Mittwoch, 07.12.2022 | 15:25:07
Vorsprung durch Wissen
schließen x
Suchbegriff
Rubrik
 Suchen
Das Informationszentrum für die Landwirtschaft
26.07.2022 | 13:53 | Herdenschutzmaßnahmen 

Brandenburg: Weniger Förderanträge zum Schutz vor Wolfsangriffen auf Nutztiere

Potsdam - Trotz erhöhter Haushaltsmittel sind die Anträge und Zahlungen für Schutzmaßnahmen gegen Wolfsübergriffe auf Nutztiere im vergangenen Jahr in Brandenburg deutlich zurückgegangen.

Wolfsmanagement
(c) chphotography86 - fotolia.com

Wie das Agrarministerium in Potsdam auf eine Anfrage aus der CDU-Landtagsfraktion hin mitteilte, wurden 2021 insgesamt 186 Anträge auf Förderung einer Vorsorgemaßnahme gestellt. Das waren 83 Anträge weniger als im Jahr zuvor. Bewilligt wurden 2021 insgesamt 96 Anträge mit einem Volumen von einer Million Euro. 2020 waren es noch 182 Anträge mit einer Fördersumme von 1,8 Millionen Euro.

Die Tierhalter hatten 2020 rund 3,8 Millionen Euro Fördergelder beantragt, etwa für den Bau von Zäunen und den Kauf von Schutzhunden. Im vergangenen Jahr waren es nur noch gut zwei Millionen Euro. Für den Schutz vor Wolfsangriffen auf Nutztiere wie Schafe, Ziegen, Damwild und Rinder standen 2020 laut Ministerium 2,5 Millionen Euro bereit, 2021 waren es sogar 5,1 Millionen Euro Kassenmittel.

Der Vorsitzende des Schafzuchtverbands Berlin-Brandenburg, Knut Kucznik, betonte, ein wichtiger Grund für den Rückgang der Anträge sei ein erschwertes Abrechnungsverfahren beim Verwendungsnachweis von Fördergeldern. Viele Hinweise der Schäfer für ein vereinfachtes Bewilligungsverfahren seien ignoriert worden, sagte er der Nachrichtenagentur dpa. Darüber hinaus hätten viele Schäfer in den vergangenen Jahren bereits Hilfen für den Kauf von Schutzhunden und -zäunen erhalten. Auch ein Sprecher des Landesbauernverbands Brandenburg erklärte, die Bürokratie habe das Verfahren zusätzlich erschwert.

Das Ministerium nannte als Begründung für den Rückgang der geförderten Präventionsprojekte die Umstellung auf ein neues Finanzierungsinstrument der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur. Dabei hätten verschiedene förderrechtliche Fragen geklärt werden müssen.
dpa/bb
Kommentieren
weitere Artikel

Status:
Name / Pseudonym:
Kommentar:
Bitte Sicherheitsabfrage lösen:


  Weitere Artikel zum Thema

 Bekannter Wolf riss Pony von EU-Kommissionschefin von der Leyen

 Mehr Wölfe in Sachsen-Anhalt: Aufnahme ins Jagdrecht oder nicht?

 BfN-Monitoring ermittelt bundesweit insgesamt 161 Wolfsrudel

 Schutzstatus für Wölfe in Sachsen-Anhalt auf dem Prüfstand

 Wolf in Teltow-Fläming darf gezielt geschossen werden

  Kommentierte Artikel

 Studie widerlegt negativen Einfluss des Klimas auf Grundwasserneubildung

 Versucht die Bundesregierung das EU-Lieferkettengesetz abzuschwächen?

 Verdoppelt sich die Zahl der Windräder in Bayern?

 Haltungswechsel bei Aldi kommt schnell voran

 Klimaexperte will Bauen mit Holz voranbringen

 Landwirt in Marbach muss Rinder abgeben

 Tirols Bauern empört über Tourismus-Werbung mit Haferdrink

 Tierquälerei im Stall: Haftstrafen für Allgäuer Landwirte

 Aktuelle Auswertungen 2022: Nitratbelastung im Grundwasser immer noch vielerorts deutlich zu hoch

 Kauf-nix-Tag soll zum Umdenken anregen