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15.12.2018 | 15:34 | Maschinenpflege 

Winterliche Werkzeugpflege: Mehr als bloß abstellen

Vom Spaten bis zum Schlepper muss unbenutztes Werkzeug auf dem Hof im Winter gepflegt und gelagert werden, damit es lange hält. Wir zeigen ein paar Grundregeln.

Maschinenpflege
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Abstellen, Schlüssel ziehen, Winterpause? Wer so handelt, verkürzt nur unnötig die Lebenszeit seiner teuren Werkzeuge. (c) pixabay.com - imagesbykim

Wenn „im Märzen der Bauer“ nicht die Rösslein einspannt, sondern heutzutage eher die Sämaschine hinter den Deere hängen will, stellt er häufig fest, dass der Winter das Gerät in Mitleidenschaft gezogen hat. Kein Wunder, denn bei der harten Hofarbeit kommen die Putz- und Flickstunden häufig zu kurz. Allerdings: Bei allem Verständnis für landwirtschaftliche Notwendigkeiten sollten gerade im Winter gewisse Pflegemaßnahmen nicht unterbleiben, schon damit unnötige Ausgaben entfallen und man nicht als Meldung auf proplanta über ein marodes Gespann endet.

aufnehmen. Zumal die Häuschen noch den Vorteil haben, dass sich alles an einem Platz befindet und man nicht ewig suchen muss, wenn man die Helfer benötigt. Als Fundament reicht eine Lage Kies und Sand gefolgt von einer Schicht Gittersteinen, Gehwegplatten oder was man auf dem Hof sonst in dieser Richtung auf Reserve hat. Ein Samstagvormittag Arbeit im Tausch gegen Schutz für Jahrzehnte.

3. Pflegen

Die alte Autofahrerregel „Wer gut schmiert, der gut fährt“, gilt auch in der Landwirtschaft. Und sie greift schon dort, wo es nicht möglich ist, blankes Metall durch Lack zu schützen. Namentlich etwa Hydraulikzylinder. Grundsätzlich gilt zwar, dass es der beste Schutz für deren Kolben ist, sie bei nichtgebrauch in den Zylinder einzufahren. Doch sofern das aus irgendwelchen Gründen nicht möglich sein soll, ist Fett die nächstbeste Lösung. Mit einem Pinsel wird das blanke Metall nicht hauchdünn, sondern „ordentlich“ mit Universalfett eingestrichen und dies gut verteilt.
  
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Große Holzflächen sollten rücksichtslos lackiert werden, bevor nur ein Winter die Fäulnis ins Holz bringt. (c) pixabay.com - distel2610

1. Reinigen

Von der großen Egge bis zum einfachsten Gartenrechen sind die meisten landwirtschaftlichen Werkzeuge mit widerstandsfähigen Schutzlacken oder Pulverbeschichtungen versehen. Doch wir alle wissen: Eine Stunde Bodenkontakt und selbst der beste Lack ist komplett abgeschliffen.

Wenn sich dann Dreck hinzugesellt und man das Werkzeug im Winter einfach abstellt, passiert folgendes: Ob es nun Erdklumpen sind oder Grasreste, all diese Stoffe wirken wie ein Schwamm. Sie reichern sich mit Luftfeuchtigkeit an. Wenn das passiert, steht blankes Metall im Dauerkontakt mit Wassermolekülen. Rost droht. Ja, auch an teurem Edelstahl, auch der kann rosten. Das mag vielleicht im ersten Winter nur eine Flugrostschicht sein, die beim ersten Einsatz wieder heruntergeschliffen wird. Aber jeder Zyklus wandelt aufs Neue stabilen Stahl in bröseligen Rost um, macht ihn dünner und dünner. Je nach Werkzeug ist dann nach nur wenigen Wintern die Stabilität dahin.

Deshalb: Jedes Werkzeug, das man über den Winter nicht benötigt, sollte man mit dem Hochdruckreiniger gründlichst abspritzen. Und wenn man nach dem Trocknen auf die blankgeschliffenen (mit der Drahtbürste gereinigten) Metallteile Rostschutz-Sprühlack aufbringt, hat man schon allen Schutz, den es braucht.

2. Abdecken

Es mag auf einem modernen Hof mehr Gerätschaften geben als Platz, diese unterzustellen. Doch auch das sollte keine Ausrede sein, sein Werkzeug im Freien vor sich hinmodern zu lassen, wie man es leider auf vielen Höfen oder sogar am Rande von Feldern sieht. Dazu hat das Zeug einfach viel zu viel Geld gekostet.

Wenn man die Werkzeuge gereinigt hat, sollten sie unter Dach und Fach kommen. Ideal ist natürlich die von allen Seiten geschlossene Scheune. Selbst reine Dächer ohne Wände sind noch okay, solange sichergestellt ist, dass die untergestellten Sachen nicht durch Schlagregen nasswerden können.

Aber wenn das alles nicht geht, sollte zumindest durch eine Plane abgedeckt werden. Doch bitte nicht die nächstbeste Kunststoffplane dafür nehmen. Die sorgt dafür, dass alles Wasser, was sich darunter sammelt, nicht entweichen kann. Da könnte man die Geräte gleich wieder unter freiem Himmel lagern. Nein, ungleich besser sind atmungsaktive Planen, wie sie die meisten landwirtschaftlichen Händler und sowieso der Auto-, Motorrad- und Campingbedarf vorrätig hält. Und die Gerätschaften sollten auch nicht auf dem Boden liegen, sondern mindestens auf alten Paletten oder einigen aufs Erdreich gelegten Beton-Gittersteinen. Die sind sogar ziemlich gut, weil hier – ungleich zum gepflasterten oder gegossenen Hof – Wasser abfließen kann.

Und für alle händisch tragbaren Geräte gilt: Es gibt – wie hier zu sehen - einen ganzen Strauß von getesteten Gerätehäusern auf dem Markt. Schon eines mit nur vier Quadratmetern Grundfläche kann sämtliche Spaten, Motorsägen und natürlich auch Ersatz-Zinken und Co. wettergeschützt aufnehmen. Zumal die Häuschen noch den Vorteil haben, dass sich alles an einem Platz befindet und man nicht ewig suchen muss, wenn man die Helfer benötigt. Als Fundament reicht eine Lage Kies und Sand gefolgt von einer Schicht Gittersteinen, Gehwegplatten oder was man auf dem Hof sonst in dieser Richtung auf Reserve hat. Ein Samstagvormittag Arbeit im Tausch gegen Schutz für Jahrzehnte.
  

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Jeder Bauer weiß, dass selbst die besten Schutzlacke nur Deko sind, die beim ersten Einsatz abgeschliffen werden. (c) pixabay.com - Jai79
Und diese Maßnahme empfiehlt sich auch bei allem anderen, das nicht lackiert werden kann. Spaten, Pflugscharen, Anhängerkupplungen, Kugellager, Ketten… mit einer Lage Fett kann nicht nur Winterfeuchte egal sein. Übrigens: Auch die Züge von Anhängern (Bremsen) usw. freuen sich sehr über einen Schuss Multifunktionsöl, welches man erst zwischen Zug und Umhüllung sprüht, ein paar Minuten wartet und dann die dazugehörige Mechanik mehrmals betätigt.

Bei Werkzeugen mit unlackierten Holzgriffen sieht es indes etwas anders aus. Hier würde das Fett nicht die erwünschte Wirkung zeigen, weil es nicht tief genug eindringt. Was also tun, mit Spatenstielen und Ähnlichem? Nein, nicht die alte Bauernlösung 50/50 Diesel/Altöl. Das ist bei Entdeckung eine unglaublich teure Umwelt-Straftat. Besser: Je einen Eimer Leinölfirnis und Terpentinersatz kaufen, beides im Verhältnis 1:1 mischen und dann in mehreren dünnen Schichten auftragen. Es zieht ins Holz, der Firnis verdunstet und das Leinöl härtet in den Fasern selbst aus und bildet einen extrem widerstandsfähigen Schutz gegen Feuchtigkeit. Doch Vorsicht: Leinöl neigt zur Selbstentzündung. Die Pinsel und Lappen, die damit in Kontakt kamen, sollten unter Luftabschluss gelagert werden.

4. Maschinen

Bleiben noch all die Geräte mit Motor, die im Winterhalbjahr ebenfalls nicht benötigt werden, hier (sowie teilweise auch bei Hängern) gilt:

  • Frostschutzlevel im Kühlkreislauf auf -40°C bringen
  • Tank randvoll machen (bei Dieseln unbedingt Winterdiesel einfüllen) und Maschine kurz starten, damit der Winterdiesel auch in Leitungen und Düsen steht
  • Antriebsriemen und Federn entspannen
  • Reifendruck auf 2,5 Bar erhöhen oder gleich aufbocken
Pd
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