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18.05.2011 | 11:49 | Bayer-Nachhaltigkeitsbilanz 

Bayer: Nachhaltigkeitsbericht mit Bilanz 2010 und neuen Zielen erschienen

Leverkusen - Bayer legt die Nachhaltigkeits-Bilanz für das Jahr 2010 vor und verstärkt weiter das Engagement für eine nachhaltige Entwicklung.

Bayer
Der jetzt erschienene Nachhaltigkeitsbericht dokumentiert auf 72 Seiten die Fortschritte in den Schwerpunkt-Bereichen Klimaschutz, Gesundheitsversorgung und Ernährung der wachsenden Weltbevölkerung sowie weitere Nachhaltigkeits-Leistungen des Konzerns. "Mit unserem Nachhaltigkeits-Engagement begegnen wir zentralen globalen Herausforderungen und forcieren ökonomisches Wachstum im Einklang mit ökologischen und gesellschaftlichen Interessen", sagte Dr. Wolfgang Plischke, im Vorstand der Bayer AG verantwortlich für Innovation, Technologie und Umwelt, im Rahmen einer Pressekonferenz am 17. Mai 2011 in Leverkusen.

So will Bayer bis 2020 die spezifischen Treibhausgas-Emissionen um 35 Prozent gegenüber 2005 reduzieren. Zur Ziel-Erreichung wird insbesondere der energieintensive Teilkonzern Bayer MaterialScience beitragen, der sein Reduktions-Ziel von 25 auf 40 Prozent erhöht hat. "Wir haben - wie geplant - bereits eine Milliarde Euro im Zeitraum 2008 bis 2010 in klimarelevante Forschung und Entwicklung sowie Projekte investiert. Aber der Klimaschutz bleibt eine Daueraufgabe und verlangt weiterhin intensive Anstrengungen", betonte Dr. Plischke. Der Konzern plant, die Energieeffizienz der Produktionsanlagen weiter um 10 Prozent bis Ende 2012 zu steigern. "Dadurch entlasten wir nicht nur das Klima - um jährlich rund eine halbe Million Tonnen CO2 -, sondern erwarten auch jährliche Energiekosten-Einsparungen von rund 60 Millionen Euro", so Dr. Plischke.

Für das Erfinder-Unternehmen Bayer sind Innovationen der Schlüssel zum Erfolg. "Innovationen, die das Leben der Menschen verbessern helfen, sind für uns daher auch die wirksamste Triebfeder der Nachhaltigkeit - gemäß unserer Mission ‚Science For A Better Life’", hob Dr. Plischke weiter hervor. Untermauert werde das Bekenntnis zur Innovation durch die geplanten Investitionen in die Zukunft: Bis 2013 will Bayer 15 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung sowie Sachanlagen investieren.

Dr. Wolfgang Engshuber, Leiter der UN-Initiative "Principles for Responsible Investment" (UN PRI) und Chief Administrative Officer in Amerika beim Rückversicherer Munich Re, erläuterte die zunehmende Bedeutung des sogenannten nachhaltigen Investments für den Finanzmarkt. "Ob ein Unternehmen seine Strategie auf nachhaltigen Erfolg ausrichtet, ist nicht nur ein Kriterium für Anleger, die sich auf nachhaltiges Investment spezialisiert haben, - es ist vielmehr längst auch für das Mainstream-Investment relevant geworden".

Im Rahmen seines Nachhaltigkeitsprogramms bringt Bayer seine Produkte und Kernkompetenzen in zahlreichen Projekten ein, von denen weltweit Millionen Menschen unmittelbar profitieren - vor allem in den Bereichen Klimaschutz, Gesundheitsversorgung und Ernährungssicherheit.


Klimaschutz: Entkopplung von Produktionswachstum und Treibhausgas-Emission

Die Produktionsmenge im Bayer-Konzern nahm im Jahr 2010 aufgrund der konjunkturellen Entwicklung um fast 20 Prozent zu. Hingegen stiegen die absoluten direkten und indirekten Treibhausgas-Emissionen um 4,9 Prozent - von 8,1 auf 8,5 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente. Dies entspricht einer Senkung der spezifischen Treibhausgas-Emissionen um rund 12 Prozent. Diese Entkopplung von Produktionswachstum und Treibhausgas-Emission wurde durch verfahrenstechnische Verbesserungen und eine höhere Auslastung der Anlagen erreicht.

Das Unternehmen plant nicht nur die Energieeffizienz der eigenen Produktionsanlagen weiter zu verbessern, sondern auch verstärkt eigene Produkte für klimafreundliche Anwendungen zu vermarkten, beispielsweise durch das EcoCommercial Building-Programm von Bayer MaterialScience. Gebäude verursachen rund 20 Prozent der weltweiten Treibhausgas-Emissionen. In China, dessen Regierung im neuen Fünf-Jahres-Plan auf ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum setzt, wird Bayer in Kooperation mit der ansässigen Umweltschutz-Behörde in der Freihandelszone Tianjin einen Prototypen für klimafreundliche Verwaltungsgebäude bauen.

Das erste konzerneigene "EcoCommercial Building", die Kindertagesstätte am Standort Monheim, demonstrierte im ersten Betriebsjahr, wie durch die Nutzung regenerativer Energieformen in Kombination mit einer hocheffizienten Gebäude-Dämmung eine CO2-neutrale Energiebilanz erreicht werden kann. Dämmstoffe aus Polyurethan sparen während der durchschnittlichen Nutzung eines Gebäudes 70 Mal so viel Energie ein, wie für ihre Herstellung benötigt wird.


Gesundheitsversorgung: Zugang zu Verhütungsmitteln in Entwicklungsländern

Ein weiterer Schwerpunkt im Bayer-Nachhaltigkeitsprogramm ist die Familienplanung. In Kooperation mit Organisationen wie der "United States Agency for International Development (USAID)" und der "Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW)" macht das Unternehmen moderne Verhütungsmittel mehr Menschen in Entwicklungsländern zugänglich. Neben der kostenfreien Bereitstellung von Kontrazeptiva setzt Bayer dafür das Instrument der differenzierten Preisgestaltung ein.

Im Jahr 2010 stellte Bayer HealthCare, Weltmarktführer für Verhütungsmittel, rund 118 Millionen Einheiten unterschiedlicher Kontrazeptiva in Entwicklungsländern zu reduzierten Preisen bereit, wovon rund 16 Millionen Frauen profitierten. 80 Prozent der Einheiten kamen Frauen in Ländern der Sub-Sahara-Zone zugute. Nachdem Bayer HealthCare gemeinsam mit USAID 2010 eine Verhütungspille in Äthiopien zu reduzierten Preisen auf den Markt gebracht hat, sollen bis 2013 zehn weitere afrikanische Staaten folgen - darunter Länder mit starkem Bevölkerungswachstum wie Uganda und Tansania. Ergänzende Aufklärungsarbeit betreibt das Unternehmen mit der DSW.

Zudem engagiert sich Bayer für die Bekämpfung sogenannter "vernachlässigter Krankheiten", von denen eine Milliarde Menschen betroffen sind. Das Unternehmen stellt beispielsweise der Weltgesundheitsorganisation WHO kostenfrei Medikamente zur Therapie von Chagas und der Afrikanischen Schlafkrankheit zur Verfügung.


Ernährung: Hochwertige Nahrungsmittel in Schwellenländern

Im Bereich der Ernährung legt Bayer den Fokus auf den nachhaltigen Anbau von hochwertigen und zugleich erschwinglichen Lebensmitteln, insbesondere in Schwellenländern. Dafür setzt Bayer CropScience das Konzept der sogenannten "Food Chain Partnerships" aktuell in 240 Projekten weltweit um. Es bezieht nicht nur Landwirte mit ein, sondern auch die verarbeitende Industrie, Transport, Einzel- und Außenhandel. So wurde beispielsweise in Indien im Jahr 2010 in rund 100 Anbauregionen auf einer Gesamt-Fläche von mehr als 40.000 Hektar nachhaltig Gemüse wie Okra, Auberginen oder Kartoffeln angebaut. Die Landwirte profitierten durch höhere Erträge, bessere Produktqualität und eine Einkommenssteigerung von bis zu 40 Prozent. Bayer unterstützt sie mit Saatgut, Pflanzenschutzmitteln und Schulungen in Anwendungssicherheit. (Bayer)
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