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28.05.2010 | 23:46 | Naturschutz  
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Verordnung zum NSG Riedensee tritt in Kraft

Schwerin - Die vom Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Dr. Till Backhaus erlassene Verordnung über das Naturschutzgebiet "Riedensee" tritt morgen, Samstag, 29.5.2010, in Kraft.

Verordnung zum NSG Riedensee tritt in Kraft
(c) proplanta

Der westlich der Ortslage Kühlungsborn an der Ostsee gelegene Riedensee war mit den umgebenden Flächen mit einer Größe von 90 Hektar seit 1993 als Naturschutzgebiet einstweilig sichergestellt.

"Die nun erfolgte endgültige Unterschutzstellung dient dem dauerhaften Erhalt des Riedensees als Strandsee sowie der angrenzenden Dünen, Sandbänke, Brackwasserröhrichte, Salzwiesen, Feuchtgrünland-, Trockenrasen- und Pionierwaldbereiche als ein noch weitgehend intaktes Strandökosystem", teilte Umweltminister Backhaus mit.

Der Riedensee entstand nach der Eiszeit in einer mit Schmelzwassersand gefüllten Senke, die durch den Anstieg des Ostseewasserspiegels mit Salzwasser gefüllt wurde. Durch Sandverlagerungen, die heute als Dünen-Strandwall erscheinen, wurde der Riedensee von diesem ständigen Zustrom salzhaltigen Wassers der Ostsee abgeschnitten. Ein Salzwassereinfluss erfolgt heute nur noch unregelmäßig bei Hochwasserereignissen über Flutrinnen. Die Standorte dieser Rinnen wechseln im Zuge küstendynamischer Prozesse. Sie spielen eine besondere Rolle im Strandökosystem und sind heute einmalig an der westlichen Ostsee.

Die Strukturvielfalt im Gebiet ist Grundlage eines Vorkommens einer Vielzahl geschützter Tier- und Pflanzenarten, wie Bartmeise, Sandregenpfeifer, Reiher-, Berg- und Tafelente, Stranddistel oder Filzige Pestwurz. Durch den Rückbau eines Schöpfwerkes und Deichschlitzung konnte 1999 eine Renaturierung von Salzwiesen im Gebiet initiiert werden. Für den Erhalt und die weitere Entwicklung des Gebietes sind insbesondere das Zulassen der Küstendynamik, die Vermeidung von Nährstoff- und Schadstoffeinträgen, die Wiederherstellung der natürlichen hydrologischen Bedingungen und die Vermeidung gefährdender Nutzungen unabdingbar.

Um das Schutzgebiet herum führt ein überregionaler Fahrradweg, von dem aus das Gebiet einsehbar ist. Der Strand des Naturschutzgebietes kann von Wanderern und Badegästen betreten und zum Baden genutzt werden. Aus Richtung Kühlungsborn kommend informiert eine Naturschutztafel über den Charakter des Gebietes und einige Artenvorkommen.

"Es wäre schön", so die Bitte des Umweltministers, "wenn alle Wanderer und Badegäste die an den Strand angrenzenden Flächen nicht betreten und somit zum Erhalt dieses schützenwerten Gebietes beitragen." (PD)
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Dietmar Schrader schrieb am 02.03.2015 23:06 Uhrzustimmen(44) widersprechen(84)
Da muss ich leider zustimmen. Ich habe in unregelmäßigen Abständen immer wieder in Kühlungsborn, 2012 in Kägsdorf, Urlaub gemacht und war sehr betroffen, wie stark das Gebiet Riedensee und der Kägsdorfer Strand in Mitleidenschaft gezogen wird. Das hat sich stark verschlimmert über die Jahre. Ich habe auch einen Harley-Davidson-Fahrer erleben müssen, der rücksichtslos durch die Dünen gefahren ist um bei Sonnenuntergang noch ein Nacktbad zu nehmen. Kein Problem mit dem nackten Arsch in der Ostsee, aber diese Art von Schutzzonen-schändendem "Freiheitsgefühl" entwickeln eher Leute, die ihre Enge im Kopf nicht aushalten oder möglichst schnell an den offenen Horizont am Strand wollen, weil der eigene so begrenzt ist, denk ich mir da. Dabei habe ich nicht mal was gegen coole Biker und Bikes. (Die ohne Motor sind allerdings noch cooler). Leider trifft diese Gier und ärgerliche, kurzsichtige, Hirnlosigkeit auch auf den Ausbau und die touristische Vermarktung in der Region Kühlungsborn zu, das vom frühen Seebad-Charme längst im austauschbaren Touristentrubel versinkt. Ich mach da keinen Urlaub mehr und um den Riedensee kümmert sich da doch niemand, außer die, die sich immer für Naturschutz einsetzen. Das reicht meiner Meinung nach nicht. Gerade habe ich entdeckt, dass eine Ferienwohnanlage in unmittelbarer Umgebung des Riedensees gebaut wird, die mit Erdwärme versorgt werden soll. Ist das denn so gut und sinnvoll dort? So ganz überblickt das doch niemand mit der Erdwärme? Hier darf gerne jemand fachkundig aufklären, mich würde es jedenfalls interessieren. Tut jedenfalls weh, wie das Gebiet Riedensee und der Kägsdorfer Strand von vielen Nutzern behandelt wird. Ich finde es einen der schönsten Strände und Strandabschnitte überhaupt, noch dazu in Deutschland. Nur: Viele Menschen können mit Schönheit und Natur und Ihrer Unberührtheit einfach nicht umgehen, weil sie es gar nicht wirklich erfassen können. Schade. Ich bin sonst kein Freund davon, wäre da aber für Kontrollen, die Zerstörung und Vermüllung eindämmen, auch am Bastorfer/Kägsdorfer Parkplatz, da gehören ordentliche Toiletten hin. Scheißt wirklich jeder in die Landschaft, wie es grade so passt, da. Ob das so sein muss? Das mit den Chemietoiletten wäre auch die Frage, das geht gar nicht, dort das Zeug in die Büsche zu kübeln! Das Gebiet gehört längst besser geschützt und geachtet, damit es schonend weiter genutzt werden kann.
iris Behrend schrieb am 21.07.2010 15:30 Uhrzustimmen(60) widersprechen(68)
Seit Mitte April bin ich fast jeden Tag am Strand in der Nähe vom Riedensee. Doch von Naturschutz kann hier überhaupt keine Rede sein. Mit Trike`s und gewaltigen dicken Reifen wurde über die empfindlichen Dünen gerast, direkt an der Strandseite des Riedensee`s! Vom Lärm und Gestank ganz zu schweigen! Auf der Ostsee, entlang des Strandes rasten man auch schon mit Jet Skiern entlang, sodaß bei damals ungünstigem Wind noch ca. 15 Min. der Zweitakter Gestank über dem Strand hing! Und dann der Krach! Deshalb kommen die Menschen nicht hierher! Die Krönung des Ganzen ist allerdings der Parkplatz am Strand der Gemeinde Bastorf. Hier verstößt die Gemeinde gegen ihre eigenen aufgestellten Verbote. Hier heißt es nämlich, daß nur am Tage Autos dort parken dürfen, Fakt aber ist, daß wochenlang Campingauto und Zelte dort stehen, auch am Strand. Es wird gesoffen, gekifft, gegrillt, Lagerfeuer gemacht, und die Notdurft dieser Menschen logischerweise in die Büsche entsorgt- sicher auch die Chemie Toiletten!! Die Zugänge zum Strand stinken entsprechend, die Büsche sind heruntergetrampelt, Klopapier überall! Und das im Naturschutzgebiet! Der Hundestrand ist weiter links, da aber fast jeder Camper auch einen Hund hat, sind diese natürlich nicht dort zu finden. Erst heute früh fand ich einen " Riesenhaufen" am Strand. Am Wochenende wird dort Jet Ski und Banana Boat gefahren, alles mit Krach und Abgasen verbunden. Die Gemeinde Bastorf kassiert dort munter, die Kassierer wissen über das wilde Campingtreiben Bescheid und somit auch die Gemeinde. Ich habe mit vielen Menschen gesprochen, die z. T. schon sehr lange hierher kommen, alle waren entsetzt. Hunde baden im Riedensee, obwohl alle Tiere dort Junge haben, Fahräder werden durch die Dünen geschoben und selbst ein Rollerfahrer ( Vespa) fuhr schon durch die Dünen! Ich besitze Foto`s. Sollten ein Paar dieser hirnlosen Spaß und Fun Gesellschafts Typen all das kaputt machen, was anderen so wichtig ist? Sogar ein Schwan wurde dort geschossen. Am Darß gibt es Ranger, dort ist so etwas unmöglich!! Die Bauern, Anrainer, spritzen weiterhin ihr Korn und ihre Kartoffeln direkt am See und jeder weiß, wo das bei Regen hinläuft. Es wäre schön, wenn ich Hilfe von Ihnen bekommen könnte, damit diese schöne Landschaft mit den wunderschönen Vögeln, die ich so gerne fotografiere, erhalten bleibt! Ich bin nur im Sommer hier. Ich hoffe auf Antwort und verbleibe mfG Iris Behrend
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