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13.05.2013 | 11:02 | Trichinella 
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Trichinen-Gefahr bei Wildschweinfleisch noch nicht gebannt

Karlsruhe/Hohenheim - Die Trichinellose, eine Lebensmittelerkrankung, ist fast in Vergessenheit geraten, bis im März diesen Jahres Personen des Landkreises Görlitz (Sachsen) aufgerufen wurden, sich bei ihrem Hausarzt, Notfalldienst oder Gesundheitsamt zu melden, sofern sie auf Wochenmärkten Wildschweinfleisch verzehrt hatten. Einige Produkte standen im Verdacht Trichinellen zu enthalten.

Trichinella Übeträger Wildschweine
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(c) zolastro - fotolia.com

Die Trichinellose ist eine weltweit verbreitete Zoonose (Infektionskrankheiten, die von Tier zu Mensch und umgekehrt übertragbar sind). Infizieren können sich Menschen durch den Verzehr von rohem oder nicht genügend erhitztem Fleisch, das Trichinella-Larven enthält.

Vom Verzehr eines mit Trichinellen kontaminierten Wildschweinbratens bis zur Erkrankung können bis zu 45 Tage vergehen. Typisch in der Frühphase der Erkrankung sind Durchfälle, Bauschmerzen, Übelkeit und Fieber. Im weiteren Verlauf kann es zu schweren Krankheitszuständen bis zu tödlichen Ausgang kommen. Da die therapeutischen Möglichkeiten begrenzt sind, kommt den vorbeugenden Maßnahmen eine besondere Bedeutung zu.

Als Reservoir der Trichinen gelten vorwiegend Haus- und Wildschweine. Wegen der seit 1937 in ganz Deutschland geltenden obligatorischen Trichinenuntersuchung bei Haus- und Wildtierarten, ist die Krankheit im Inland sehr selten. Es gibt jedoch immer wieder Hinweise auf Untersuchungslücken bei importiertem Fleisch.

Am sichersten für den Verbraucher ist das Abtöten evtl. vorhandener Trichinen im Fleisch durch Erhitzen auf über 70 Grad Celsius für mindestens eine Minute - wobei wichtig ist - dass diese Temperatur auch im Kern dickerer Fleischstücke erreicht werden muss (erkennbar am Farbumschlag von rot nach grau). Das Erhitzen in der Mikrowelle gilt nicht als ausreichend wirksam, ebenso wie Räuchern, Pökeln und Trocknen.

Die Trichinen werden bei Schweinfleisch durch Tieffrieren abgetötet. Bei anderen Tierarten können jedoch kälteunempfindliche Parasiten vorkommen. Ratsam ist, bei Verzehr von rohem oder halbgarem Fleisch nur Material aus garantiert trichinenfreien Beständen zu verwenden. (Hr)


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Facharzt für Allgemeinmedizin-Sportmedizin,
Dr. med. H. Rüdinger
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Kommentare 
tellerschweinchen schrieb am 07.11.2013 01:33 Uhrzustimmen(263) widersprechen(182)
Es schadet sicher nicht, von zeit zu zeit auf die existenz solcher sachen wie die trichinelose hinzuweisen. Doch der angebliche aktuelle auftritt in Sachsen, mit dem hier die immer noch vorhandene gefahr untermauert wird, hatte beim erscheinen dieses artikels ein schon mindestens 40 tage langes bart gehabt. Bereits am 3.4.2013 wurde auf Proplanta ein dementi veröffentlicht, es handelte sich um eine probeverwechslung ( http://www.proplanta.de/Agrar-Nachrichten/Verbraucher/Verwechselte-Fleischprobe-Rueckruf-Wildschweinprodukte_article1364987053.html )
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