Sonntag, 26.03.2023 | 21:09:38
Vorsprung durch Wissen
schließen x
Suchbegriff
Rubrik
 Suchen
Das Informationszentrum für die Landwirtschaft
04.06.2012 | 19:21 | Klimaschutz 

Algen, Moose, Farne und Pilze sind bedeutende CO2-Speicher

Frankfurt/Main / Mainz - Algen, Moose, Farne und Pilze speichern weltweit riesige Mengen Stickstoff und Kohlendioxid.

Moos
(c) proplanta
Sie nehmen jährlich weltweit rund 50 Millionen Tonnen Stickstoff auf und binden rund 14 Milliarden Tonnen Kohlendioxid, haben Forscher des Frankfurter Biodiversität- und Klima-Forschungszentrums, des Mainzer Max-Planck-Instituts für Chemie und der Technischen Universität Kaiserslautern berechnet. Das sei die Hälfte des Stickstoffs in der Luft, der an Land gebunden wird.

Die Kohlendioxid-Menge entspreche dem, was pro Jahr weltweit durch Waldbrände und verbrannte Biomasse freigesetzt wird.

Die größten Kohlendioxid-Speicher unter den sogenannten Kryptogamen sind demnach die Algen, Moose, Farne und Pilze in den Wäldern der Nordhalbkugel, schreiben die Forscher in der britischen Fachzeitschrift «Nature Geoscience».

Die Organismen hätten indirekt Einfluss auf das Klima, teilte das Frankfurter Forschungszentrum am Montag mit. Der Klimawandel könne mit ihnen zwar nicht bekämpft werden, weil das Treibhausgas Kohlendioxid lediglich wenige Jahre lang gespeichert werde.

Allerdings gelange über die Organismen Stickstoff als mineralischer Dünger in den Boden. Dadurch werde das Wachstum von Pflanzen wie Bäumen angekurbelt, die Kohlendioxid langfristig speichern.

Für ihre Arbeit werteten die Wissenschaftler aus Frankfurt, Mainz und Kaiserslautern Daten von mehr als 200 einzelnen Studien zum Vorkommen und Stoffwechsel der Organismen aus. (dpa)
Kommentieren
weitere Artikel

Status:
Name / Pseudonym:
Kommentar:
Bitte Sicherheitsabfrage lösen:


  Weitere Artikel zum Thema

 Leben Reiche klimaschädlicher wie Normalbürger?

 Asien-Pazifik startet die Earth Hour 2023

 Earth Hour am Samstag: Eine dunkle Stunde für den Klimaschutz

 UN warnen vor Wasserkrise - Zehn Prozent der Menschen bedroht

 Klimapolitik-Expertin: Wir müssen den Trend zu mehr Autos umkehren

  Kommentierte Artikel

 Teilflächenspezifische Düngung muss stärker in die Praxis

 Putenhaltung: Kritik an Özdemirs Eckpunktepapier reißt nicht ab

 UN warnen vor Wasserkrise - Zehn Prozent der Menschen bedroht

 Klima-Experten warnen: Wir kommen raus aus der Komfortzone

 Matif-Agrarfutures rutschen weiter ab

 Was der Weltklimarat in Sachen Erderwärmung herausgefunden hat

 Mercosur: Werden Bauern-Interessen ausreichend berücksichtigt?

 Wie realistisch sind Habecks Heizungspläne?

 Loxosceles - Gefährliche Einsiedlerspinne bald auch in Deutschland heimisch?

 Agrarstudie belegt höhere Profite bei regenerativer Landwirtschaft