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30.06.2013 | 14:47 | Hilfe bei Stichen 

Was tun bei Insektenstichen?

Stuttgart/Hohenheim - Sommerzeit ist Insektenzeit. Die Gefahr von einer Biene oder Wespe gestochen zu werden, ist nun vergleichsweise groß. Mücken sollen sich jetzt vor allem in den Hochwassergebieten stark vermehrt haben. Was ist im Falle eines Stiches zu beachten?

Hilfe bei Stichen
(c) proplanta
Generell gilt für alle Arten von Insektenstichen: Für Allergiker können sie gefährlich bis lebensbedrohlich werden. Wer weiß, dass er unter einer derartigen Allergie leidet, sollte immer entsprechende Gegenmittel mit sich führen. Ansonsten sind die meisten Insektenstiche eher lästig bis schmerzhaft. Auch Entzündungen oder Übertragung von Krankheiten sind prinzipiell möglich, letzteres jedoch vor allem in heißeren Regionen dieser Erde.

Viele Insekten stechen Menschen lediglich zur Abwehr. Bienen und Hummeln sind sehr friedfertige Tiere, die nur bei unmittelbarer (vermeintlicher) Bedrohung zustechen. Das Gleiche gilt auch für Hornissen, die sich zudem selten für menschliche Nahrung interessieren. Die alte Weisheit "7 Stiche töten ein Pferd, 3 Stiche töten einen Menschen" ist blanker Unsinn.

Hornissenstiche gelten zwar als relativ schmerzhaft, da die Insekten einen vergleichsweise langen Stachel aufweisen. Zudem ruft das Hornissengift ein höheres Schmerzempfinden hervor, die Toxizität ist jedoch eher geringer als die des Wespen- oder Honigbienengiftes.

Angriffslustiger, besonders im unmittelbaren Bereich des Nestes, sind jedoch die Deutsche Wespe und die Gemeine Wespe. Sie lieben auch etliche Speisen, vom Fruchtsaft bis zur Grillwurst, die sich auf den Tischen der Menschen befinden und können tatsächlich recht aufdringlich werden. Zudem meiden sie auch Abfälle und Aas nicht, so dass ihr Stich durchaus Keime übertragen und Entzündungen hervorrufen kann.

Bei den blutsaugenden Insekten stechen vorwiegend die weiblichen Tiere. Hierzu zählen nicht nur die klassischen Stechmücken, sondern auch Bremsen, Stechfliegen (Wadenstecher), Gnitzen und Kriebelmücken.

Mücken finden ihre Opfer auf viele Arten wie zum Beispiel über die Körperwärme, den Geruch oder über ausgeatmetes Kohlendioxid. Die winzigen Gnitzen erzeugen sehr schmerzhafte Stiche und häufig allergische Reaktionen wie Schwellungen, die erst nach einigen Tagen nachlassen. Ähnliches gilt für Kriebelmücken, die für ihre Entwicklung ein Fließgewässer benötigen. Schnaken, auch Schneider genannt, können dagegen nicht stechen. Nicht zu den Insekten zählen Zecken, sie sind Spinnentiere.


Wie schützt man sich vor Insektenstichen?

• Halten Sie sich nicht im unmittelbaren Bereich des Nestes auf, und versuchen Sie keinesfalls, die Einfluglöcher zu verschließen. Die Nester dürfen übrigens auch nicht einfach entfernt werden, Hornissen und viele andere Wespenarten stehen unter Naturschutz.

• Nach Wespen nicht schlagen oder sie wegpusten.

• Süße Getränke sollten Sie im Freien verschließen oder abdecken. Bewährt hat sich auch, einen Strohhalm zu verwenden.

• Kindern nach dem Verzehr von Süßigkeiten oder Eis den Mund abwischen.

• Nahrungsmittel, vor allem Fleisch- und Süßwaren, nicht im Freien liegen lassen. Wer mag, kann jedoch auch einmal ausprobieren, einen Extra-Teller mit einem kleinen Stück Fleisch für die Wespen neben dem Tisch aufzustellen, zu dem man die Tiere sanft hinschiebt. Besonders Kinder sind fasziniert davon, die Insekten beim Herausbeißen großer Fleischbrocken zu beobachten, lernen das Verhalten der Tiere kennen und verlieren so die Angst vor ihnen.

• Nicht barfuß laufen. Strümpfe und lange Hosen sind gegen Gnitzen empfehlenswert, die vor allem gegen Abend aktiv werden. Schweiß kann Insekten anlocken, daher Vorsicht bei der Gartenarbeit oder bei Sport im Freien.

• Gegen Mückenattacken in der Nacht helfen Insektengitter an den Fenstern.

• Viele Deos und Parfüms sollen Mücken anlocken, derartige Duftstoffe sollten Sie daher meiden.

• Abwehrmittel (Repellents) auf natürlicher oder chemischer Basis sind in großen Mengen im Handel erhältlich. Sie führen jedoch nicht unbedingt zum gewünschten Erfolg.

• Es gibt sogar ein Anti-Mücken-App fürs iPhone, das Mücken mit Hilfe eines hohen Tons fernhalten will. Der Erfolg ist recht bescheiden. Auch UV-Lampen sind nicht empfehlenswert, da sie nicht nur die Plagegeister, sondern auch zahlreiche nützliche Insekten töten.


Was tun im Falle eines Stiches? Welche Hausmittel haben sich bewährt?

• Nach einem Bienenstich stirbt die Biene, der Stachel bleibt oft in der Haut stecken. Entfernen Sie ihn vorsichtig ohne zu quetschen. Am Ende des Stachels kann sich noch eine intakte Giftdrüse befinden, die sich mit etwas Geschick mit entfernen lässt.

• Das Gift nicht aussaugen oder ausdrücken, sondern durch Auflegen von osmotisch wirksamen Substanzen aus dem Gewebe ziehen. Besonders Würfelzucker oder eine aufgeschnittene Zwiebel haben sich als wirksames Hausmittel erwiesen, zumal Zwiebelsaft obendrein auch entzündungshemmende Substanzen beinhaltet.

Auch Zitronensaft oder mit Wasser zu einem Brei angerührtes Natron sollen als Sofortmaßnahme wirken. Frischer Spitzwegerich-Saft gilt ebenfalls als Hausmittel bei Insektenstichen. Weitere Hausmittel die bei Stichen Linderung verschaffen sind Essig, Spucke oder frisch gewalzter Weißkohl. Auch Lavendelöl hilft gegen Juckreiz und Brennen.

• In den Stunden danach helfen kühle Umschläge oder Eiswürfel (auch bei Schwellungen und Entzündungen nach Mückenstichen). Auch Fenistil-Salbe ist zu empfehlen.

• Stiche im Mund, Lippe oder Zunge sind zwar unangenehm aber in der Regel nicht gefährlich. Bei einem Wespenstich im Rachenraum ist Ruhe zu bewahren und sofort ein Arzt bzw. Krankenhaus aufzusuchen, da die Atemwege zuschwellen können. Die Schwellung kann durch Lutschen von Eiswürfeln sowie eiskalte Halsumschlägebekämpfen werden.

• Bei allen außergewöhnlichen Reaktionen wie allergischen Erscheinungen oder lang anhaltenden Entzündungen oder Schwellungen sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Alle Angaben ohne Gewähr, die Anwendung erfolgt auf eigene Gefahr. (proplanta)

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