Donnerstag, 09.02.2023 | 00:48:39
Vorsprung durch Wissen
schließen x
Suchbegriff
Rubrik
 Suchen
Das Informationszentrum für die Landwirtschaft
09.01.2023 | 10:18 | Afrikanische Schweinepest 

Deutlich weniger ASP-Fälle in Europa

Bonn - In Europa hat es im abgelaufenen Jahr deutlich weniger Ausbrüche der Afrikanischen Schweinepest (ASP) gegeben als 2021.

Schweinegesundheit
(c) proplanta
Wie aus Daten des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) auf Basis des europäischen Tierseuchenmeldesystems (ADNS) hervorgeht, gab es 2022 in der Europäischen Union zuzüglich Serbiens, Moldawiens, Nordmazedoniens und der Ukraine insgesamt 7.760 ASP-Virusnachweise; das waren 6.215 oder 44,5 % weniger als im Jahr zuvor. Hierbei sank die Zahl der infizierten Hausschweinebestände um 71,3 % auf 533 Haltungen; bei Wildschweinen war ein Rückgang von 40,4 % auf 7.227 Ausbrüche zu verzeichnen.

Negativ muss indes gewertet werden, dass die Tierseuche mit Italien, Tschechien und Nordmazedonien in drei weiteren Ländern neu auftrat. Insgesamt waren 15 europäische Staaten von der ASP betroffen. Erneut die meisten ASP-Fälle wurden mit 2 108 aus Polen gemeldet; das waren allerdings gut ein Drittel weniger als 2021. Hierbei sank die Zahl der infizierten Hausschweinehaltungen binnen Jahresfrist von 124 auf 14.

Auf Rang zwei der meist betroffenen Staaten lag Deutschland mit 1.595 ASP-Nachweisen; das bedeutete ein Minus von 1.124 Fällen oder 41,3 % gegenüber dem Vorjahr. Fast zwei Drittel aller Virusfunde fanden bei Wildschweinen in Sachsen statt, dahinter folgte Brandenburg mit 533 Nachweisen.

Die im vergangenen Jahr in drei Nutzschweinebeständen festgestellten Ausbrüche erfolgten in Brandenburg, Baden-Württemberg und Niedersachsen. Werden nur Hausschweinebestände betrachtet, dann waren die rumänischen Halter mit 327 ASP-Ausbrüchen im europäischen Vergleich am stärksten betroffen. Ein Jahr zuvor waren es allerdings noch 1.660 beziehungsweise fünfmal so viele gewesen. Dahinter folgt Serbien mit Viruseinträgen in 107 Haltungen.

In acht der 15 Länder mit ASP hat 2022 die Gesamtzahl der Fälle abgenommen, besonders deutlich in Ungarn mit 78,3 % auf 551 sowie in Rumänien mit 71,1 % auf 775 Nachweise. Dagegen verzeichneten Lettland und Litauen sowohl Zuwächse bei Infektionen von Wild- als auch bei Hausschweinen.

In fünf weiteren Staaten kam es zu vermehrten oder erstmaligen Feststellungen dieser Tierseuche. So belief sich in Italien die Zahl der erstmals 2022 festgestellten ASP-Fälle auf 269, wobei Sardinien nicht enthalten ist. Ein Schweinebetrieb auf dem Festland war dabei von einem Ausbruch betroffen.
AgE
Kommentieren
weitere Artikel

Status:
Name / Pseudonym:
Kommentar:
Bitte Sicherheitsabfrage lösen:


  Weitere Artikel zum Thema

 Sachsen komplettiert Barrieren gegen die Afrikanische Schweinepest

 ASP kehrt nach Griechenland zurück

 Land NRW erlaubt weiter ganzjährige Jagd auf Wildschweine

 Tierseuchen in Europa: Afrikanische Schweinepest auf Platz 1

 Vorkehrungen zum Schutz vor Schweinepest in Elbe-Elster erhöht

  Kommentierte Artikel

 Holz ist ab 2030 keine nachhaltige Energiequelle mehr

 Wird das Mindesthaltbarkeitsdatum abgeschafft?

 Butterpreise geraten ins Rutschen

 Östliche EU-Staaten beklagen günstiges Getreide aus der Ukraine

 30 Prozent Ökolandbau spart Umweltkosten von 4 Milliarden Euro

 Energieminister erwartet Tausende neue Windräder in Niedersachsen

 Biokraftstoff-Ausstieg: Widerspruch zu Klimazielen der Bundesregierung?

 Kommunen sollen Anspruch auf Gewinn aus Windkraft bekommen

 Klimaschutzdebatte: FDP fordert von Grünen Offenheit für Kernenergie

 Kaufzurückhaltung belastet Gemüsebauern im Südwesten