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13.06.2016 | 08:50 | Unwetterschäden 

Kleine Gemeinden können sich kaum vor Hochwasser schützen

Rastatt - Auf verheerende Unwetter können sich Gemeinden kaum vorbereiten, bestimmte Maßnahmen wären aus Sicht von Experten aber durchaus sinnvoll.

Hochwasserschäden
Lokale Unwetter sind wie russisches Roulette: Kaum vorhersehbar und schlecht beherrschbar. Um Schäden für die Zukunft kleiner zu halten, empfehlen Experten betroffenen Gemeinden eine Bestandsaufnahme. (c) proplanta

«Unter Brücken ist oft die Breite für das durchfließende Gewässer nicht ausreichend bemessen», sagte Emil Dister, früherer Leiter des WWF-Aueninstituts am Karlsruher Institut für Technologie (KIT).

«Aus Kostengründen legt man ein kleines Rohr hinein und hofft, das nichts passiert.» Schlimme Hochwasserschäden wie etwa in Braunsbach (Baden-Württemberg) vor zwei Wochen seien aus seiner Sicht auch durch solche Engstellen zu erklären.

«Man könnte das verhindern, wenn man Durchgänge und Bemessungen von Brücken entsprechend gestaltet», betonte der KIT-Experte. Er halte das für einen entscheidenden Punkt: «Da kann man mehr tun und weiser vorausschauen, als das bisher gemacht wurde.» Realistisch sei dies aber eher für Neuplanungen. «Nachrüstung ist teuer».

Brücken und auch Straßen, die über Gewässer führen, wirkten oft wie eine Art Damm, wenn sich das Wasser mangels Ausweichmöglichkeit daran hochstaue. Wenn dann noch mitgerissener Müll, Bäume oder Autos die Engpässe erst zusätzlich verstopften und sich die Verstopfung plötzlich löse, komme es zu Sturzwellen über Brücken und Straßen hinweg. «Dann ist der Wasserandrang noch größer als sowieso schon.»

Um sich Schlammmassen vom Leib zu halten, sollten Gemeinden auch über ihre Landnutzung noch mal nachdenken: «Hat man überhaupt noch einen Gehölzstreifen; können losgerissene Bäume abgefangen werden?» An Hängen solle man beispielsweise keinen Mais anpflanzen. «Dann nämlich wird alles abgeschwemmt und man hat die braune Suppe im Tal.»

Kaum zu lösen sei das Problem, dass in Dörfern oft bis an die Ufer von Bächen herangebaut werde, sagte Dister. Früher sei zwischen Haus und Bach immer eine Freifläche gewesen, wo sich das Wasser ausbreiten konnte. «Das verhindert zwar Überflutung nicht, mindert aber Wasserhöhe und Schaden.» Die Gebäude nach verheerenden Hochwassern weiter weg von Bach oder Fluss wieder aufzubauen sei jedoch fast nie möglich. «Es wäre zwar vernünftig, aber mit enormen Eingriffen in das Eigentum verbunden.»

Gemeinden könnten aber eine Menge im Vorfeld machen: Krankenhäuser, Stromversorgung und Landratsämter sollten in hochwassergeschützten Bereichen stehen. Hausbesitzer könnten ihr Grundstück zum Wasser hin mit einer Mauer abschirmen. «Und der Hauseigentümer kann zusehen, dass im Keller nicht grade das Computerbüro eingerichtet ist.»
dpa
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