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26.01.2017 | 11:15 | Silage 2016 
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Gute Maissilage-Qualität trotz schwieriger Bedingungen

Bonn - Der Mais trotzte auch im vergangenen Jahr den ungünstigen Vegetationsbedingungen. Trotz Nässe und Kälte im Frühjahr sowie Trockenheit und Hitze im Sommer weist die Maissilage 2016 im Durchschnitt noch gute Qualitäten auf.

Silomaisernte 2016
(c) proplanta

Das berichtet das Deutsche Maiskomitee e.V. (DMK) in Zusammenarbeit mit www.proteinmarkt.de (Dr. Jürgen Weiß) unter Berufung auf Untersuchungsergebnisse in den Ländern.

Die Maissilagequalität hat unter den ungünstigen Bedingungen nicht so massiv gelitten. Die durchgängig höheren Trockenmassegehalte deuten jedoch darauf hin, dass viele Landwirte die Ernte offensichtlich hinauszögerten, damit der Mais mit den Niederschlägen aus dem Herbst noch den Rückstand im Wachstum aufholen konnte. Die Rechnung ging nicht immer auf. Das lässt sich aus den Stärke- wie auch Fasergehalten ablesen.

Der Gehalt an Trockenmasse schwankt zwischen 34,4 % in Baden-Württemberg und 38,1 % in Hessen. Der Orientierungsbereich (30-35 %) wird nur in Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein eingehalten. Höhere Werte deuten auf kolbenreichere Silagen hin. Damit gehen Probleme in der Verdichtung mit der Folge einer möglichen Nacherwärmung einher. Der Rohaschegehalt schwankt zwischen 32 g/kg TM in den nordöstlichen Bundesländern und 41 g/kg TM in Niedersachsen. Der Grenzwert liegt bei 40 g/kg TM. Niedrigere Werte sind vorteilhaft.

Die Rohfasergehalte liegen zwischen 179 g/kg TM und 207 g/kg TM. Der Rohfasergehalt deutet auf das Verhältnis von Kolben zur Restpflanze hin. Je niedriger der Wert, umso höher ist der Kolbenanteil in der Silage. Der Rohfaser- und auch der Rohaschegehalt werden aber auch durch die Schnitthöhe beeinflusst.

Die Gehalte sind in den unteren Stängelbereichen relativ hoch, deshalb deuten die gemessenen Rohaschegehalte auf eine höhere Schnitthöhe hin. Der Wert der Neutral-Detergenzienfasern (aNDFom) liefert Hinweise auf den Gehalt an Zellwandmaterial. Er sollte sich zwischen 350 und 400 g/kg TM bewegen. In diesem Spektrum befinden sich die Analysen aus Schleswig-Holstein und den nordöstlichen Bundesländern. Alle anderen liegen leicht darüber.

Der erwünschte Stärkegehalt von über 300 g/kg TM wird im Durchschnitt in allen Regionen erreicht. Der Rohproteingehalt bewegt sich zwischen 62 g/kg TM in den nordöstlichen Bundesländern und 72 in g/kg TM in Bayern und Niedersachsen. ELOS, der Gehalt an enzymlösbarer organischer Substanz, aNDFom und der Wert an Rohfett fließen in die Berechnung des Energiegehaltes ein. Er liegt bei 6,7 bis 6,8 MJ NEL/kg TM. Schleswig-Holstein liefert mit 7,1 MJ NEL/kg TM und einer Steigerung um 0,4 MJ den Ausreißer nach oben.

Die Tabelle im Anhang zeigt die Durchschnittswerte aller Untersuchungen in den Regionen. Diese Durchschnittswerte dürfen aber nicht darüber hinweg täuschen, dass Abweichungen nach oben und unten teilweise extrem sind. Um die Ration optimal zusammenzustellen, empfiehlt es sich demnach, die eigene Silage beproben zu lassen.
dmk
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DRA schrieb am 09.03.2017 12:16 Uhrzustimmen(76) widersprechen(24)
Ein Hinauszögern bei hohen TM-Gehalten kostet nur Stärke, aber auch Ertrag. Sobald die Bestände absterben, ist die Ernte kompromisslos durchzuführen. Maximales Reifeverhältnis zwischen Korn und Restpflanze bestimmt den Erntebeginn. Der TM-Gehalt der Gesamtpflanze ist ein denkbar ungünstiger Reifeindikator !!! Wie lange noch dieser Unsinn ?
SRI schrieb am 04.02.2017 08:31 Uhrzustimmen(109) widersprechen(28)
Beim Verhältnis Kolben zu Restpflanze ist die Interpretation für den Kolbenanteil umgekehrt. Den Begriff (Silomais-Reifeindex = TM im Korn zu TM der Restpflanze) gibt es in abgewandelter Art veröffentlicht seit 2004! Der SRI ist ein Reife-, Stress- und Selektionsindikator. Mit dem SRI kann der gesamte Maisanbau aller Nutzungsrichtungen bis zum richtigen Erntezeitpunkt praktisch gesteuert werden. Er ermöglicht im Vorfeld der Ernte eine Interpretation der zu erwartenden Qualität, Ertrag und der künftigen Sortenwahl!
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