Mittwoch, 30.11.2022 | 02:45:25
Vorsprung durch Wissen
schließen x
Suchbegriff
Rubrik
 Suchen
Das Informationszentrum für die Landwirtschaft
28.09.2022 | 16:39 | VEZG-Notierung 

Schlachtschweinemarkt am Wendepunkt

Bonn - Am deutschen und europäischen Schlachtschweinemarkt hat sich die Marktlage eingetrübt.

Schlachtschweinenotierung
(c) proplanta

Das Angebot schlachtreifer Tiere nimmt zu, die zudem bei kühleren Temperaturen auch wieder schwerer an die Schlachtstätten geliefert werden. Am Fleischmarkt wird die Nachfrage meist als schwach beschrieben und die Preise beginnen zu bröckeln. Vor diesem Hintergrund hat die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) heute ihre Leitnotierung für Schlachtschweine um 10 Cent auf glatt 2,00 Euro/kg Schlachtgewicht (SG) zurückgenommen. Das war der Erste Rückgang seit Mitte Mai.

Laut VEZG haben die Schlachtunternehmen im Vorfeld der Notierung spürbaren Druck für eine Preissenkung gemacht. Neben den unzureichenden Margen im Fleischverkauf wurde von der „roten Seite“ auch mit einem zunehmenden Lebendangebot argumentiert, welches bei zu hohen Ankaufspreisen nicht ins Geld zu bringen sei. Erschwerend kam für die Erzeugerseite hinzu, dass mit dem Tag der Deutschen Einheit ein Schlachttag wegfällt und am 5. Oktober die Transportverbote in der niedersächsischen Sperrzone der Afrikanischen Schweinepest (ASP) aufgehoben werden. Dann stehen einige zehntausend zusätzlicher Schweine zur Vermarktung an.

In anderen Ländern der Europäischen Union ist die Marktentwicklung ähnlich. Es kommt mehr Druck auf, weil jahreszeitlich das Schlachtschweineangebot zunimmt, während der Fleischmarkt aufgrund der inflationsbedingt schwindenden Kaufkraft der Verbraucher nicht rund läuft. In Belgien gaben die Schlachtschweinepreise bereits in der vergangenen Woche nach und werden es diese Woche noch einmal tun.

Auch in den Niederlanden ist mit einer Senkung der Ankaufspreise der Schlachtunternehmen zu rechnen. In Frankreich und Spanien wird genau auf die deutsche Notierung geschaut. Möglicherweise können sich die Schlachtschweinenotierungen in den beiden Ländern noch eine Woche halten, aber auch dort drängen die Schlachtunternehmen bereits auf eine Korrektur nach unten.
AgE
Kommentieren
weitere Artikel

Status:
Name / Pseudonym:
Kommentar:
Bitte Sicherheitsabfrage lösen:


  Weitere Artikel zum Thema

 Nachfrage nach Schlachtschweinen zieht an

 Entspannung am Schlachtschweinemarkt

 Deutscher Schlachtschweinepreis hält Stand

 Schlachtschweine fast immer genusstauglich

 Feiertage stören den Schweinemarkt

  Kommentierte Artikel

 Kauf-nix-Tag soll zum Umdenken anregen

 Grippewelle 2022/23: So früh und stark wie selten

 Bayernweites Verbot von Geflügelschauen nach Vogelgrippe-Ausbruch

 Rheinland-Pfalz: Kein Agrarland-Verkauf in größerem Stil an Investoren

 Reduzierung der Waschbären: Appelle und Aufklärung statt Gewehre?

 Deutschland im Rennen um besten Klimaschutz leicht zurückgefallen

 Özdemir lobt Ausbau von Transportwegen in die Ukraine

 Schaffung landwirtschaftlicher Flächen Hauptgrund für Artenschwund

 Bundesregierung setzt beim Moorschutz auf Freiwilligkeit und Kooperation

 Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in Trinkwassergebieten verbieten

Proplanta online mit Werbung und Cookies nutzen

Wir und unsere Partner nutzen Tracking (insb. Cookies), um unsere Webseiten für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend zu verbessern, sowie zur Ausspielung von News, Artikeln, Informationen und Anzeigen.

  • Informationen auf einem Gerät speichern und/oder abrufen
    • Für die Ihnen angezeigten Verarbeitungszwecke können Cookies, Geräte-Kennungen oder andere Informationen auf Ihrem Gerät gespeichert oder abgerufen werden.
  • Datenübermittlung an Partner in den USA (Drittstaatentransfer)
    • Durch das Klicken des „Zustimmen“-Buttons willigen Sie gem. Art. 49 Abs. 1 DSGVO ein, dass auch Anbieter in den USA Ihre Daten verarbeiten. In diesem Fall ist es möglich, dass die übermittelten Daten durch lokale Behörden verarbeitet werden.
  • Einbindung von externen Multimedia-Inhalten
    • Für eine umfassendere Informationsdarstellung nutzen wir auf unseren Websites Inhalte von Dritten, wie z.B. Social Media- oder Video-Plattformen, angezeigt. Dabei werden durch diese Dritten, die auch zu den oben genannten Partnern zählen, Daten verarbeitet.
  • Personalisierte Anzeigen und Inhalte, Anzeigen- und Inhaltsmessungen, Erkenntnisse über Zielgruppen und Produktentwicklungen
    • Anzeigen und Inhalte können basierend auf einem Profil personalisiert werden. Es können mehr Daten hinzugefügt werden, um Anzeigen und Inhalte besser zu personalisieren. Die Performance von Anzeigen und Inhalten kann gemessen werden. Erkenntnisse über Zielgruppen, die die Anzeigen und Inhalte betrachtet haben, können abgeleitet werden. Daten können verwendet werden, um Benutzerfreundlichkeit, Systeme und Software aufzubauen oder zu verbessern.
  • Genaue Standortdaten verwenden
    • Ihre genauen Standortdaten können für einen oder mehrere Verarbeitungszwecke genutzt werden. Das bedeutet, dass Ihr Standort bis auf wenige Meter präzise bestimmt werden kann.
Mit Abo nutzen Nutzen Sie proplanta.de ohne Tracking, externe Banner- und Videowerbung für 4,95 € / Monat. Informationen zur Datenverarbeitung im Abo finden Sie in unserer Datenschutzerklärung und in den FAQ.