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10.04.2016 | 17:22 | Pflanzenproduktion 
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Rumänien: Weniger Mais und mehr Weizen 2015 geerntet - Dürre in 2016 erwartet

Bukarest - Die rumänischen Bauern haben im vergangenen Jahr mehr Weizen erzeugt, jedoch von den anderen Hauptkulturen zumeist weniger geerntet.

Ernte Rumänien
(c) proplanta

Die Weizenproduktion erhöhte sich nach vorläufigen Angaben des Bukarester Statistikamtes (INS) im Vergleich zu 2014 um 266.000 t oder 3,5 % auf 7,851 Mio. t, obwohl die Anbaufläche um 3,3 % eingeschränkt worden war. Dagegen litten die Maiserträge unter der Dürre in der zweiten Jahreshälfte, so dass die Ernte trotz stabilen Anbauareals um 3,118 Mio. t oder 26 % auf 8,871 Mio. t zurückging.

Gleichzeitig verringerte sich das Gerstenaufkommen im Jahresvergleich um 7,6 % auf 1,582 Mio. t, was vor allem auf die Flächeneinschränkung um 10 %zurückzuführenwar. An Getreide insgesamt brachten die rumänischen Landwirte 2015 den Statistikern zufolge 19,04 Mio. t ein; das waren 17,7 % weniger als im Vorjahr. Unter Trockenheit litten neben dem Mais auch Sonnenblumen, Raps, Kartoffeln und Gemüse. So fiel die Sonnenblumenernte mit schätzungsweise 1,758 Mio. t im Vergleich zu 2014 um 431.000 t oder 19,7 % kleiner aus.

Trotzdem führte Rumänien die Rangliste der EU-Erzeugerländer für diese Ölsaat weiter an. Die Zuckerrübenerzeugung veranschlagt das INS auf 1,009 Mio. t, womit das Ergebnis von 2014 um 390.000 t oder 4,7 % verfehlt worden wäre. Zu Buche schlug hier die Flächeneinschränkung um 16,1 % auf 26.000 ha.

Die Kartoffelproduktion nahmmit 20 % auf 2,779 Mio. t deutlich stärker ab, obwohl die Landwirte das betreffende Anbauareal lediglich um 5 % verkleinerten. Die Gemüseproduktion erreichte 2015 laut Schätzung der Statistiker 3,64 Mio. t, nach 3,802 Mio. t im Vorjahr.

Unterdessen hält es die Nationale Meteorologie-Administration (ANM) in Bukarest für sehr wahrscheinlich, dass Rumänien in diesem Sommer eine neue Dürre erleben wird. Prognostiziert wird, dass im Juli und August die Durchschnittstemperaturen in den meisten Landesteilen über der Marke von 35 °Celsius und damit deutlich höher liegen werden als üblich. Außerdem rechnen die Bukarester Meteorologen für diese Monate mit einem Niederschlagsdefizit.
AgE
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Pflanzenproduktion in Rumänien
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Kommentare 
ja schrieb am 15.04.2016 09:49 Uhrzustimmen(161) widersprechen(90)
Sie reden sich da ja nen Stuss zusammen
agricola pro agricolas schrieb am 11.04.2016 10:15 Uhrzustimmen(168) widersprechen(192)
Shit happens! - Nun, dem Vernehmen nach grünen im aktuellen Anbaujahr in den USA Maisanbauflächen soweit dort der Horizont reicht!!! In deutschen Gefilden stellt der Maisanbau in einigen Regionen eine in weiten Bereichen outgesourcte Kultur dar, wo neben den zwischenzeitlich nicht von der Hand zu weisenden massiven Schwarzkittelschäden man hierzu absolut toppend noch ein desaströs vernichtendes Erzeugerpreisniveau draufsattelt, von den wetterbedingten Unwägbarkeiten wollen wir erst einmal gar nicht sprechen. Ein „dickes Lob“ also an unsere DRV-Granden & Co., die allesamt „wohlgenährt“ in den entsprechenden Aufsichtsratsgremien der vor- und nachgelagerten Bereiche mit einem für die Bauern entsprechend fraglich opportunen, weit eher vielmehr wenig segensreichen Engagement förmlichst glänzen. Die deutschen Bauern im Besonderen (Mrs./Mr. „Glass House“ 2000%!), die europäischen Cross-Compliance-gestählten Bauern im Generellen, erfahren derzeit in einer durchgängigen agrarpolitischen Internationalisierungsstrategie einen schmerzhaften betriebswirtschaftlichen Fußtritt nach dem anderen. Entsprechend „effizient“ rollt brandaktuell die Bauernvernichtungswelle gnadenlos über die heimischen Gefilde hinweg und nimmt nach wie vor noch immer erheblichst an Fahrt auf. Man darf sich wohl zunehmend rühmen, dass infolge dessen gentechnisch veränderte Nahrungsmittel vornehmlich FRISCH auf unseren Tisch kommen werden, so dass auch unsere Toxikologen auf der Suche nach immer neuerlichen Glyphosatfunden sehr erfolgreich waren/sind/bleiben werden. // Das Wildmanagementgesetz in einigen deutschen Bundesländern ist im übrigen geltendes Recht u. komplettiert hier zusätzlich segensreich. Demnach hat der jeweilige Bewirtschafter mittlerweile 20% seines alljährlichen Wildschadens selbst zu tragen hat. Bei einer einzelbetrieblichen Maisanbaufläche von z.B. 20 Hektar „dürfen“ da, basierend auf einer solchen gesetzlichen Vorgabe, ruck zuck bis zu 4 Hektar aus den bäuerlichen Bilanzen ausgebucht werden. AUSSER SPESEN ALSO NICHTS GEWESEN! Die Populationsdichte unserer heimischen Schwarzkittel ist gerade im letzten Winter sprunghaft angestiegen. Aufgrund nicht unerheblicher Trockenschäden vielerorts u. damit einhergehend einer nicht hinreichend gewährleisteten Versorgung in den heimischen Wäldern während des extrem milden Winters treiben die Schwarzkittel nunmehr auf den Äckern ihr gefräßiges Unwesen. - Gibt‘s in den USA eine solche Wildschweinplage im eigentlichen nicht? Wenn nicht annähernd in vergleichbaren Größenordnungen, warum funktioniert dort, was bei uns vollkommen aus den natürlichen Bahnen läuft!? Reguliert vielleicht der Gentechnikanbau mit einem entsprechenden Glyphosateinsatz in den USA die Rate der dortigen Wildschweinpopulationen!? Interessant wäre doch, das einmal durch entsprechende Untersuchungen hinterfragen zu wollen, nachdem in unseren heimischen Gefilden wir auf jeden Fall sprunghaft explodierende Raten verzeichnen müssen u. somit neben der durchgängig betriebswirtschaftlich fundamental katastrophalen Erzeugerpreissituation der Maisanbau für die deutschen Bauern zunehmend vollkommen unlakrativ wird. Eine gentechnikfreie deutsche Ware wird in keinster Weise überhaupt „honoriert“, schon gar nicht monetär!!!!! - Guten Appetit, liebe Verbraucher! Hier solltet ihr schleunigst einmal protestreich medial aufmerksamkeitsheischend auf den Tisch hauen“ und zwar unüberhorbar laut; die deutschen Bauern dürft ihr da argumentativ eng an Eurer Seite wähnen wollen!!!!!
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