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23.06.2013 | 07:33 | Messe Intersolar 

Deutsche Solarbranche kämpft gegen Untergang

München - Die deutsche Solarindustrie schmilzt dahin.

Solarbranche
(c) proplanta

Kaum eine Woche vergeht ohne neue Hiobsbotschaften aus der einstigen Boom-Branche: Q-Cells und Solon gingen pleite, Großkonzerne wie Bosch und Siemens ziehen sich aus dem Solargeschäft zurück - und das einstige Vorzeigeunternehmen Solarworld muss in Katar um Geld bitten.

Auf der weltgrößten Solarmesse Intersolar in München zeigt sich seit Mittwoch deutlich der Niedergang der Branche.

Die Zahl der Aussteller ging im Vergleich zu 2012 um mehr als 500 zurück, viele Stände bleiben leer. Trotzdem halten längst nicht alle Firmen in Deutschland die Strafzölle auf chinesische Billig-Solarmodule für den Ausweg aus der Krise. Die EU will mit den Zöllen vor allem die Arbeitsplätze der Branche in Europa halten und die heimischen Firmen schützen. In der ersten Stufe liegen die Zölle bislang bei 11,8 Prozent, sollen aber im August auf 47 Prozent angehoben werden.

«Das wird wie ein Bumerang zu uns zurückkommen», fürchtet Hans Urban, stellvertretender Geschäftsführer des Solarunternehmens Schletter aus dem oberbayerischen Haag. In einem Gespräch mit Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin, der sich auf der Messe ein Bild von der Lage der Branche machte, fand er deutliche Worte: «Wir werden alle nichts davon haben.»

Auch der Solarhändler IBC Solar aus dem fränkischen Bad Staffelstein macht sich Sorgen über die Zölle. «Wir glauben, dass Strafzölle nicht das richtige Mittel sind, um den Herstellern zu helfen - und Gift für das Solarhandwerk», erklärt Firmenchef Udo Möhrstedt.

Einige deutsche Firmen arbeiten auch als Zulieferer für die chinesische Solarindustrie und fürchten um ihr Geschäft. Um einen drohenden Handelskrieg zu verhindern, verhandeln Experten der EU und Chinas seit Anfang der Woche über eine Lösung.

In den vergangenen Jahren waren durch den Preiskampf und massive Überkapazitäten zahllose Firmen in die Knie gegangen. Besonders die Solarmodulhersteller wie Solarworld sprachen sich deshalb für Schutzzölle aus.

Der größte Zukunftswunsch vieler deutscher Firmen ist Planungssicherheit und ein Ende des Zickzack-Kurses bei der Förderung der Photovoltaik. «Wir können mit allem Möglichen umgehen - solange wir eine klare Perspektive haben», sagt der Chef des Solartechnik-Anbieters SMA, Pierre-Pascal Urbon.

Zwar werde sich der Markt nach dem jahrelangen Boom erst einmal verkleinern - eine Zukunft für die Solartechnik sieht er aber schon.

Große Zuwachsraten erwartet der Bundesverband Solarwirtschaft vor allem im Ausland. «Immer mehr Länder springen auf den Zug auf», sagt Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig. Aber auch die Häuslebauer in Deutschland bleiben eine wichtige Kundengruppe. 8,5 Millionen Menschen leben hier bereits in einem Haus mit einer Solaranlage auf dem Dach  - nun soll die Nutzung der daraus gewonnenen Energie verbessert werden.

Seit Anfang Mai bietet die Förderbank KfW Kredite für Solarbatterien zu Sonderkonditionen an - einige hundert Anträge sind nach Worten von Körnig bereits eingegangen. Das ist erst einmal nicht viel - aber für die gebeutelte Branche ein kleiner Lichtblick. (dpa)
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