Freitag, 02.12.2022 | 17:08:40
Vorsprung durch Wissen
schließen x
Suchbegriff
Rubrik
 Suchen
Das Informationszentrum für die Landwirtschaft

28.09.2022 | 09:47 | Aktueller Rat Pflanzenschutz 

Regen hat die Situation auf den Feldern entspannt

Karlsruhe - „Der in der letzten Zeit erfolgte Regen hat die Situation auf den Feldern entspannt,“ so der Taubertäler Fachmann und Pflanzenschutzexperte H. Lindner im Vorfeld seiner pragmatischen Anbautipps für den Main-Tauber-Kreis.

Pflanzenbau
(c) proplanta

Aus Sicht des Experten sind dennoch die Auswirkungen der langen Trockenheit noch zu beobachten.

Winterraps:
Der Winterraps profitiert von geringem Erdfloh- und Schneckenbefall, hat jedoch auf manchen Standorten mit Nachwirkungen von in der Vorkultur angewendeten Sulfonylharnstoffen zu kämpfen. Erfreulich ist zu beobachten, dass vor allem auf flachgründigen Standorten die Feldmauspopulationen erheblich dezimiert wurden. Allgemein ist zu beobachten, dass sich die Bestände oft nur sehr zögerlich weiterentwickeln.

Als Ursache vermuten wir Stress durch zeitliches Zusammentreffen von Herbizidmaßnahmen und Niederschlägen von über 10 mm. Weiter könnte der häufig noch trockene Unterboden eine Rolle spielen, der die Wurzelentwicklung einbremst. Bestände Beobachten und im Bedarfsfall, im Rahmen der rechtlichen Vorgaben, eine N-Gabe ausbringen.

Schnecken und Rapserdfloh waren bisher nur in Einzelfällen bekämpfungswürdig. In zügig sich weiterentwickelnden Beständen sollten Wachstumsregler ab dem 6 Blattstadium eingesetzt werden. Mittelwahl und Aufwandmengen sollten an die jeweilige Situation angepasst werden. In diesem Zusammenhang auch an die Zumischung von Bor denken!

Wintergerste:
Nachdem in der letzten Septemberwoche Niederschläge angekündigt sind, sollten Sie noch vorher die Situation nutzen, um die jetzt aufgelaufenen Verunkrautung mechanisch zur Strecke zu bringen. So könnte es noch funktionieren vor der Saat Anfang Oktober eine 2. Unkrautwelle zu erfassen. Die Notwendigkeit zur jetzigen Saat sehen wir nur auf sehr schweren Standorten, die jetzt saatfertig sind und weitere Niederschläge eine rechtzeitige Aussaat gefährden könnten.

(Informationen des Main-Tauber-Kreis vom 27.09.2022)
LTZ Augustenberg
Kommentieren
weitere Artikel

Status:
Name / Pseudonym:
Kommentar:
Bitte Sicherheitsabfrage lösen:


  Weitere Artikel zum Thema

 Wildschäden verhüten in Grünland, Acker- und Obstbau

 Rubin Plus steht wieder für die Hofbeize zur Verfügung

 Zusätzliche Anwendungsgebiete für Tomigan 200

 Herbstapplikationen haben zum Teil erheblich gezwickt

 Dokumentationspflicht gilt auch bei der Düngung!

  Kommentierte Artikel

 Tirols Bauern empört über Tourismus-Werbung mit Haferdrink

 Kauf-nix-Tag soll zum Umdenken anregen

 Grippewelle 2022/23: So früh und stark wie selten

 Bayernweites Verbot von Geflügelschauen nach Vogelgrippe-Ausbruch

 Rheinland-Pfalz: Kein Agrarland-Verkauf in größerem Stil an Investoren

 Reduzierung der Waschbären: Appelle und Aufklärung statt Gewehre?

 Deutschland im Rennen um besten Klimaschutz leicht zurückgefallen

 Özdemir lobt Ausbau von Transportwegen in die Ukraine

 Schaffung landwirtschaftlicher Flächen Hauptgrund für Artenschwund

 Bundesregierung setzt beim Moorschutz auf Freiwilligkeit und Kooperation