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13.07.2014 | 08:35 | Genetische Mutationen 
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Steht eine Invasion mutierter Monster-Ratten bevor?

Huddersfield - Ratten gelten vielen Menschen als der Inbegriff von Ekel-Tieren, die Gänsehaut hervorrufen und Krankheiten übertragen. Tauchen die intelligenten Nager jedoch auch noch in mutierter Form und in gewaltiger Übergröße auf, wie in letzter Zeit in Großbritannien, dann ist der Weg zur Panik nicht mehr weit.

Mutierte Super-Ratte
Keine Fiktion - Ratten könnten durch Mutation sogar die Größe einer Kuh erreichen. (c) jonicartoon - fotolia.com

„The invasion of the mutant killer-rats“ prophezeite die britische Boulevardzeitung „Daily Star“ folgerichtig bereits vergangenen November. Die "Daily Mail" berichtete erst kürzlich über das Thema. Doch dahinter steckt tatsächlich ein durchaus ernst zu nehmendes Problem.

Resistent und riesig



Die „Super-Ratten“ zeigen sich durch eine Mutation in ihrem Erbgut resistent gegen alle gebräuchlichen Rattengifte. Sie vermehren sich daher mit alarmierender Geschwindigkeit. Außerdem erreichen sie heute schon beeindruckende Größen: Bis zu 60 cm lange Tiere wurden gefangen - und sie könnten sogar noch die Größe von Kühen erreichen, mahnen Wissenschaftler. Denn wenn die entsprechenden ökologischen Nischen unbesetzt sind, könnten die Nager im Laufe der Evolution immer größer werden.

Ratten als tickende Zeitbombe



Der Forscher Dougie Clarke von der Universität Huddersfield untersucht das Ratten-Problem. Er spricht im Zusammenhang mit dem Aufbau dieser Resistenz von einer Zeitbombe. Seine Forschungsgruppe testete 17 Landkreise auf das Vorkommen der mutierten Ratten - und wurde ausnahmslos in allen fündig.

In manchen Regionen tragen bereits 75 Prozent der Tiere das mutierte Gen in sich. Wird die Population der „normalen“ Ratten mit Giften in Schach gehalten, können die „Super-Ratten“ sich ungehemmt vermehren. Die Wissenschaftler schätzen, dass sie die Zahl der Menschen im Land nächstes Jahr im Verhältnis 2:1 übersteigen dürften.

Bereits jetzt ist in Großbritannien ein deutlicher Anstieg der Rattenpopulation zu beobachten. Das Problem ist außerdem vermutlich schon nicht mehr auf Großbritannien beschränkt: Riesen-Ratten wurden auch in Stockholm und Dublin gefangen.

Clarke sieht in diesen resistenten Ratten insbesondere eine Gefährdung der öffentlichen Gesundheit. Sie können Krankheiten übertragen wie Salmonellose oder die Weil-Krankheit, bei der es nach grippeähnlichen Symptomen zu Gelbsucht und Nierenversagen kommen kann. Hinzu käme ein immenser materieller Schaden durch die Tiere, beispielsweise an Gebäuden oder elektrischen Leitungen.

Ratten-Bekämpfung SchlagfalleBild vergrößern
Ratten-Bekämpfung mittels Schlagfalle.

Stärkere Gifte als Lösung des Problems?



Die einzige Lösung sieht Clarke im Einsatz stärkerer Gifte gegen die Nagetiere. Dies ist nicht unumstritten, da hierdurch auch Vergiftungen bei Raubvögeln und anderen Wild- und Haustieren zu erwarten sind.

Nagetiere sind vergleichsweise schwer mit Giften zu töten. Die schlauen Tiere senden Vorkoster aus, die zunächst eine Kostprobe nehmen und abwarten, wie ihnen das Mahl bekommt. Rodentizide müssen daher in tödlicher Konzentration geschmack- und geruchlos sein und eine zeitverzögerte Wirkung haben.

Die am häufigsten verwendeten Rattengifte sind Antikoagulantien, bei denen die Tiere an inneren Blutungen sterben. Sie werden seit den 1950er Jahren eingesetzt. Warfarin und Coumatetralyl sind Wirkstoffe der ersten Generation. In den späten 1970er und frühen 1980er Jahren war bereits eine gewisse Resistenz gegenüber Warfarin zu beobachten.

Als Rodentizide der zweiten Generation gelten Bromadiolon, Difenacoum (z.B. Tabularaza), Brodifacoum, Flocoumafen und Difethialon. Ratten werden jedoch auch gegen diese Mittel zunehmend resistent.

Clarke fordert daher die Zulassung und den Einsatz von noch stärkeren Giften, die derzeit nur für den Forschungs-Gebrauch verwendet werden dürfen. Wenn es hierzu keine neue gesetzliche Regelung gäbe, so der Forscher, käme man wohl um drastischere, physische Formen der Ratten-Bekämpfung nicht herum. (proplanta)
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Kommentare 
sibillek schrieb am 13.02.2017 12:08 Uhrzustimmen(3) widersprechen(20)
Hmm der Beitrag ist ziemlich interessant. Zumindest die jetzigen Plagen lassen sich relativ schnell Bekämpfen. Mein Nachbar hatte in seinem Haus eine echt große Plage. Er musste auf professionelle Hilfe der Rattenbekämpfung zurückgreifen. Hier in Berlin wurde er glücklicherweise echt schnell fündig. Online findet man online mittlerweile echt alles!
Christian schrieb am 29.10.2014 11:59 Uhrzustimmen(161) widersprechen(49)
[Steht eine Invasion mutierter Monster-Ratten bevor?] [… sie könnten sogar noch die Größe von Kühen erreichen…] Ich wäre vor Lachen fast vom Stuhl gefallen. Sehr schöne Panikmache, „mutierte Monster-Ratten“ so groß wie Kühe. Wer schreibt denn sowas? Hat der Schreiberling zu viel Tele 5 geguckt? Was genau ist mit […im Laufe der Evolution…] gemeint? In 10.00 Jahren? Puh, dann haben wir nochmal Glück gehabt. Ich dachte schon, ab sofort versteht man unter Wildbret nicht mehr nur Hase, Hirsch und Wildschwein. Sonst hieße es wohl demnächst beim Metzger: Ein Pfund Filet von der Ratte und 400g Gehacktes Halb-und-Halb von „mutierter Monster-Ratte“ und „mutierter Monster-Maus“. Ach, hätten sie noch Keulen vom „mutierten Monster-Hamster“? Hunde könnten dann von Ochsenziemer auf Rattenziemer ausweichen und die Inder müssten ihre heiligen Kühe nicht mehr vor den Pflug spannen sondern könnten „mutierte Monster-Ratten“ nehmen. Ich bin gespannt wie sich eure „mutierten Monster-Ratten“ dann noch durch die Kanalisationsrohre zwängen. Die Frage wäre, würden dann Tierrettungsdienste nicht mehr nur Katzen von Bäumen holen oder in Gullydeckeln eingeklemmte Frettchen befreien, sondern auch noch feststeckende „mutierte Monster-Ratten“ aus Abwasser-Rohren schneiden? Bei Tele 5 läuft dann in 10.00 Jahren „Mutierte Monster-Ratte vs. Genetisch manipulierter Killer-Bär“ – Das Duell der Horror-Kreaturen. Wollen wir nur hoffen, dass es in 10.000 Jahren dann auch „mutierte Monster-Katzen“ gibt. Ansonsten gute Nacht! Übrigens, das ist das Gleiche als wenn man schreibt: Die Sonne wird sich eines Tages zu einem Roten Riesen (quasi eine mutierte Monster-Sonne) aufblähen und die Erde zerstören. Ja wird sie, aber erst in einigen Milliarden Jahren. Bis dahin lassen wir uns es aber noch gut gehen!
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