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23.05.2021 | 12:10 | Wut-Brief 
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WDR-Videobeitrag: Falschaussagen zum Rapsanbau ernten Shit-Storm

Berlin - Mit scharfer Kritik haben Landwirte und Verbände auf den Videobeitrag „Trügerische Augenweide - Rapsblüte in NRW“ des WDR auf dessen Facebookseite in der Reihe „Heimatflimmern“ reagiert.

WDR-Videobeitrag Rapsblüte
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WDR erntet Shit-Storm wegen falscher Berichterstattung (c) proplanta

Betroffen zeigten sich insbesondere die Union zur Förderung von Öl- und Proteinpflanzen (UFOP) und der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV). In dem knapp einminütigen Beitrag würden die Bilder von blühenden Rapsfeldern mit den Aussagen, Hummeln und Bienen würden süchtig nach dem süßen Nektar, durch die Rapsbestäubung „vergessen sie dabei die vielen andere Pflanzen“, „Wildblumen kommen zu kurz und vermehren sich nicht mehr“ sowie dies sei die „Schattenseite der gelbleuchtenden Monokultur“ untertitelt.

Die mit Gitarrenmusik unterlegten Bild- und Textbotschaften offenbarten „mangelndes Wissen beziehungsweise eine völlig unzureichende Recherche in der Sache“, monierte die UFOP am Montag vergangener Woche (17.5.) in Berlin. Der Beitrag sei von vielen Nutzern, vor allem aus der Landwirtschaft, massiv kritisiert und kommentiert worden, wobei der Vorwurf der Monokultur im Vordergrund gestanden habe. Dies habe bereits dazu geführt, dass der Sender eine Textergänzung zum Video eingefügt habe.

Der RLV wandte sich indes direkt an den WDR. „Als öffentlich-rechtlicher Sender gehört es zu Ihrer journalistischen Sorgfaltspflicht, Inhalte sorgfältig zu recherchieren und fachlich richtig darzustellen. Wir bitten Sie daher, den Film umgehend und sofort von der Facebook-Seite und aus der Mediathek zu löschen“, forderte RLV-Vizepräsident Paul Christian Küskens in einem Brief an WDR-Intendant Tom Buhrow und an die Redaktion von „Heimatflimmern“. Der auch von vielen Landwirten in den sozialen Medien erhobenen Löschungsforderung folgte der Sender aber nicht.




Leicht zu widerlegen

Die UFOP wies darauf hin, dass der Vorwurf, wonach Bienen bei der Rapsbestäubung andere Pflanzen „vergessen“ zu bestäuben, mit einem Blick auf verfügbare Informationsquellen leicht hätte widerlegt werden können. Sachlich richtig sei es, dass Bienen „blütenstet“ seien, sie also diese Trachtquelle solange anflögen, solange dort Nektar beziehungsweise Pollen verfügbar seien. Das machten Wildbienen auch, sofern sie nicht auf bestimmte Blühpflanzen angewiesen seien.

Raps sei für die Imker als Trachtpflanze für den Stockaufbau und für den Honigertrag wichtig, betonte die Förderunion. InMedien sei deshalb wiederholt der Rückgang des Rapsanbaus in einigen Regionen beklagt worden. Es sei bekannt, dass Raps in erster Linie von Honigbienen beflogen werde, erklärte die UFOP weiter. Wildbienen, die im Wesentlichen Blütenpflanzen auf Wiesen anflögen, seien in Rapsbeständen eher selten.

Eine aktuelle Studie habe belegt, dass die Bestäubung von Apfelbäumen nicht unter benachbartem Rapsanbau leide, da zwar die Honigbienen verstärkt in den Raps flögen, die Wildbienen aber bei der Apfelbestäubung dies kompensiert hätten, während die Befliegung in denApfelplantagen mit Hummeln gleich geblieben sei. Bei blühenden Wiesen dürfte es mindestens eine Analogie geben, so dass man sogar davon sprechen könne, dass im Hinblick auf die Bestäubung von Wildblumen der Rapsanbau die Konkurrenz für die Wildbienen auch mindere.
AgE
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Kommentare 
Arno Geyer -Reibertenrod , Landwirt schrieb am 02.06.2021 01:25 Uhrzustimmen(10) widersprechen(1)
Letztes Jahr 16 Teilflächen mit Blühmischung/Wildäsung/ eingesät . Gesamt 3,2 ha von 160 ha Acker gesamt .Im Herbst 42 ha Zwischenfrucht über Winter vor Mais .(Das war gut trotz der Auflaufprobleme . Alles gewalzt und dann wenig Masse , aber iss okay . ( Schön geblüht , gut für's Image und den Boden.) Für die Blühfläche hab ich Aktivistie / Freiwillige für einen Tag zum Disteln stechen gesucht . ( Facebook / Whats up ) Als Erfahrung sammeln , Weiterbildung , Solidarität , bei guter Verpflegung wie es bei uns Bauern üblich ist . Kein Arsch hat sich gemeldet . Und ich hab nach einer 80 Std .Woche auch kein Bock gehabt . Dieses Jahr zum Teil selbe Flächen ( klein und unwirtschaftlich ) trotz pflügen , und 3 maliger Bodenbearbeitung , dann Aussaat , voll die Arschkarte gezogen . Der ausgesammte " Dreck " wächst schneller wie die Blühmischung, und die Disteln haben sich ver40 facht . Heißt : Verpächter : meine Fläche verdreckt .So geht das nicht . Heißt auch für mich : im Herbst Weizen , und volles Programm an Herbizid . voller Aufwand und nicht nur einmal . Alles was legal ist und erst mal "Round up ". Fazit : Unmengen an Geld versengt , das bißchen Beihilfe in die Luft geblasen , als Diesel und Arbeitszeit ( meist Sonntags wo normal Freizeit oder Büro wichtiger wären ) Es ist ne Lachnummer die festgelegten Aussaat zeiten . Bei Regenwetter und Zeitverlust bei der Gülledüngung ( Frostfrei ) dann Verbot von punktuell Rückenspritze gegen Distel . Nur ein kleines Bespiel für die Unfähigkeit der Ökodiktatoren am vermeintlich grünen Tisch . Wenn dann richtig " Bio " um alles abzusahnen was geht . Aber laut Priska Hinz schicken 25% damit die Masse der Lebensmittel immer verfügbar ist und erschwinglich für die Bevölkerung. Und zum Schluß noch die angestrebte Weidehaltung mit Kz ähnlichem Zaun gegen den Wolf . Stellt euch mal die Landschaft vor , in der ihr so gerne eure Freizeit verbringt ( ohne Corona auflagen ) .Oder ist es nur der Biergarten ? Da seht ihr wenigstens nicht die Kadaver ( tot oder noch lebend ) die der Wolf hinterläßt . Ich bin eh dafür , die vor dem Büro der " Grünen " Wolfskuschler abzulegen .Auch gut fürn praxsisnahen Unterricht der Demagogen in der Schule . Auch Herr Jaenicke will bestimmt mal sehen was dabei rauskommt . Da kann er sich mal wieder selbst darstellen .
A. Fischer schrieb am 25.05.2021 11:08 Uhrzustimmen(3) widersprechen(28)
An welchen Rapsstandorten ist denn eine Wiese in der Nähe?
Häufig sind die Rapsfelder so riesig, dass ein Überfliegen der Fläche unmöglich ist.
Vielleicht mal an andere Möglichkeiten denken als nur meckern und fordern und passende Studien vorbringen. Glyphosat hat doch deutlich
gemacht, was von nicht unabhängigen Studien zu halten ist.
05/2021
"Rapsfelder ziehen Honigbienen magisch an. Sind die Felder direkt neben Apfelanlagen, fliegen die Insekten eher zu den gelben Blüten als zu den nahegelegenen Obstbäumen. Das zeigt eine neue Studie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) und des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ). Dass die Apfelernte bei den untersuchten Apfelanlagen trotzdem stabil blieb, lag an Hummeln und anderen Wildbienen, die die Bestäubungslücke füllten. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift Agriculture, Ecosystem and Environment veröffentlicht.
https://www.ufz.de/index.php?de=36336&webc_pm=25/2021#:~:text=Rapsfelder%20ziehen%20Honigbienen%20magisch%20an,Zentrums%20f%C3%BCr%20Umweltforschung%20(UFZ).

Ein Beispiel für ein MITEINANDER:
"Beer begrüßt das Aufeinanderzugehen. „Raps ist für die Bienen so anziehend, da lassen sie selbst Obstblüten links liegen.
Um so verheerender ist es für die Bienen, wird in ihrer Hauptflugzeit, bei bestem Flugwetter um die Mittagszeit, ein Pflanzenschutzmittel gespritzt. Das vertragen die Bienen nicht, wird aber in der Regel hier in der Umgebung noch so gehandhabt“, sagt Beer und freut sich deshalb umso mehr über Biermanns Angebot, nachts zu spritzen.
...
Künftig sollen bei jedem verkauften Glas Honig zehn Cent draufgeschlagen werden. Mit dem Geld will Beer Saatgut kaufen. Denn er und Biermann haben ein weiteres Projekt in Planung. Auf den Äckern rund um Plaußig, Portitz und BMW sollen Blühflächen angelegt werden, die mindestens drei Jahre Bestand haben und vielen Insektenarten einen Lebensraum bieten sollen."
https://www.lvz.de/Region/Taucha/Landwirt-geht-Bienen-aus-dem-Weg-und-spritzt-nachts
markus bamberger schrieb am 24.05.2021 08:32 Uhrzustimmen(31) widersprechen(10)
ich habe auch nichts anderes von den grünen Kommunisten die 4000-5000tsd euro im monat kassieren erwartet
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