Mittwoch, 22.09.2021 | 17:39:56
schließen x
Suchbegriff
Rubrik
 Suchen
Das Informationszentrum für die Landwirtschaft
18.03.2015 | 00:03 | Bienengesundheit 
 1

Bienenfachmann: Völkersterben nicht so dramatisch wie befürchtet

Mayen - Das für Deutschland vorhergesagte Bienensterben fällt nach Einschätzung des Experten Christoph Otten zwar wesentlich größer aus als im Winter 2013/14, ist aber geringer als befürchtet.

Biene im Anflug
Die Varroa-Milbe hat den Bienen im vergangenen Winter besonders heftig zugesetzt. Die Verluste sind nach Angaben eines Bienenexperten aber nicht so groß wie befürchtet. Für die Honigernte müssen die Imker nun aber noch mehr als sonst auf gutes Wetter hoffen. (c) proplanta

Wahrscheinlich seien weniger als 25 Prozent der Völker betroffen, sagte der Leiter des Fachzentrums Bienen und Imkerei in Mayen auf Anfrage. Inwieweit sich der Verlust auf die Bestäubung der Pflanzen und die Honigernte auswirken werde, könne man noch nicht sagen. Das Fachzentrum - eine Landeseinrichtung - berät die Zunft und forscht über Imkerei.

Der Deutsche Imkerbund hatte kürzlich geschätzt, dass etwa 30 Prozent der Völker diesen Winter nicht überlebt haben, stellenweise war auch von bis zu 35 Prozent die Rede. Als Grund gilt unter anderem das früh einsetzende Frühjahrswetter 2014, das die Verbreitung der Varroa-Milbe begünstigt hat. Diese schadet den Bienen.

Im Winter 2013/14 seien bundesweit etwa zehn Prozent der Bienenvölker eingegangen, sagte Otten. «Dieses Jahr ist der Anteil mindestens doppelt so hoch.» Er berief sich dabei auf den Trend einer noch nicht abgeschlossenen Erhebung, die seine Einrichtung bundesweit organisiert. «Es ist nicht so, dass wir in ein großes Drama reinschlittern», sagte der Fachmann. Es gebe immer mal wieder Jahre, in denen mehr Völker die kalte Jahreszeit nicht überlebten. Im langjährigen Mittel gelte das für 10 bis 15 Prozent. Betroffene Imker könnten selbst für Nachschub sorgen. «Wer keinen Totalverlust hat, kann aus dem Bestand Völker vermehren.» Otten räumte allerdings auch ein, dass die Umfrage noch nicht abgeschlossen ist. 2014 hatten sich daran etwa 10.000 Imker beteiligt.

Inwieweit sich der Bienentod auf die Honigmenge auswirken werde, lasse sich nicht abschätzen, sagte Otten. «Wenn wir bei der Blühphase schönes Wetter haben, wird das keine negativen Auswirkungen haben.» Sei das Wetter aber schlecht, dann könne dies zusammen mit der geringeren Zahl der Tiere schon dazu beitragen, dass die Ernte niedriger ausfalle. «Alarm an der Honigfront» gebe es aber ohnehin, denn die deutschen Imker könnten nur etwa ein Viertel des inländischen Bedarfs decken, der Rest müsse importiert werden. Die Sprecherin des Deutschen Imkerbundes, Petra Friedrich, war von einer ganz schlechten Honigernte ausgegangen.

In Rheinland-Pfalz gibt es nach Ottens Angaben etwa 4.500 Imker. Jeder von ihnen hält etwa acht bis zehn Bienenvölker. (dpa/lrs)
Kommentieren Kommentare lesen ( 1 )
weitere Artikel

Status:
Name / Pseudonym:
Kommentar:
Bitte Sicherheitsabfrage lösen:


Kommentare 
paulus schrieb am 18.03.2015 09:51 Uhrzustimmen(186) widersprechen(113)
Herr Otten erhöht die uralte Imkererfahrung zu den Völkerverlusten um 50%. Warum das? Wir haben Anspruch auf die Bgründung dafür, durch den Wissenschaftler, Herr Otten!
  Weitere Artikel zum Thema

Prozess um Glyphosat in Honig zieht sich in die Länge

Sachsen-Anhalts Imker mit vergleichsweise guter Ernte im Frühjahr

Tausende Bienenstöcke in Griechenland zerstört

24 Menschen begannen im Jahr 2020 eine Ausbildung als Imkerin oder Imker

Honigernte: So schlecht wie lange nicht?

  Kommentierte Artikel

Schweinehalter in Existenzkrise

Mühlen suchen verzweifelt nach Hartweizen

Agrarminister fordert Aberkennung der Gemeinnützigkeit für Peta

Getreide-, Mühlen- und Stärkewirtschaft beklagt Kostendruck

2.000 Quadratmeter zum (Über-)Leben?

Zuckerrüben: Zuckerwirtschaft geht von guter Entwicklung aus

Getreideaufkommen auf 42,1 Millionen Tonnen veranschlagt

Mehr Starkregen: Vor allem Städte müssen umdenken

Nur unterdurchschnittliche Getreidernte in Baden-Württemberg 2021

Schwankungen und Starkregen: Schwächere Ernte 2021

Nachrichten
Agrarpolitik
Agrarwirtschaft
Unternehmen
Landtechnik
Pflanze
Tier
Bio
Wissenschaft
Wald & Forst
Umwelt
Energie
Verbraucher
Karriere
Landleben
Medizin
IT & Medien
Veranstaltungen
Neuerscheinungen
Service

Agrarnachrichten-Ticker
Schlagzeilen
Tags
Archiv
Premium-News
Agrar-Suchbegriffe
RSS-Channel
Markt & Preis
Warenbörsen
Mannheimer Produktenbörse
Südwestdeutsche Warenbörse
Frankfurter Produktenbörse
Stuttgarter Produktenbörse
Bayerische Warenbörse
Würzburger Produktenbörse
Vereinigte Getreide- u. Produktenbörse Braunschweig - Hannover - Magdeburg
Hamburger Getreidebörse
Bremer Getreide- und Futtermittelbörse
Getreide- und Produktenbörse Paderborn
Rheinische Warenbörse
Mitteldeutsche Produktenbörse - Berlin - Brandenburg
Mitteldeutsche Produktenbörse - Dresden
Mitteldeutsche Produktenbörse - Erfurt
Mitteldeutsche Produktenbörse - Halle
Börse Wien
Marktberichte

Warenterminmärkte
CBoT-Weizenpreis
CBoT-Maispreis
MATIF-Weizenpreis
MATIF-Rapspreis
MATIF-Maispreis
EUREX-Schweinepreis
EUREX-Ferkelpreis
Agrarmarkt-Widget
Glossar

Stellenmarkt
Stellenangebote
Stellengesuche
Jobwall
Agrarstudium
Grüne Berufe
Bewerbungstipps
Online-Journal

Marktplatz
Landtechnik
Traktoren
Traktorzubehör
Baumaschinen
Ersatzteile
Erntetechnik
Saattechnik
Fütterungstechnik
Räder
Bodenbearbeitung
Kommunalgeräte
Forsttechnik

Kleinanzeigen
Angebote
Gesuche

Büchermarkt
Angebote

Futtermittel
Suche
Rinderfutter
Kälberfutter
Milchviehfutter
Schweinefutter
Ferkelfutter
Eberfutter

Wetter
Agrarwetter Deutschland
Agrarwetter Baden-Württemberg
Agrarwetter Bayern
Agrarwetter Brandenburg
Agrarwetter Hessen
Agrarwetter Mecklenburg-Vorpommern
Agrarwetter Niedersachsen
Agrarwetter Nordrhein-Westfalen
Agrarwetter Rheinland-Pfalz
Agrarwetter Saarland
Agrarwetter Sachsen-Anhalt
Agrarwetter Schleswig-Holstein
Agrarwetter Thüringen

Wetterrückblick
Niederschlagsradar
Unwetterwarnung Deutschland
15-Tage-Temperaturtrend

Agrarwetter Österreich
Agrarwetter Schweiz
Agrarwetter Frankreich
Météo Agricole France
Agrarwetter Italien
Meteo Agricolo Italia

Profiwetter Deutschland
Profiwetter Österreich
Profiwetter Schweiz
Profiwetter Frankreich
Météo Professionnel France
Profiwetter Italien
Meteo Professionale Italia

Agrarwetter.net

Agrar-Branchenbuch
Alle Rubriken
Produktverzeichnis
Firmenverzeichnis

Behörden
Bildungseinrichtungen
Organisationen
Bio-Handel
Fruchthandel
Direktvermarkter
Innenwirtschaft
Landhandel
Landtechnik
Lohnunternehmen
Pflanzenproduktion
Tierproduktion
Verarbeitung
Beratung
Energie
Hofurlaub
Veranstaltungen
Garten- und Landschaftsbau
Maps
Bodenpreise
GVO

Agrarforum

Veranstaltungen
Messen Ausstellungen
Tagungen Kongresse
Workshops Seminare Vorträge
Info-Veranstaltungen
Feldtage
Auktionen
Feste
Wettbewerbe
Traktor-Pulling

Infothek

Lexikon: 
Landwirtschaft Unkräuter

Wörterbuch: 
Landwirtschaft Landtechnik Pflanzenkrankheiten Pflanzenschädlinge Unkräuter Nutztiere Tiergesundheit

Pflanze: 
Mais Weizen Gerste Roggen Reis Raps Sonnenblume Sojabohne Baumwolle Zuckerrübe Kartoffel Wein Tabak

Tiere: 
Rind Schwein Schaf Ziege Geflügel


Ratgeber

Umfrage

Mediathek
Fotos
Videos
Pflanzenbauberater
PSM-Suche
Pflanzenschutzmittel
Neuzulassungen
Ablauffristen
Aufbrauchfristen
Abgelaufene Mittel
Zulassungsverlängerungen
Auflagen

PSM-Empfehlungen
Herbizide
Fungizide
Insektizide Getreide
Wachstumsregler Getreide

Sorten-Suche
Neue Sorten
Pflanzenzüchter

Regionale Empfehlungen

Garten-Ratgeber
Für angemeldete User
Stellenanzeige schalten
Kleinanzeige schalten
Eintrag ins Branchenbuch
Online-Landvermessung
Wetter-Profile anlegen
Projekte in Maps anlegen
Newsletter-Profil anlegen
Zugang Unkraut-Lexikon
Zugang Premium-News
E-Markttelegramm abonnieren

zur Anmeldung
Service
Bannerschaltungen
Newsticker
Agrarfotos
PR-Meldungen
Agrarmarkt-Informationen
Agrarmarkt-Widget
Wetterfenster für Homepage

Info + Preise

Kontakt