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15.11.2017 | 06:47 | Rapsaussaatfläche 2017 
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Winterrapsanbau nach wie vor auf hohem Niveau

Hannover - Der Winterrapsanbau in Deutschland bleibt auf einem stabil hohen Niveau. Mit 1,283 Millionen Hektar wurde im August/September dieses Jahres 1,9 Prozent weniger Winterraps ausgesät, bezogen auf die Erntefläche 2017.

Rapsanbau 2017
UFOP-Studie: Winterrapsanbau in Deutschland bleibt trotz witterungsbedingten Einschränkungen auf hohem Niveau. (c) proplanta

Witterungsbedingt ging insbesondere in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Niedersachsen der Umfang des Winterrapsanbaus deutlich zurück. Signifikante Flächenzuwächse waren in Bayern und Rheinland-Pfalz zu beobachten.

Das von der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) beauftragte Agrarmarktforschungsinstitut Kleffmann Group schätzt die Aussaatfläche von Winterraps zur Ernte 2018 auf 1,283 Millionen Hektar. Basis dieser Flächenschätzung ist eine Befragung von ca. 1.400 Raps-Landwirten, die im September/Oktober deutschlandweit durchgeführt wurde.

Im Vergleich zur Erntefläche 2017 bedeutet dies einen Rückgang des Anbaus um rund 24.000 Hektar bzw. 1,9 Prozent. Bis zum Ende der Befragung mussten aufgrund ungünstiger Witterung bereits ca. 3.900 Hektar umgebrochen werden, sodass aktuell von einer Anbaufläche von rund 1,279 Millionen Hektar auszugehen ist.

Das bedeutendste Bundesland für den deutschen Rapsanbau bleibt weiterhin Mecklenburg-Vorpommern mit einer Aussaatfläche von 204.500 Hektar. Allerdings ist die Rapsfläche gegenüber dem Vorjahr mit -21.300 Hektar (bzw. -9,4 Prozent) deutlich gesunken. Wesentlicher Grund für diesen Anbaurückgang war die ungünstige Witterung zum Aussaattermin, die zu eingeschränkter Bestellung mangels Befahrbarkeit der Flächen führte.

Landwirte in Schleswig-Holstein waren von dieser Problematik ebenfalls massiv betroffen. Die Aussaatfläche liegt hier mit 80.600 Hektar sogar -17,4 Prozent (-17.000 Hektar) unter dem Niveau des Vorjahres. Auch in Niedersachsen (-8.000 Hektar, -6,6 Prozent) wurde deutlich weniger Raps ausgesät, wobei auch hier regional die ungünstige Witterung als Ursache anzusehen ist.

In weiteren wichtigen Anbauregionen bleibt die Anbaufläche weitestgehend stabil: Die Aussaatfläche in Sachsen-Anhalt liegt bei 161.800 Hektar (+2,2 Prozent, +3.500 Hektar), in Brandenburg bei 131.200 Hektar (+2,2 Prozent; +2.800 Hektar) und in Sachsen bei 129.400 Hektar (+0,2 Prozent; +300 Hektar). Insgesamt repräsentieren die ostdeutschen Bundesländer rund 58 Prozent der in Deutschland ausgesäten Rapsfläche.

Mit 129.300 Hektar Aussaatfläche folgt Bayern (+9,4 Prozent; +11.100 Hektar) im Ranking der Bundesländer vor Thüringen mit 119.200 Hektar (+1,1 Prozent; +1.300 Hektar). Niedersachsen weist mit 113.800 Hektar (-6,6 Prozent; -8.000 Hektar) ebenfalls eine Aussaatfläche über 100.000 Hektar auf.

Wie bereits in den Vorjahren zeigt sich, dass die Fruchtfolgeplanung den mit Abstand größten Einfluss auf die Ausdehnung und Reduzierung der Winterrapsfläche hat. 57 Prozent der Rapslandwirte haben die Winterrapsfläche ihres Betriebes aufgrund entsprechender Anbauplanungen vergrößert. Insgesamt 55 Prozent der Rapslandwirte haben aus diesem Grund reduziert.

Abhängig von der Schlaggröße haben in diesem Jahr 23 Prozent der befragten Landwirte ihre Winterrapsfläche ausgedehnt und 15 Prozent der Landwirte reduziert. Ausschlaggebend für die Erweiterung der betrieblichen Rapsfläche war außerdem für 6 Prozent der Landwirte eine positive Flächenentwicklung und für 5 Prozent ein attraktiver Erzeugerpreis. Weiterhin haben sich für eine Reduzierung der Winterrapsfläche bundesweit 10 Prozent der Landwirte aufgrund ungünstiger Witterung und 7 Prozent aufgrund eines geringen Rapsertrags entschieden.

Bis Ende Oktober wurden im Bundesgebiet rund 3.900 Hektar Winterraps umgebrochen. Davon erfolgten die meisten Umbrüche in Thüringen (2.800 Hektar). Weitere Umbrüche wurden vor allem in Nordrhein-Westfalen (430 Hektar) und Bayern (360 Hektar) vorgenommen. In Abhängigkeit vom weiteren Witterungsverlauf wurden zum Zeitpunkt der Befragung zusätzliche Umbrüche in Höhe von bis zu 9.250 Hektar erwartet. Betroffen wären hiervon am stärksten die Bundesländer Schleswig-Holstein (1.600 Hektar), Rheinland-Pfalz (1.360 Hektar), Bayern (1.350 Hektar) sowie Brandenburg (1.250 Hektar).

Das Ergebnis der UFOP-Studie prognostiziert einen Winterrapsanbau auf weiterhin hohem Niveau bei einem leichten Flächenrückgang auf aktuell rund 1,283 Millionen Hektar. Insbesondere in Norddeutschland hat ungünstige Witterung zum Aussaattermin zu Einschränkungen bei der Winterrapsbestellung geführt. Da in den ersten Wochen nach der Aussaat nur wenige Umbrüche erfolgt sind, hat sich bislang die Anbaufläche zur Ernte 2018 nur geringfügig reduziert.

Seit fast zwei Jahrzehnten veröffentlicht die UFOP jeweils Mitte November eine Prognose der Winterrapsaussaatfläche. Dieser Service erlaubt sehr frühzeitig eine exakte Schätzung des Anbaus zur nächsten Ernte. Die UFOP-Studie wird von Unternehmen der Agrar- und Ernährungswirtschaft anerkannt und als Grundlage für Kalkulationen und Planungen genutzt.
ufop
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agricola pro agricolas schrieb am 15.11.2017 07:55 Uhrzustimmen(53) widersprechen(5)
Unser Appendix des Bauernverbandes, die UFO(P), rechnet also mit Hilfe der Kleffmann Group unverhohlen deren hofiertes Klientel der vor- und nachgelagerten Agrarindustrie REICH und selbstredend die deutschen Bauern -leider, leider- ARM; an vorderster Front auch die 1400 gutmütigen Plaudertaschen.

Die Ertragserwartungen im laufenden Anbaujahr, prognostiziert und veranschlagt locker bei um die 5 Tonnen und Ölgehalten von gesicherten 44% lassen hehre Euphorie ausbrechen!

Das treudoof lemmingenhafte Bäuerlein vereinnahmt demnach nach obiger exakter Prognosemethodik, der ich mich statistisch selbstverständlich gutgläubig anschließen möchte, 1.500 Euronen pro Hektar auf seinem eigenen Betriebskonto.

Seit der Aussaat haben die Produzenten des „schwarzen Goldes“ mindestens schon 5 Überfahrten getätigt. Trotz Düngeverordnung darf davon ausgegangen werden, dass vor Winterbeginn demnach schon ein Input von mindestens 800 Euronen vorfinanziert ist, eine Vorleistung des jeweiligen Bewirtschafters. Die meisten Bauern kommen mit hoffentlich weiteren 5 Überfahrten ab Vegetationsfortschritt im kommenden Frühjahr bis zur Ernte zurecht, demnach summiert sich der Kosteneinsatz auf mindestens 1.600 EURONEN, allein bei den Produktionskosten bringt der Rapsanbauer also schon 100 € mit!
Ein kleiner pflanzenbaulicher Hinweis aufgrund aktueller Witterungslage: Eine Fungizidbehandlung kann man sich aktuell ersparen, da unser Thermometer großflächig über einen längeren Zeitraum schon unter 0 Grad Celsius anzeigte. Umgekehrt kann man nun aber Fuchsschwanz bestens bekämpfen, gerade den norddeutschen Kollegen sei hierzu dringend geraten, wodurch natürlich annähernd 100 € sofort aufgewendet werden müssen.

Warum hat Kleffmann die Kostenfrage nicht ehrlich transparent und glaubwürdig hinterfragt? Hatte der Appendix des Bauerverbandes hieran vielleicht kaum Interesse, diese sachlich nüchtern desaströsen Wahrheiten in Erfahrung zu bringen!? - Erspart euch eure Weissagung, dass im Rapsanbau noch Geld verdient wird, wenngleich Papier natürlich ungemein geduldig ist.

99 Prozent der deutschen Bevölkerung ordnen den Bauernstand der gesellschaftlichen Gruppierung des PREKARIATS zu, wäre dem nicht so, gäbe es den deutschen oder französischen Rapsanbau allerdings schön längst nicht mehr. - Ob der Schatzkanzler im Brexitland da vorausschauend bereits agrarpolitisch Vorsorge trägt? Bislang scheitert es wohl dahingehend dem Vernehmen nach am Willen. Muss Charles deshalb vielleicht anderweitig Finanzlöcher stopfen, wie aktuell durch die Paradise-Papers aufgedeckt wurde!?
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