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04.04.2017 | 07:23 | Braugersteanbau 
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Bierbrauer fordern Malz aus heimischer Gerste

Hannover - In den vergangenen Tagen wurde die Aussaat der Sommergerste auf rund 50.000 Hektar (ha) in Niedersachsen abgeschlossen. Diese Fläche teilt sich in die beiden Nutzungsrichtungen Brau- und Futtergerste auf.

Gerstenanbau
Bierbrauer wollen Malz aus niedersächsischer Gerste. (c) proplanta

Rund 28.000 ha Braugerste sind in Niedersachsen nach der Ernte für die Verarbeitung zu Malz vorgesehen. Der niedersächsische Braugerstenanbau hat sich nach einem Tiefststand von 10.000 ha im Jahr 2010 wieder deutlich erholt.

Der Rückgang war nach Mitteilung des Landvolk-Pressedienstes eigentlich paradox, denn die Nachfrage der Mälzereien nach dem Rohstoff aus Niedersachsen war in den vergangenen Jahren ungebrochen. Der erbitterte Preiskampf der Bierhersteller, um Marktanteile zu sichern, wirkte sich aber auch auf die Zahlungsbereitschaft für die Bierzutaten aus.

„Der Braugersteanbau hat seinerzeit einerseits unter dem Biogas-Boom und dem Maisanbau gelitten, andererseits wurde sie auch nicht so bezahlt, wie sie hätte bezahlt werden sollen“, erläutert Andreas Lege. Umso erfreulicher war für den Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft zur Förderung des Niedersächsischen Braugerstenanbaus, dass die Ackerbauern die Sommerkultur in den vergangenen Jahren nach und nach wiederentdeckt haben. „Außerdem haben die Mälzereien eingesehen, dass sie die Preise anpassen müssen, wenn sie gute, heimische Ware wollen“, sagt Lege.

„Der Züchtungsfortschritt hat natürlich auch dazu beigetragen, dass die Landwirte die Braugerste als ernstzunehmende Alternative zu Mais oder Weizen sehen“ hat Lege festgestellt. Inzwischen werden im Hauptanbaugebiet im nordöstlichen Niedersachsen häufig gute Erträge von 70 bis 80 Dezitonnen/ Hektar erzielt.

Der Preis lag in der vergangenen Saison vier bis fünf Euro je Dezitonne über dem Preis für Futtergerste, derzeit bei 19 bis 20 Euro. Im Kampf gegen resistente Ackerfuchsschwanzarten und im Zuge der Düngeverordnung und Anbaudiversifizierung kann Lege sich gut vorstellen, dass der Sommergersteanbau weiter zunimmt.

„Es ist immer noch in den Köpfen der Landwirte, dass Braugerste nur auf leichten Standorten angebaut werden kann, da nur hier der entsprechend niedrige Proteingehalt von 10 bis 11 Prozent zu erreichen ist. Dem ist nicht so. Die Pflanzenzüchter haben in Bezug auf den Proteingehalt viel erreicht.“, sagt Lege.

Da die deutschen Mälzereien aber nur rund 70 Prozent ihres Bedarfs mit heimischer Ware decken können muss Ware aus Dänemark, Großbritannien oder Frankreich importiert werden. Die Mälzereien fragen gezielt den Rohstoff aus Niedersachsen nach, denn in keiner anderen Region gibt es eine so flächendeckende Möglichkeit der Beregnung und somit so hervorragende Qualität.
LPD
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Kommentare 
agricola pro agricolas schrieb am 07.04.2017 08:00 Uhrzustimmen(19) widersprechen(5)
Richtig, seit Jahrhunderten funktioniert Landwirtschaft!!! Bis zum Zeitpunkt, als die Motorisierung mittels fossiler Treibstoffe Einzug hielt, benötigte die gesamte Bevölkerung ein Drittel der landwirtschaftlich genutzten Fläche für die Zugleistung auf dem Acker zur Verwertung über den Futtertrog. Dieses eine Drittel braucht heute zumindest in unserer dekadenten Wohlstandswelt kein Mensch!!! // Korrekt ist auch, unsere Brauereien wollen und brauchen Malz. Es stellt sich hier eher die kritische Frage, unter welchen Preiszugeständnissen allerdings aktuell!? Vor 30 Jahren erlöste der Bauer für Braugerste um die 50,00 DM unter zugestandenen 16%(!) Feuchtegehalt bei Anlieferung, heute spricht man von „TOP-Erzeugerpreisen“ wenn selbige bei 18,00-19,00 € u. einem willkürlich festgelegten Feuchtewert von 14%(!) angedient werden darf. Die Thematik „Feuchtegehalt“ müssen Sie nicht verstehen, werter Gast, so Sie denn nicht vom Fach sind, unser werter Herr König weiß sehr wohl, was selbiger filigrane Kapitalentzug für die Braugerstenerzeuger bedeutet. Der Herr gibt, der Herr nimmt!!! Zu damaligen Zeiten entsprachen diese 16% im übrigen durchaus lagerfähiger Ware, heute müssen es 14% Feuchte sein, ansonsten ereilen die Bauern weitere empfindliche Abzüge für Trocknungskosten und natürlich selbstredend daran gekoppelt für Trocknungsschwund. Euronen, die zuverlässig in welche Kassen sprudeln!? Zur Verarbeitung in der Mälzerei wird die Braugerste natürlich sofort wieder gewässert um sie in Keimstimmung zu versetzen;... ganz grob angerissen, etc.pp.. // Sämtliche Produktions- u. Wertschöpfungswege im Agrarsektor sind extrem komplex; gelungen ist es aber ohne Frage, im Verlaufe der Zeit hoch professionell und extrem effektiv die zugestandenen Rohstoffpreise der deutschen/ europäischen Bauern, der Bauern weltweit, so zu gestalten, dass es für einige kaum mehr zum Überleben reicht, der Rest springt sowieso lemmingenhaft über die Klippen. - Ein von unserer Gesellschaft ignorant tolerierter Strukturbruch mit fatalen Konsequenzen für die gesamte Menschheit!!! Geld kann man (noch) nicht essen, schon gar keine virtuellen Datensätze, unsere dato gierig allseits gefragte Währung der Zukunft!!!
Gast schrieb am 06.04.2017 17:38 Uhrzustimmen(9) widersprechen(9)
Sicher muss ein Bauer sich nicht nur auf die Nahrungsmittelerzeugung beschränken aber irgendwie hat sich doch jeder seinen Beruf selbst ausgesucht und das hat ja auch Jahrhunderte gut funktioniert.
Ich verstehe nur langsam das ganze System nicht mehr,wenn von den Mälzern Gerste nachgefragt wird währe es doch schlau welche Anzubauen
und damit Geld zu verdienen.Kann mir nicht vorstellen das der Gewinn bei Raps höher ist ich bin allerdings auch kein Agrarökonom.Ich denke am weitesten kommen diejenigen die Ihre Produkte selbst vermarkten.
Ja die erneuerbare Energie,ich bin da ja um Gottes willen nicht dagegen im gegenteil da tut sich viel zu wenig weil alle einer fixen Idee nachrennen.Motoren die mit Pflanzenöl laufen gab es vor über hundert Jahren schon haben sich aber bis heute nicht durchgesetzt,warum wohl ? In Deutschland werden pro Jahr 30 Millionen Tonnen !!! Diesel verbraucht.Da muss man doch nicht mehr über 1200 Liter Rapsöl pro Hektar nachdenken,oder ???Fakt ist das fossile Brennstoffe irgendwan zu ende gehen werden um so wichtiger währe doch über echte Alternativen nachzudenken.Bisher ist se doch so,das der gemeine Bürger zahlen muss wen Windräder abgeschaltet werden weil die Sonne scheint und nebenher laufen noch Konventionelle Kraftwerke und Biogasanlagen.Das ist doch an nonsens kaum noch zu toppen oder ??? So kann man keinen von Erneuerbarer Energie überzeugen.
Noch mal kurz zum Biodiesel,ich will sicher niemanden Indoktrinatiren aber wir wissen doch alle das Raps eine relativ sensible Pflanze ist und es einiges an Pflanzenschutz braucht um sie bei Laune zu halten.Angesichts der Unmengen Gift was in die Natur gekipt wird müsste das Wort BIO doch im Halse stecken bleiben,soviel zum Tema Umweltschutz und Nachhaltigkeit.
agricola pro agricolas schrieb am 06.04.2017 08:25 Uhrzustimmen(18) widersprechen(7)
Das kleine aktive Bäuerlein, das sich am europäischen Binnenmarkt, innerhalb deutscher Grenzen bewegt, fährt immer noch raus auf den Acker, um Geld zu verdienen. Dieser betriebswirtschaftliche Aktionsradius sollte/muss sich nicht einzig auf die Nahrungsmittelproduktion beschränken. Ein gesellschaftspolitisch eingefordertes, extrem perverses Luxusgebaren, dass in unseren dekadenten Wohlstandswelten EIN DRITTEL hochqualitativer, kapitalintensiver Nahrungsmittel den direkten Weg in die Biomülltonne finden, offenbart sich auch in nachstehendem Gastkommentar. Bei Kartoffeln ist das Wegwerfpotential bei über 40% sogar noch weit höher anzusiedeln. // Zum angesprochenen „Panschzwang“: Das aktuelle Rapsertragspotential liegt bei 1200-1500 l Rapsöl/Hektar, welches energetisch auf direktem Wege der Nutzung auf dem Acker zugeführt werden könnte, wobei noch gigantische Mengen an gentechnikfreiem Presskuchen dem Futtertrog nach wie vor zur Verfügung stünden. Herauszustellen sind hier die vorzüglichen Nachhaltigkeitskriterien, die man mit hehren Klimazielen zumindest schon auf dem Papier anzustreben gedenkt. Eine fehlgesteuerte zementierte Indoktrination mittels vollkommen irreführender Denkstrukturen offenbaren sich sehr eindrucksvoll in nachstehendem Gastkommentar. Hierauf fusst generell eine gesellschaftlich absolut ablehnende Haltung, eine extrem widersprüchlich irreleitende Teller-ODER-Tank-Diskussion. Genau deshalb ist es gewollt, dass weiterhin 60-70 l Dieselkraftstoff (sehr endliche fossile, umweltbelastende Kraftstoffe!) zur Bewirtschaftung von 1 Hektar die Schlepper-Auspuffanlage passieren. Dem gegenüber stünden 1 Hektar Rapsfläche, die für die Bewirtschaftung von um die 20 Hektaren genügten mitsamt zusätzlichen hochwertigen heimischen Eiweißfutterkomponenten (anteilig über 50%!). Was ist an solchen Gedankengängen tatsächlich verwerflich!? Einzig wohl die Tatsache, dass ein Bruch dahingehend erfolgte, dass wieder IN DER LW und nicht mehr vornehmlich AN der LW Einkommen generiert werden könnte. Damit ein kaum zu überwindendes Hindernis fürwahr!!! // In einem gehen ich mit dem Gast allerdings d‘accord: Jeder Hungernde auf unserem blauen Planeten ist ein Hungernder zu viel! Und hier spreche ich sicherlich im Sinne aller meiner Berufskollegen, die für selbiges Dilemma allerdings nicht verantwortlich zeichnen! // Die Atomstromproduktion ist ein brandgefährliches Intermezzo in unserer derzeitigen Energieversorgungskette mit fatalen Hinterlassenschaften für unsere Kinder und Kindeskinder. Unsere nachfolgenden Generationen werden die Energie vom Acker daher dringendst benötigen, trotz gegenwärtig noch mangelnder Einsichten; wir stehen erst am Anfang einer gigantischen Welle, die unverzichtbar zunächst aber auch entsprechender geistiger Größe bedarf.
Gast schrieb am 05.04.2017 17:22 Uhrzustimmen(10) widersprechen(16)
Das das EEG Überdacht wird ist überfällig.Für ein vom Export abhängiges Land ist bezahlbare Energie Lebensnotwendig.Und auch der gemeine Bürger wird irgendwann nicht mehr verstehen warum er jedes Jahr 100€ mehr für Strom zahlen soll. Die Nutzung von Sonne,Wind und Wasser zur Energiegewinnung ist ok alles andere Schwachsinnig.Der gipfel ist das Einheimisches Getreide zu Ethanol für E10 verarbeitet wird und auf der anderen Seite Unmengen Soja als Futtermittel Importiert werden. Zusammen mit Palmöl für Biodiesel (für den Staatlich verortneten PANSCHZWANG )bewirkt das das in Südamerika Gigantische Regenwälder vernichtet werden.Das führt dann zu Naturkatastrophen wie sie dort gerade herschen.Die Menschen dort freuen sich bestimmt über unseren Kliemaschutz.
agricola pro agricolas schrieb am 05.04.2017 12:29 Uhrzustimmen(16) widersprechen(10)
Werter Herr König, dass ich mit einer kontroversen tiefgründigen Diskussion aufwartete, haben sie durchaus korrekt erkannt. Was ich an Ihrem herablassenden „Löwengebrülle“ allerdings argumentativ schwach finde ist die Tatsache, dass Sie geflissentlich ignorieren wollen, wer zunehmend die staatlichen Prämien der Bauern hemmungslos mit abgreift. Werden selbige innerhalb des Braugerstenanbaus nicht extrem effektiv in den weit geöffneten Schlund unserer Brauereigiganten zusehends umgeleitet!? Die Strukturbrüche innerhalb der LW, mit denen man auch im Mälzerumfeld zu kämpfen hat, nehmen Sie selbige überhaupt zur Kenntnis!? Von mir und meinem Anbauverhalten wird der Braugerstenpreis in keinster Weise beeinflusst. Nutzen Sie, werter Herr König, also Ihre Chance u. legen medial ehrlich und transparent Ihre „Zahlenjonglage“ in einer graphischen Gegenüberstellung offen, wie sich der Braugerstenpreis gegenüber dem Bierpreis in den vergangenen 30 Jahren entwickelt hat! Ihre Hochleistungsrechner versagen doch sicherlich nicht schon nach der zweiten Stelle hinter dem Komma im Centbereich die zuverlässigen Dienste!? Geniert man sich aber vielleicht, diese unlauteren Machenschaften wissentlich und wollentlich zu enttarnen!? Welcher Willkür unterstehen die deutschen Braugerstenanbauer mit aufoktroyierten aberwitzigen Qualitätsparametern und den damit einhergehend perfide definierten Stoßgrenzen für die in unseren Gefilden erzeugte Qualitätsbraugerste!? Bei den Importen spielt z.B. Gentechnik mit reichlich Glyphos-Streicheleinheiten versehen eine absolut untergeordnete Rolle, in der BRD herrscht bei der Braugerste dahingehend ein striktes Einsatzverbot! Die deutschen Anbauer konkurrieren also mit Importware, wo ein Pestizideinsatz zudem toleriert wird, der hierzulande seit Jahrzehnten ZU RECHT verboten ist!!! Wen interessiert das aber wirklich!? Wenn in Deutschland nur EIN Sonnenblumenkern in einer 25-Tonnen-Charge optisch heraussticht, so werden teure Spazierfahrten auf unseren Autobahnen initiiert, die schlussendlich WER bezahlen muss!? Leidvolle Erfahrungen im übrigen seitens unserer „aufnehmenden Hände in Mittlerfunktion“, so man denn in selbigen Reihen zu einem ehrlichen Statement gewillt ist. Dem konkurrierenden Sonnenblumenanbau hat man damit allerdings ergebnisorientiert so ganz nebenbei den Garaus gemacht! // Die archaischen Relikte der alljährlichen Braugerstenschauen haben vernebelnden Kultstatus für wen!? Das Können unserer internationalen Brauereioligarchen (3-4-Fusionitis) beruht einzig noch auf einem glamourös zelebrierten moralischen Anspruchsdenken auf das deutsche Reinheitsgebot; so man selbiges denn nicht nur plakativ kommuniziert mittels hoch professionellem, kapitalintensivem PR-Management. Den Zahn der Zeit hat man mit diesen antiquierten Denkstrukturen allerdings verpasst: Wer braut denn die äußerst hippen, exzellenten „Craft Beere“? Wo entflammte dieser Craft-Beer-Boom, der nun langsam auch zu uns überschwappt!? Wer hat diese „Szene“ verschlafen und hält an den geschmacklich individuell austauschbaren Einheitsbieren bei Blindverkostung fest!? (Ein entschuldigender Gruss hier an die wenigen familiengeführten regionalen Brauereien, die noch mit einer eigenen kreativen Note aufwarten können.) // DEN herausragenden Erfolg können unsere Brauereigiganten jedoch mit unterzeichnen: Auf dem Titelblatt der gerade im Briefkasten gelandeten Fachzeitschrift „MAIS“ springt sofort nachstehende Schlagzeile ins Auge!? -“Wie geht es nach dem EEG 2017 weiter!?“- Tosender Applaus, ...Resignation pur(?) nach den hehren Klimazielen, die noch in Paris gerade von unserer deutschen Kanzlerin in weltweiter Leuchtturmfunktion euphorisch gefeiert wurden!
Gast schrieb am 05.04.2017 10:15 Uhrzustimmen(10) widersprechen(5)
Ja irgendwie schwierige Lage in der Landwirtschaft. Sory ich will hier wirklich niemanden zu nahe treten aber irgendwie sind die Bauern selbst mit schuld an der missere.Seid langen wird nach Alternativen gesucht.Warum in aller Welt braucht ein Bauer Alternativen zu seiner Arbeit?Natürlich muß er Preise Erzielen von denen er Leben kann,ist nur die frage wie das am Schlauesten durchgesetzt werden kann.
Wenn aus Protest weil es für Braugerste (nur als beispiel ) zu wenig Geld gibt Energiepflanzen angebaut werden,wird das zur folge haben das Ausländische Erzeuger und Händler diese Lücke Freudestrahlend füllen werden.Nun werden Energiepflanzen auch nur eine vorübergehende Erscheinung sein,sieht man beim Biodiesel seit dafür Steuern gezahlt werden müssen will das Zeug keiner mehr und wen nicht per Gesetz 7% dem Minneraldiesel zugepanscht würden wäre er wohl ganz vom Markt verschwunden.Genauso wird es dem Biogas ergehen wenn Subventionen zurückgenommen und auf die erzeugte Energie Steuern gezahlt werden müssen kommt das böse Erwachen.
Die Bauern selbst werden wohl keine höheren preise für Ihre Erzeugnisse durchsetzen können da währe die Politik an der reihe.
Ich kann beim besten willen nicht nachvolziehen das für Kaviar derselbe Steuersatz gilt wie für Brot oder auf Schampus derselbe wie für Wasser.
Nun könnte man ja die Steuern auf Luxusgüter drastisch erhöhen und mit dem Geld Grundnahrungsmittel Subventioniren. Solche Vorschläge werden bei den Damen und Heeren aus der Politik natürlich nicht auf offene Ohren stoßen weil es ja eben diese Damen und Heeren sind die diese Luxusgüter konsumieren das gemeine Fußvolk kann sich das eh nicht leisten.Vieleicht solde man sich die Soziale ausrichtung der Parteien mal genauer ansehen und bei der Bundestagswahl im Herbst die richtige Entscheidung treffen.
Walter König schrieb am 05.04.2017 08:54 Uhrzustimmen(11) widersprechen(45)
In diesem Kommentar entladen sich ja mindestens 10 Jahre angestaute Stammtischweisheiten und wahllos aneinandergereihte Äpfel-Birnen-Vergleiche. Danke, dass Sie uns mit der Wortneuschöpfung "Agro-Trumpismus" gleich die hierfür passende Überschrift mitgliefert haben. Das Statement als reißerisch zu bezeichnen kann ich mir nur durch negative persönliche Betroffenheit bei der Braugerstenvermarktung erklären.
W. König
agricola pro agricolas schrieb am 04.04.2017 09:40 Uhrzustimmen(18) widersprechen(7)
Eine schon abenteuerliche Argumentationsschiene, die da aus berufenem Munde unserer „BAUERN“vertretung höchstpersönlich kommt. Es mutet für einen Ackerbauern schon nahezu unerträglich an, eine solche Verzerrung der Tatsachen verinnerlichen zu müssen. Welches Verantwortungsgefühl offenbart man damit gegenüber dem überlebenswilligen erbärmlichen Restbestand an deutschen Bauern!? Ein solcher bahnbrechender „Agro-Trumpismus“ in Reihen unserer berufsständischen Vertreter ist jedoch über Dekaden hinweg Standardprogramm. Warum thematisiert man nicht weit ehrlicher, welche für den Außenstehenden kaum sichtbare Divergenz zwischen dem zugestandenen Braugersten- und dem Bierpreis sich über Dekaden hinweg zielführend entwickelt hat!? Es spricht doch wahrlich Bände, wenn ein solches am heimischen Markt defizitäre Erzeugnis (30%) einer Prämienförderung bedarf, um selbiges als Ackerbauer in der eigenen Fruchtfolge überhaupt berücksichtigen zu können. WER giert hier nach dem Staatstropf!? Der Bauer!? // Ausgerechnet die alternativen Energien werden in obigem reißerischen Statement pro Braugerste angeprangert, wo der Bauer in ersterem Verwertungsumfeld auf weit ehrlicherer Basis entlohnt wird!? (Anmerkung: Ich selbst bin kein Biogasbauer). Die zunehmende Anbauverweigerungshaltung der heimischen Bauern im Braugerstenumfeld war einzig der Tatsache geschuldet, dass die Bauern auf ruinösem Erzeugerpreisniveau abgespeist werden sollten, effizient preisdrückend mit förmlichst aus der Luft gegriffenen Qualitätsparameter unter intergalaktischen Darlegungen bedacht! Nur ein einziges sichtbares Sonnenblumenkorn in einer 25-Tonnen-Braugerstencharge hat als „STOSSGRENZE“ der Mälzer ausgereicht, um die deutsche Qualitätsbraugerste auf unseren Autobahnen spazieren fahren zu dürfen, zur Verärgerung des Handels mit empfindlichen Konsequenzen für uns Bauern selbst. Dem Sonnenblumenanbau in der BRD hat man damit sehenden Auges als durchaus ernst zu nehmende Anbaualternative zügig den erfolgsgekrönten Garaus versetzt, ignorant toleriert von unserer UFOP (Appendix des Bauernverbandes), die gegen solche Selbstherrlichkeiten eines Sektors wenig Argumente in die Waagschale werfen wollte. Das AUS für die Pflanze schlechthin, die sich mit den voranschreitenden klimatischen Veränderungen (Trockenheit verbunden mit Temperaturanstieg) in Mitteleuropa weit besser zu arrangieren weiß, ohne weitere Vorzüglichkeiten ergänzend benennen zu wollen, gegenüber der stressanfälligeren Braugerste. // Mit keinem Wort wird thematisiert, welches gigantische Budget die Bierbrauer für ein PR-Management unserer Fernsehbiere vorhalten, man weitaus mehr für den Kronkorken auf der Flasche löhnt etc. pp., als dass man für die allerdings unverzichtbaren Ingredienzien Hopfen und Malz jemals zugesteht. Die Einnahmen, die der Bauer für eine Dezitonne Braugerste aktuell verbuchen darf, wie vor, reichen nicht einmal zur Finanzierung von ZWEI MASS BIER auf unserem bayerischen Königsfest, dem weltweit größten Volksevent!!! In Deutschlands Bierhauptstadt „No. one“ wird eine Deckelung des Bierpreises dato leidenschaftlich heiß diskutiert. Ein Löwengebrülle im Stadtrat sobald das Thema auf den Tisch kommt! -Wie lange schon arrangieren sich die deutschen Bauern demgegenüber stillschweigend mit ihrer von den Brauern verordneten unverschämten Braugerstenpreisdeckelung!? // Über 90% des Gerstenrohstoffes fließen nach dem Brauvorgang gewinnbringend im Übrigen wieder über die Futtertröge in die Landwirtschaft zurück. Warum also abbedingt man den Bauern, sein eigenes Erzeugnis derart verramschen zu müssen!? Der Kapitaltransfer dieser Wertschöpfungskreisläufe fließt in welche Kanäle einiger weniger internationaler Braugiganten!? // Die in dieser Thematik bereits seit Jahren geführten Diskussionen verhallten im Nirwana; mitleidig belächelt man den Bauernstand angesichts derer stets zielstrebig niedergeschmetterten Argumente. Wen wundert’s, wenn man obige impulsive Leidenschaft als berufsständisches Sprachrohr der Mälzerei- und Brauindustrie gegen jegliche Bauerninteressen verfolgen muss. - Zu welchen Preiszugeständnissen war man unseren Altvorderen gegenüber bei der Braugerste in Aufwartung getreten, toppten die Preis vor über 30 Jahren den aktuellen Preis nicht bei weitem, angesiedelt bei mehr als dem Doppelten!? Welcher deutschen Branche mutet man durchgängig noch einen derartigen Preisverfall zu in der seligen Erwartungshaltung, dass morgen schon der nächste dumme Bauer aufsteht, sobald ein anderer betriebswirtschaftlich Schiffbruch erleidet!? - „Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muß man vor allem ein Schaf sein!“ (Einstein)
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