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05.07.2022 | 04:21 | Krähenschäden 
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Saatkrähe zum Abschuss freigeben?

Mainz - Mais, Gemüse, Obst - vor den Saatkrähen sind wenige Kulturpflanzen im südlichen Rheinland-Pfalz sicher.

Krähenschäden
Für die einen sind sie eine wahre Landplage, für die anderen ein schützenswertes Tier: An der Saatkrähe scheiden sich die Geister. Vor allem die Bauern in der Pfalz sind schlecht auf sie zu sprechen. (c) proplanta

Die Schäden durch Schwärme der geschützten Vögel sind laut Bauern- und Winzerverband Rheinland-Pfalz Süd (BWV) so immens, dass Ausnahmen für die Jagd auf sie nicht mehr ausreichen. Die aus Bauernsicht gefiederten Plagegeister müssten permanent ins Jagdrecht aufgenommen und ganzjährig für den Beschuss frei gegeben werden. «Allein im Großraum Zweibrücken hatten wir 100 Hektar Totalschaden im Mais», sagte ein Verbandssprecher am Montag in Mainz.

Der Nabu in Rheinland-Pfalz hält nichts von der möglichen Jagd auf die dunklen Vögel. Die Saatkrähe sei im Bundesnaturschutzgesetz als besonders geschützter Vogel ausgewiesen und dürfe nach EU-Recht nicht erschossen werden, sagte Verbandssprecher Torsten Collet.

Der Agrarverband betonte, angesichts einer rapiden Verbreitung der Rabenvögel müsse der Schutzstatus entfallen. Dem widersprach Collet. Ob die Krähe wirklich den Schutz nicht mehr verdiene, könne - wenn überhaupt - nur im Blick auf die bundesweiten Bestände entschieden werden und nicht nach regionalem Aufkommen.

Nach Angaben der Bauern ist die Jagd nach vergeblichen Versuchen zur Abschreckung etwa durch Schussapparate und Vogelscheuchen die einzig verbliebene Möglichkeit, die Lage unter Kontrolle zu bringen. Collett hingegen schlug vor, dass Landwirte und Naturschützer gemeinsam an einer Lösung arbeiten. Die Krähen seiden eigentlich zu 80 Prozent Fleischfresser, die Heuschrecken, Käfer und Mäuse verspeisten, erläuterte der Naturschützer. Wenn Böden exzessiv genutzt und nicht mehr von Insekten oder Würmern belebt seien, verlagerten sich die Fressgewohnheiten hin zu pflanzlicher Nahrung.

Indes verlangt BWV-Präsident Eberhard Hartelt eine Entschädigung für betroffene Betriebe, wenn die Unteren Jagdbehörden bei den Kommunen die Bejagung der Krähen weiterhin so strikt handhabten und auch das Ministerium untätig bleibe. Es könne nicht tatenlos zugeschaut werden, wie die Krähen in einigen Regionen einen Großteil der Ernte zerstörten.

Der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau hingegen registriert keine großflächigen Schäden durch Saatkrähen. Über die Gründe dafür könne man nur mutmaßen, sagte ein Sprecher in Koblenz. Vielleicht sei der Süden des Landes wegen des dortigen Gemüseanbaus attraktiver für die Vögel.
dpa/lrs
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Kommentare 
maximilian schrieb am 05.07.2022 21:51 Uhrzustimmen(2) widersprechen(13)
Statt ständig nach dem Staat zu rufen, könnten die Landwirte ja ihre Kulturen versichern.
Dass Krähen manngels natürlichen Futters wie Mäuse und Insekten auf pflanzliche Nahrung wechseln um nicht zu verhungern , haben die betroffenen Bauern wohl durch eine Übernutzung ihrer Äcker selbst verschuldet.
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