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10.11.2013 | 13:20 | Landtechnikmesse 

Agritechnica 2013 heute eröffnet

Hannover - Mit einem neuen Ausstellerrekord hat die weltgrößte Landtechnik-Messe Agritechnica am Sonntag in Hannover ihre Tore für das Fachpublikum geöffnet.

Agritechnica 2013
Agritechnica 2013 (c) DLG
Die Branchenschau zielt nicht nur auf den klassischen Landwirt mit eigenem Betrieb, sondern auch auf die vielen Lohnunternehmer, Agrarmaschinenhersteller, Spezialisten für Dünger und Saatgut und auf den gesamten Agrarhandel.

Laien können auf der Agritechnica erleben, wie sehr das Geschäft mit Feldfrüchten und Tierprodukten schon geprägt ist von High-Tech. Saatgut und Dünger werden nicht mehr im Gießkannenprinzip aufs Feld geschmissen. Stattdessen steuern Datensysteme den Ackerbau angepasst auf Landschaftsprofile, selbst das Mikroklima in Senken und Erhebungen fließt in die Berechnungen ein.

Moderne Positionssysteme lenken die Landmaschinen genau übers Feld - und längst hängt der Gewinn aus der Kartoffelernte auch am Energiemanagement der Lagerhalle. Der Trend zu immer besseren, größeren - und teureren - Maschinen wird auch zu sehen sein.

Agrartechnik «Made in Germany» steuert dabei derzeit angetrieben von einer starken Nachfrage auf einen neuen Umsatzrekord zu. Die Produktion der deutschen Hersteller von Landmaschinen werde im laufenden Jahr um 8 Prozent gegenüber dem schon recht starken Vorjahr wachsen und 8,2 Milliarden Euro Volumen erreichen, hieß es im Vorfeld der Messe. Bernd Scherer vom Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) hatte Mitte September von einer ausgezeichneten Stimmung gesprochen. «Wir befinden uns eindeutig in einer Boomphase.»

Auch auf gesellschaftliche Fragen will die Messe Antworten geben. So beraten Experten, wie der Westen die Landwirtschaft in Entwicklungsländern verbessern kann, wo Geld für High-Tech fehlt. In Zeiten globaler Hungersnöte und Spekulationen rund um Nahrungsmittel sind auch das Aspekte, die das Bild der Branche prägen.

Die Messe fällt in eine Zeit, in der Themen wie Produktherkunft und Agrarsubventionen wieder verstärkt im Fokus stehen. Immerhin blieben der Branche in den vergangenen Monaten neue Skandale um Dioxin in Tierfutter oder EHEC-Erreger in Gemüse erspart.

Die Einkommen der Bauern stagnierten im Geschäftsjahr 2011/12. 58.150 Euro blieben im Schnitt bei den 16.100 bäuerlichen Betrieben zwischen Alpen und Küste. In der Periode davor waren es 58.050 Euro - nach zwei Flautejahren im Zuge der Wirtschaftskrise. Damit verdiente ein Landwirt zuletzt 3.300 Euro brutto im Monat.

Die rund 2.900 Aussteller auf der alle zwei Jahre stattfindenden Branchenschau sind ein neuer Bestwert. Nach Angaben des Veranstalters, der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG), dominiert inzwischen das Ausland mit mehr als 1.500 Teilnehmern. Insgesamt erwartet die DLG zur Agritechnica rund 400.000 Gäste, die Besuchertage laufen vom 12. bis 16. November. Bei der vorherigen Auflage 2011 hatten 415.000 Besucher einen neuen Rekord markiert. (dpa)
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