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18.12.2016 | 14:29 | Ernte 2017 
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Getreidehändler erhöhen Ernteprognose für Getreide und Raps

Brüssel - Die Getreidehändler in der Europäischen Union haben ihre Schätzung der diesjährigen Getreideernte in der Gemeinschaft angehoben.

Getreidehandel
(c) proplanta

Der EU-Dachverband des Getreidehandels (COCERAL) veranschlagt das Aufkommen jetzt auf 295,2 Mio. t; gegenüber der September-Schätzung bedeutet das ein Plus von 1,8 Mio. t. Gemessen an der Erntemenge 2015, die jetzt ebenfalls etwas höher geschätzt wird, sind es aber noch 16,2 Mio. t beziehungsweise gut 5 % weniger.

Im Einzelnen hat COCERAL insbesondere die Produktionsschätzung für Weichweizen angehoben, und zwar um 0,95 Mio. t auf 134,7 Mio. t, was im Vergleich zu 2015 aber noch einem Rückgang um 17,4 Mio. t oder 11,5 % entspricht. Deutlich über dem Vorjahresniveau liegt die Durumernte, die gegenüber 2015 um 1,65 Mio. t auf 9,6 Mio. t gesteigert worden sein soll; das sind etwa 190.000 t mehr als zuvor von COCERAL geschätzt.

Etwas besser ausgefallen als von den Getreidehändlern im September angenommen oder erwartet, sind auch die Mais- und vor allem die Haferernte. Das Maisaufkommen wird aktuell auf 60,7 Mio. t veranschlagt; das sind gut 170.000 t mehr als vor drei Monaten vorausgesagt. Im Vorjahr waren 58,7 Mio. t Körnermais gedroschen worden. Die Schätzung der Haferernte wurde um 355.000 t auf annähernd 8,1 Mio. t heraufgesetzt; das sind 480.000 t mehr als 2015 davon eingebracht wurden. Für die Gerste wird eine Erzeugung von 59,2 Mio. t ausgewiesen, was verglichen mit 2015 eine Abnahme um 2,1 Mio. t bedeutet. Die Roggenernte wird auf 8,1 Mio. t und damit um 180.000 t höher veranschlagt als die Vorjahresmenge. Nahezu unverändert belassen hat COCERAL auch die Schätzung für Triticale, deren Produktion gegenüber 2015 um 1,8 Mio. t auf 10,7 Mio. t abgenommen haben soll.

Mehr Getreide in Polen und Spanien

Maßgeblich für den deutlichen Rückgang der EU-Getreideerzeugung ist im Wesentlichen die Entwicklung in Frankreich. Dort veranschlagt COCERAL die Getreideproduktion jetzt auf nur noch 53,7 Mio. t; im September war man zumindest noch von 54,5 Mio. t ausgegangen. Gemäß der aktuellen Schätzung wäre das Ergebnis von 2015 in Frankreich um 18,2 Mio. t oder ein Viertel unterschritten worden.

Für Deutschland wurde keine Anpassung vorgenommen; hierzulande soll die Druschmenge mit 45,65 Mio. t um 3,2 Mio. t kleiner sein als im Vorjahr. Für Großbritannien wird ein Rückgang um 2,4 Mio. t auf 22,2 Mio. t ausgewiesen. Dagegen ist das Getreideaufkommen in Polen und Spanien laut den COCERAL-Schätzungen deutlich gestiegen, und zwar um 2,0 Mio. t auf 29,5 Mio. t sowie 4,1 Mio. t auf 23,0 Mio. t. Demnach ist die Ernte in Polen um fast 1,2 Mio. t und in Spanien um 380.000 t höher ausgefallen als im September von den Getreidehändlern dort erwartet.

Deutlich mehr Raps in Spanien

Ebenfalls angehoben hat COCERAL seine Schätzung der diesjährigen EU-Rapsproduktion, nämlich um 89.000 t auf 20,0 Mio. t, was gegenüber dem Ergebnis von 2015 eine Abnahme um 2,4 Mio. t oder 11 % bedeutet. Ausschlaggebend für die Anhebung war die Entwicklung in Spanien, wo nach jetziger COCERAL-Schätzung 219.000 t Raps gedroschen wurden; das sind gut die Hälfte mehr als 2015.

Im September war der Verband dagegen von einem kräftigen Rückgang der spanischen Rapserzeugung ausgegangen. Um jeweils gut 40.000 t gesenkt wurden indes die Schätzungen für Frankreich und Deutschland, und zwar auf 4,63 Mio. t beziehungsweise 4,62 Mio. t. Im vergangenen Jahr waren in Frankreich 5,3 Mio. t und in Deutschland 5,0 Mio. t Rapssaat erzeugt worden. Die Sonnenblumen- und die Sojabohnenernte der Gemeinschaft werden von COCERAL nahezu unverändert zu den Zahlen von September auf 8,1 Mio. t und 2,4 Mio. t geschätzt; das wären gut 400.000 t beziehungsweise 330.000 t mehr als davon 2015 von den Feldern geholt wurden. (www.coceral.com)
AgE
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agricola pro agricolas schrieb am 18.12.2016 19:41 Uhrzustimmen(41) widersprechen(21)
Aktuell fordern führende deutsche sowie europäische Politiker die Unterbindung eventueller „Fake-News“ durch gezielte Abstrafung. Gerade Ernteschätzungen, insbesondere mittels euphorischem Zukunftsblick in die Glaskugel zu nicht selten marktmanipulatorischen Zwecken zu streuen, kann bisher immer und überall ohne jedwede Konsequenzen medial geübt und vollkommen schmerzbefreit verbreitet werden, ungeachtet der empfindlichen Einbußen im Nachgang, die infolgedessen durchgängig an das letzte Glied innerhalb dieser Wertschöpfungskette, das Bauernklientel, gänzlich durchgereicht werden. Hier handelt es sich keineswegs um eine demokratische Meinungsäußerung, die nach wie vor rechtlich schützenswert ist und es als solche auch bleiben sollte, sondern teilweise um sehr fragwürdige betriebswirtschaftliche Stimmungsbilder, die einer weitgehend wehrlosen kleinen Bevölkerungsgruppe, nämlich dem Bauernstand, erheblich zum Nachteil gereichen kann… Irgendwann einmal sind die Grenzen des guten Geschmacks erheblich überschritten!
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