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07.07.2011 | 05:11 | Heidelbeersaison 

Heidelbeerernte 2011: Es geht erstmal langsam los

Böhme - Umweltminister Hans-Heinrich Sander eröffnet die Heidelbeersaison. Kälte und Trockenheit bremsen die Frühsorte „Duke“.

Heidelbeeren
(c) proplanta
Der niedersächsische Umweltminister Hans-Heinrich Sander hat am Mittwoch, 6. Juli, auf dem Beerenhof von Raimund Schliephake in Böhme, Landkreis Soltau-Fallingbostel, die Heidelbeersaison 2011 eröffnet.

Heiner Husmann, Vorsitzender des Bundes Deutscher Heidelbeeranbauer e. V., der die Saisoneröffnung veranstaltete, kündigte einen eher verhaltenen Erntebeginn an. „Es geht erstmal langsam los", so der Verbandsvorsitzende. Was den Beerensträuchern in diesem Jahr gar nicht gefallen hat, war die Trockenheit im Frühjahr und vor allem der Kälteeinbruch Anfang Mai. Dadurch wurden viele Plantagen stark geschädigt. Nur Betriebe, die ihre Beerensträucher mit Frostschutzberegnung schützen konnten, sind ohne Einbußen davongekommen. Besonders die Hauptsorte „Duke" mit der die Ernte beginnt, ist betroffen. Die etwas später reifende Sorte „Blue Crop" leidet dagegen unter der aktuellen Kälteperiode. Husmann: „Die Beeren an den Sträuchern dieser Sorte sind noch grasgrün." Ab August werden aber auf jeden Fall ausreichend frische Heidelbeeren zur Verfügung stehen, gibt er Entwarnung. Der Heidelbeeranbauer rechnet insgesamt mit einer „kompakten und leicht unterdurchschnittlichen Ernte 2011".

„Die Qualität der Beeren sollte allerdings passen", sagte Husmann. Der Regen in den vergangenen Wochen habe auch den Früchten gut getan. Heidelbeeren sind natürliche „Kraftpakete". Der extrem hohe Anteil an Antioxidantien stärkt die Abwehrkräfte, die Nerven und die Blutgefäße, sie enthalten viel Calcium, Magnesium und Eisen, Vitamin A, B1, B2 und Niacin. Außerdem wirken sie entzündungshemmend und sind, wie alle Beerenfrüchte, sehr kalorienarm.

2010 wurden in Niedersachsen rund 6.000 Tonnen Heidelbeeren geerntet, in ganz Deutschland waren es rund 8.100 Tonnen. Im Bund deutscher Heidelbeeranbauer sind rund 100 Anbauer organisiert, das sind gut 70 Prozent aller Heidelbeerbetriebe in Deutschland. In Niedersachsen wachsen die Beerensträucher auf rund 1.000 Hektar Plantagenfläche, der Ertrag je Strauch und Jahr liegt bei drei bis sieben Kilogramm Beeren. Entwicklungsfähig ist der Verzehr der blauen Fitmacher in Deutschland: Er liegt gerade mal bei 100 Gramm frischen Beeren pro Kopf und Jahr. (mg-niedersachsen)
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