetter-Profile anlegen
Projekte in Maps anlegen
Newsletter-Profil anlegen
Zugang Unkraut-Lexikon
Zugang Premium-News
E-Markttelegramm abonnieren

zur Anmeldung
Service
Bannerschaltungen
Newsticker
Agrarfotos
PR-Meldungen
Agrarmarkt-Informationen
Agrarmarkt-Widget
Wetterfenster für Homepage

Info + Preise

Kontakt