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24.05.2021 | 10:10 | Fischerei 
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Angeln erfreut sich zunehmender Beliebtheit - Klage gegen Nachtangelverbot

Stuttgart - Tausende Menschen im Südwesten haben in Corona-Zeiten ihre Leidenschaft fürs Angeln entdeckt - doch der Einstieg gestaltet sich schwierig.

Angler
Aus Sicht der Angler ist das baden-württembergische Nachtangelverbot ungerecht. Von allen Nutzern von Gewässern werden nachts ausgerechnet die ruhigen Naturgenießer verbannt, während andere Party machen dürfen. Hat die Regelung vor Gericht wohl Bestand? (c) proplanta

Wegen der Pandemie sind Angel-Prüfungen und die für die Prüfung unverzichtbaren Praxistage ausgefallen. «Wir erleben einen gewissen Boom des Angelns», sagt der Geschäftsführer des Landesfischerei-Verbandes, Reinhart Sosat. Rund 10.000 Menschen im Südwesten wollen ihrem neuen Hobby so schnell wie möglich an Seen oder Flüssen nachgehen.

3.000 Angelfreunde hatten Glück und haben nach Angaben Sosats Anfang Mai die erste Fischereiprüfung seit einem Jahr abgelegt und können nun den Fischereischein bei ihrer Kommune beantragen. «Die haben sich sehr gefreut, endlich am Ziel zu sein», sagt Sosat. Auch bei Frauen werde die Fischerei immer beliebter. Ihr Anteil liege bei fünf bis zehn Prozent.

Doch 7.000 Menschen warten sehnlichst darauf, ihren Praxistag als Voraussetzung für die Prüfung zu absolvieren. «Denn Angeln kann man ja nicht nur theoretisch lernen», erläutert Sosat. Dass diese Treffen eines Ausbilders mit sechs Prüflingen am Wasser wegen Corona nicht erlaubt sind, versteht er nicht.

«Der Aufenthalt an frischer Luft mit Masken und Distanz ist doch ziemlich risikolos.» Doch langsam kommt Bewegung in die Sache: Nach Angaben des Sozialministeriums kann die praktische Ausbildung in Regionen mit einem Sieben-Tage-Inzidenzwert von unter 100 stattfinden.
dpa/lsw
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A. Fischer schrieb am 31.05.2021 09:31 Uhrzustimmen(7) widersprechen(11)
Wie bekommen eigentlich Fische schmerzlos ihren Magen voll, wenn sie z.B.
mit ihren Schlundzähnen Muschel und Schneckenschalen knacken.
Wenn Seeigel ganz im Seewolfmaul verschwinden?
Das angeführte Gerichturteil wird auch nicht angebrachter wenn es auch noch weitere 20 Jahre bei jeder Gelegenheit beim Thema Angeln angeführt wird.
Sehr gern von der Tierrechtsorganisation PETA, wie das auch hier der Fall ist.
Catch & Release" eines Karpfens, das hatte das Gericht zu beurteilen.
https://www.netzwerk-angeln.de/infocenter/hintergruende/62-catch-and-release-eine-falsch-gefuehrte-diskussion.html

"Hier wird schlicht die Ursache mit der Wirkung verwechselt. Man muss zwischen bewusstem Schmerzempfinden - ein subjektives Gefühlserlebnis - und unbewusst verarbeiteter Nozizeption ohne Schmerzerleben unterscheiden. Knochenfische wie Forellen haben einfache A-Nozizeptoren und können damit thermische und andere Schädigungen der Haut wahrnehmen. Die Reize werden aber höchstwahrscheinlich unbewusst ohne Schmerzerlebnis verarbeitet, führen aber auch zu komplexen Verhaltensreaktionen. Daraus können Fische auch lernen. Mit anderen Worten: Hochkomplexe kognitive Leistungen sind möglich, ohne dass die Fische Schmerzen empfunden haben müssen. Die Nozizeption, die nicht mit dem psychischen Schmerzerleben zu verwechseln ist, macht es möglich."
https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/angelprofessor-robert-arlinghaus-ueber-den-schmerz-der-fische-a-920546.html
Ulrich Dittmann schrieb am 27.05.2021 18:12 Uhrzustimmen(18) widersprechen(6)
Auch wenn Fische nicht schreien können: "Durch die Einzelakte des Angelvorgangs, durch Anhieb, Anhaken, Drill, Landung und Abhaken werden dem Fisch Unlustgefühle vermittelt, die er als seiner Wesenart zuwiderlaufende, instinktwidrige und gegenüber seinem Selbsterhaltungstrieb wesensfeindliche Einwirkung und Beschränkung seines Wohlempfindens, insgesamt als Leiden empfindet", so das AG Bad Oeynhausen ( Az. : 5 Cs 16 Js 567/00) Dieser richterlichen Entscheidung ist nichts hinzuzufügen.

Mancher Angler mag sich dabei gar als überzeugter “Natur- und Tierfreund” sehen und sich über Tierquälereien - von anderen begangen - sehr erregen. Dabei sollte er aber mit dickem Zeigefinger zuerst auf sich selbst deuten. Parallelen zum Stierkampf-“Sport” drängen sich gleichnishaft förmlich auf. Jeder Angler, ein kleiner wichtigtuerischer deutscher “Miniatur-Torero”, der nach “erfolgreichem Kampf” gegen den kleinem Fisch mit kindlicher Freude “stolz wie ein Spanier” seine Beute präsentiert.

Ob am Tag oder in der Nacht - "Angeln", all dieses Tun , Hineinbohren eines Hakens in den Fischgaumen, hat nichts mehr mit dem Stillen von Hunger zu tun, es ist nichts anderes als eine geschmacklose Volksbelustigung auf Kosten eines zum Sportobjekt degradierten Tieres.
A. Fischer schrieb am 24.05.2021 10:30 Uhrzustimmen(2) widersprechen(14)
Zitat
«Schwimmen, baden, rudern, Radau machen oder Hunde baden ist rund um die Uhr möglich, aber wir sollen die Störenfriede sein?»

Klagen sie bitte wenn nötig bis in höchste Distanz, gegen diese Diskriminierung der Angler.

Diese beschriebenen Aktivitäten werden von Bürger/innen alle kostenlos und in der Regel ohne jedes persönliche Engagement für das Gewässer und seine Uferregionen genutzt.
Angler müssen in der Regel einen Pachtgebühr bezahlen, ohne den von ihnen eingebrachten und finanzierten Fischbesatz, wären manche Flüsse nur noch ein Tummelplatz der Spaßgesellschaft, ohne Biologische Vielfalt im und am Gewässer.

Herr Schock, binden sie den Anglerverband mit ein, damit das gleich bundesweit abgeklärt wird.
https://www.dafv.de/

Es gibt nämlich auch hier solch absurden Maßnahmen. 2001 wurde schon einmal ein Nachtangelverbot verhängt. Es wurde gerichtlich gekippt, weil die Jagd nicht verboten wurde.

20 Jahre später wieder ein Thema in der Region Hannover, und ein Minister der sich wie ein Aal wendet oder dem Vogel Wendehals alle Ehre macht.
"Angler tun in Neustadt und Wunstorf viel für den Erhalt von Arten und Lebensräumen: Davon hat sich der niedersächsische Umweltminister Olaf Lies auf der Teichanlage Göckemeyer in Poggenhagen überzeugt. In die Debatte ums Nachtangelverbot will der SPD-Politiker aber nicht eingreifen."
https://www.asv-luthe.de/aktuelles/

01/2020
70 Minuten Video
Robert Arlinghaus: Der unterschätzte Angler - Ringvorlesung
https://www.youtube.com/watch?v=FJcme7GnpCM

Aus 2002
Die Bevölkerung war mehrheitlich positiv gegenüber der Angelfischerei eingestellt. Der ökonomische Gesamtnutzen des Angelns für die Gesellschaft konnte mit rund 6,4 Milliarden € jährlich beziffert werden. Etwa 52.000 Erwerbstätige hingen im Jahre 2002 direkt und indirekt von den Ausgaben der Angler ab. Der Einstieg ins Angelhobby fand überwiegend bereits im Kindesalter statt. Die befragten Angler waren nur zu etwa 50-60% in Angelvereinen organisiert. Im Mittel wurden bemerkenswerte 40% der jährlichen Angeltage von in der Bundesrepublik wohnhaften Anglern im Ausland verbracht. Flüsse und natürliche Standgewässer waren die wichtigsten Angelgewässer für fast 60% der befragten Angler.
https://www.ifishman.de/publikationen/einzelansicht/580-angelfischerei-in-deutschland-eine-soziale-und-oekonomische-analyse/

Angeln ist mehr als nur Fische fangen, wenn man möchte.
"Aller-Oker-Lachsgemeinschaft e.V.
Vorfahrt für den Lachs"
https://okerlachs.de/aktuelles/

„Wanderfische ohne Grenzen – NASF Deutschland“ wurde am 17.4.2015 in Fürstenfeldbruck von 13 Gründungsmitgliedern ins Leben gerufen.
http://wanderfische.eu/index.php?option=com_content&view=category&layout=blog&id=38&Itemid=101&lang=de
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